Meldung

15.05.2017 16:08

Neue Studie zum Hochschulzugang von Flüchtlingen

Refugees Welcome-Studie der Students' Union erschienen. Die European Students‘ Union hat mithilfe der Stiftung Open Society eine Studie veröffentlicht, die die Qualifikationen von Flüchtlingen und deren Zugang zur Hochschulbildung in Europa untersucht. Die Studie wurde von INCHER-Mitglied Jens Jungblut gemeinsam mit Karolina Pietkiewicz (European Students‘ Union) herausgegeben .

Im Mittelpunkt der Analyse steht die Frage, inwiefern Bildung in den ausgewählten Ländern, Rumänien, Belgien, Norwegen und Deutschland, genutzt wird, um Flüchtlinge, Asylsuchende und Personen in flüchtlingsähnlichen Situationen zu integrieren. Ausgewählt wurden Länder, die verschiedene Teile Europas repräsentieren und Lösungen für die Integration von Flüchtlingen in die Hochschulbildung gefunden haben, die als gelungene Praxis-Beispiele dienen könnten.

Nach Angaben der European Higher Education Area (EHEA) sind die Hauptbarrieren für Flüchtlinge beim Zugang zur Hochschulbildung in Europa, fehlende Informationen; Mangel an Beratung und individueller Betreuung; Anerkennung von Krediten und Qualifikationen, insbesondere wenn keine Unterlagen vorhanden sind; unzureichende Sprachunterstützung und nicht ausreichende Finanzierung.

Die Ergebnisse zeigen, dass Länder wirtschaftlich und gesellschaftlich profitieren können, wenn Flüchtlinge Zugang zu Hochschulbildung erhalten. Zudem lassen sich gemeinsame Ansätze der verschiedenen Länder finden, mit denen die Integration an Hochschulen vereinfacht werden könnte.

Autorinnen sind: Lukas Eckhardt (University of Kassel), Jens Jungblut, Karolina Pietkiewicz, Isabel Steinhardt (INCHER-Kassel), Martina Vukasovic (Centre for Higher Education Governance Ghent - CHEGG), Robert Santa.

Zugang zum Volltext der Studie