Prof. Dr. Friedrich Herberg - Biochemie

Universität Kassel
Fachbereich 10 Naturwissenschaften & Mathematik
Institut für Biologie
Heinrich-Plett-Str. 40
34132 Kassel
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herberg(at)uni-kassel.de
Mit Erfolg und keinesfalls im Nanomaßstab wirbt Herberg Drittmittel ein, denn von der Grundlagenforschung kommend, die er betreibt, versteht er es dennoch, die Nutzanwendung seiner Arbeiten zu beschreiben, die Perspektive des Anwenders einzunehmen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Herbergs Arbeit am Proteomprojekt, die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt die Erforschung der Proteinkinase und der Signalübertragung. Die Europäische Union schließlich ermöglicht zwei Projekte der HIV-Forschung und weitere Projekte zur Analyse des Bindungsverhaltens von Biomolekülen.
Herberg ist erst seit zwei Jahren in Kassel, wo er mit dem CINSaT ein „exzellentes Netzwerk“ vorgefunden hat. Herberg will das CINSaT noch enger in den Technologietransfer einbinden und die Grundlagenforschung auf internationalem Niveau fortführen und dort auch weiterhin mit Spitzengruppen zusammenarbeiten. Er nutzt seine Kontakte, die er während der vier Jahre (1990–1994) als Postdoc an der University of California in San Diego aufgebaut hat. Herberg sieht den oft beschworenen Brain-Drain nicht als große Gefahr an. Er möchte diesen in einen Brain-Exchange bzw. den reversen Brain-Drain umwandeln. Die Wissenschaft brauche den internationalen Austausch, aber es müssten attraktive Möglichkeiten innerhalb von Deutschland für die Rückkehrer geschaffen werden. Diese Strukturen müssen auch die Möglichkeit zum Technologietransfer und zur Kommerzialisierung von Forschungsergebnissen enthalten.
Jahrgang 1960, studierte Biologie und Evangelische Theologie für das Lehramt und promovierte 1989 am Institut für Physiologische Chemie der Ruhr-Universität Bochum. Von 1990 bis 1994 untersuchte er zunächst als Postdoc und dann als Research Associate Strukturfunktionsbeziehungen von Proteinkinasen an der University of California in San Diego. Nach seiner Habilitation im Jahre 1999 erlangte er die Venia Legendi im Fach Physiologische Chemie. Mit der Firmengründung der Biaffin GmbH & Co KG, einem Biotechnologiedienstleister gegründet 2000, setzt er Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in eine Kommerzialisierung um. Seit 2002 ist er Professor für Biochemie an der Universität Kassel und seit 2003 Mitglied des wissenschaftlichen Zentrums CINSaT. Er ist Bennigsen-Foerder-Preisträger des Landes Nordrhein-Westfalen und beschäftigt sich, gefördert durch verschiedene Projekte der DFG, der EU und des BMBF, mit biomolekularer Interaktionsanalyse an Komponenten der intrazellulären Signaltransduktion und mit Proteomforschung.
