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12.12.2018 14:27

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Teichler, Ulrich (2018): Der studentische Protest der 1960er Jahre und die Entstehung der Hochschulforschung in der Bundesrepublik Deutschland. In: die hochschule 27 (1-2), S. 179–203.

Der Autor war in den 1960er Jahren als Student der Freien Universität Berlin, zugleich als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung – und daneben zeitweise als Berliner Geschäftsführer der Kampagne für Abrüstung – nicht nur hautnaher Beobachter des studentischen Protests, sondern auch Zeitzeuge. Aus dieser Perspektive konstatiert er rückblickend, dass sich nur eine Minderheit des studentischen Protests in der Bundesrepublik Deutschland mit „revolutionärer“ gesellschaftspolitischer Attitüde beschreiben lässt – tatsächlich richtete sich der Mainstream gegen den „Muff“, den „unter den Talaren“ und den im gesellschaftlichen Alltag. In vielen Fällen war Teichler auch an ersten Schritten der Hochschulforschung in Deutschland zu dieser Zeit beteiligt. U.a. stellt er in seinem Beitrag die Frage: Wie kam es dazu, dass Hochschulforschung an Hochschulen trotz vieler Impulse in den 1960er Jahren erst ein Jahrzehnt später - 1978 - ernsthaft institutionalisiert wurde?

Der Artikel entstand in der Folge eines Vortrags von Ulrich Teichler zum Thema "Der studentische Protest der 1960er Jahre und die Entstehung der Hochschulforschung in Deutschland" am 6.6.2018 aus Anlass des 40jährigen Bestehens des INCHER-Kassel und im Rahmen des INCHER-Forschungskolloquiums.

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