L1: Aufbau

Zielsetzung von L1 ist es, die räumliche, apparative und infrastrukturelle Umgebung für die mit den im Arbeitsbereich 2 entwickelten Methoden erstellten Demonstratoren zur Verfügung zu stellen und die Überprüfung der Methoden zu ermöglichen. Das Labor wird auf die Arbeiten zur Theorie und zu den Methoden der interdisziplinären Technikgestaltung gegründet (Arbeitsbereiche 1 und 2) und in seinen Funktionen und seiner Ausstattung auf deren Ergebnisse abgestimmt. Das Labor besteht aus drei Funktionsbereichen: einem Entwicklungsbereich, einem Innenbereich sowie einem Außenbereich. Die für L1 durchzuführenden Arbeitsschritte sind:

Im Entwicklungsbereich erfolgen Entwurfs- und Implementierungs- sowie erste Testphasen für die an den Experimenten beteiligten Komponenten (Hard- und Software). Dazu werden zehn IT-Arbeitsplätzen auf Basis handelsüblicher PC-Systeme sowie Apple Maceingerichtet, die es ermöglichen für unterschiedliche Sensor/Aktorsysteme und Mobile Platformen wie iOS und Android zu entwickeln. Zur Durchführung von Simulationsaufgaben werden mehreren leistungsfähigen Rechensystemen zur Verfügung gestellt. Der Entwicklungsbereich wird zudem mit einer ausreichenden Anzahl von Sensor/Aktorsystemen ausgestattet.

Im Innenbereich werden die von VENUS analysierten Szenarien in den Bereichen Assisted Living, Mobile Government oder Büroumfeld realisiert. Der Demonstra¬tions-bereich erfordert neuartige architek¬tuelle Konzepte zur Verwendung von UC-Techniken in Wohn- und Arbeitsräumen. Die Simulation einer typischen Wohn- und Büroumgebung inklusive UC-gestützter Konferenzen wird sowohl von stationären Arbeitsplatzrechnern wie auch von mobilen Komponenten (z.B. Laptops, Präsentationsgeräte) geprägt. Sensoren werden Kontextinformationen liefern, die bestimmte optische oder akustische Informationen (z. B. durch Kameras und Mikrofone) verarbeiten oder die Gegenwart von Personen oder Objekten in bestimmten Bereichen feststellen (etwa mittels RFID).

Im Außenbereich werden Aktivitäten erfasst, die sich außerhalb geschlossener Räume zutragen, so etwa Anwendungen, die dem mobilen Benutzer kontextabhängige und lokationsbezogene Dienste anbieten. Diese Experimente ermöglichen, relevante Technikfolgen, wie etwa die Lokalisierung von Personen und die Erstellung von Bewegungsprofilen im Kontext von UC-Diensten zu erproben.

Für Demonstratoren im Innen- und Außenbereich sind moderne mobile Endgeräte erforderlich. Der Einsatz in unterschiedlichen Anwendungsszenarien verlangt dabei eine möglichst flexible Konfigurierbarkeit, Modifizierbarkeit und Nutzung. Ferner müssen Softwarelizenzen in ausreichendem Maße erworben werden, wenn die Entwicklung den Einsatz spezifischer Werkzeuge erfordert.