M1: Analysemethoden

Die Analyse des Gestaltungsbedarfs setzt voraus, dass die technischen Möglichkeiten in Form von Anwendungskonzepten so konkretisiert werden, dass ihre Anwendungen in realitätsnahen Szenarien so beschrieben werden können, dass sie auf ihre Vertrauenswirkung, ihre Rechtsverträglichkeit und ihre Benutzereignung bewertet werden können. Aus der Bewertung entsteht ein Katalog von Gestaltungsthemen. Da die an der Entwicklung beteiligten Disziplinen teilweise verschiedene Vorgehensweisen bei der Erhebung und dem Management von Anforderungen haben, ist ein struktureller und inhaltlicher Vergleich der in Literatur und Praxis eingesetzten, existierenden Methoden und Modelle zum Anforderungsmanagement und zur Analyse notwendig. Ziel ist hierbei, ein disziplinenübergreifendes Verständnis von Anforderungen und Anforderungsmanagement in Theorie und Praxis zu entwickeln und ein Metamodell zu entwickeln, das alle Anforderungen aus den Themen Recht, Vertrauen und Ergonomie insbesondere auch für situative ubiquitär vernetzte Systeme abbilden kann. Untersucht werden

  • geeignete Formen zur frühzeitigen Entwicklung und Beschreibung von Anwendungskonzepten, die technisch, wirtschaftlich, rechtlich und gesellschaftlich realistisch erscheinen,
  • geeignete Formen der partizipativen Anforderungserhebung und –analyse,
  • geeignete gemeinsame Szenarien zur Beschreibung von Einbettungsfolgen,
  • ein gemeinsamer Kriterienkatalog zur Bewertung von Chancen und Risiken einer UCAnwendung,
  • geeignete Analysen der Abhängigkeiten und Auswirkungen von Anforderungen: Anforderungen ändern sich und dies kann signifikante Auswirkungen auf den Projektverlauf haben,
  • geeignete Formen der Konfliktbewältigung: Welche Interdependenzen bestehen zwischen den Anforderungen der einzelnen Disziplinen? Wie können Konflikte frühzeitig erkannt werden und wie sieht ein geeignetes Konfliktmanagement für ein Requirements Negotiation im UC aus?
  • eine gemeinsame Form der Beschreibung der Anforderungen und Gestaltungsparameter.