Aktuelles

19.02.2016 13:16

20. Berliner Kolloquium am 11. Mai 2016 zum Thema: Der Datenmensch

Das in diesem Jahr von Prof. Dr. Alexander Roßnagel geleitete Berliner Kolloquium der Daimler und Benz Stiftung findet in Kooperation mit dem Wissenschaftlichen Zentrum ITeG und dem Forum Privatheit statt.

Das Berliner Kolloquium der Daimler und Benz Stiftung setzt nun bereits zum 20. Mal 'Impulse für Wissen'. Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik treffen sich einmal im Jahr zum Berliner Kolloquium. Die fachübergreifenden Themen dieser Veranstaltungsreihe wechseln jährlich und werden vor dem Hintergrund des Spannungsfelds Mensch, Umwelt und Technik behandelt. Das Thema in diesem Jahr ist:

Der Datenmensch. Freiheit und Selbstbestimmung in der digitalen Welt.

Im Programm wird zu diesem Thema folgendes ausgeführt:

Wer heute Informationstechnologien nutzt, hinterlässt Datenspuren. In der digitalen Welt lässt sich von jedem Menschen innerhalb kürzester Zeit ein umfassendes Profil erzeugen. Inzwischen vermischen sich virtuelle und reale Informationen, sodass durch immer leistungsfähigere Analysemethoden das Verhalten nicht nur des Einzelnen, sondern ganzer Gruppen vorhersehbar und damit steuerbar wird. Gesammelt, genutzt, geführt: Ist das der moderne Datenmensch?

Viele nehmen die Auswertung ihrer Daten bislang notgedrungen hin. Doch muss dies sein? Wie steht es um unsere durch das Grundgesetz verbürgte Freiheit und unser Recht auf Selbstbestimmung? Wollen oder müssen wir beides aufgeben – oder gibt es Alternativen zum gläsernen Ich? Beim 20. Berliner Kolloquium der Daimler und Benz Stiftung diskutieren namhafte Experten angesichts der neuen und schier grenzenlos erscheinenden Möglichkeiten der Informationstechnologien über die Bedeutung dieser Entwicklungen für das Individuum und unsere Gesellschaft. Aus interdisziplinärer Perspektive beleuchten Wissenschaftler, Vertreter von Unternehmen und NGOs, wie es um die informationelle Selbstbestimmung in der digitalen Welt steht. Sie erörtern den ökonomischen Wert von Daten, fragen nach der Würde des Menschen und sprechen über die Möglichkeiten der Politik, den Bürger durch Gesetze zu schützen.

Die Referenten sind:

  • Prof. Dr. Eckard Minx
    (Vorstandsvorsitzender der Daimler und Benz Stiftung)
  • Prof. Dr. Alexander Roßnagel (ITeG, Universität Kassel)
  • Thoralf Schwanitz (Google Germany GmbH, München)
  • Markus Beckedahl (netzpolitik.org e. V., Berlin)
  • Florian Glatzner (Verbraucherzentrale Bundesverband e. V., Berlin9
  • Prof. Dr. Jeanette Hofmann
    (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH)
  • Prof. Dr. Indra Spiecker genannt Döhmann (Universität Frankfurt)
  • Prof. Dr. Gerrit Hornung (ITeG, Universität Kassel)
  • Prof. Dr. Johannes Masing (Richter am Bundesverfassungsgericht)

Information und Anmeldung unter:
https://www.daimler-benz-stiftung.de/cms/veranstaltungen/berliner-kolloquium.html