News-Detailsicht

01.05.2020 16:24

Professor Dr. Alexander Roßnagel im Gespräch mit der HNA zu Fragen des Datenschutzes einer „Corona-Tracing App“

Potenziell kann die App viel bewirken. Alexander Roßnagel sieht die Bundesregierung jetzt auf dem richtigen Weg.

Prof. Dr. Alexander Roßnagel erläutert im jüngsten Interview mit der HNA die Funktionsweise (Bluetooth) und die unterschiedlichen Ansätze (zentral oder dezentral), die für die Entwicklung einer Corona-Tracing App aktuell im Gespräch sind. Der nun von der Bundesregierung verfolgte dezentrale Ansatz wird von Prof. Roßnagel sehr begrüßt. Der dezentrale Ansatz könne die gewünschte Funktionalität genauso gut erfüllen wie der zentrale Ansatz und gleichzeitig mehr Datenschutz ermöglichen.

Eine europäische Lösung ist Roßnagel zufolge jedoch nicht absehbar. Unterschiedliche Ansätze bei der Entwicklung der „Tracing App“ stünden einem einheitlichen Vorgehen im Weg. Jedoch könnte eine Kommunikation von Apps mit gleichem Ansatz möglich sein, so verfolge beispielsweise die Schweiz einen dezentralen Ansatz, der mit der noch zu entwickelnden deutschen App zusammenarbeiten könnte. Der Technologiekonzern Apple und das Softwareunternehmen Google wollen zudem behilflich sein, indem eine Schnittstelle für die beiden Betriebssysteme der Unternehmen entwickelt wird.

Professor Roßnagel sieht die Bundesregierung jetzt auf einem guten Weg. Es geht darum, Gesundheitsschutz und Datenschutz bei der „Tracing App“ in Einklang zu bringen.

Das vollständige Interview wurde am 30. April 2020 in der HNA veröffentlicht und kann auch online nachgelesen werden:
Wie funktioniert die Corona-App? Rechtsexperte der Uni Kassel sieht Potential