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28.07.2016 13:34

Online-Plattform lässt wissenschaftliche Beziehungen wie in einem Stammbaum nachvollziehen

Auf der Online-Plattform Bibsonomy Genealogie können Promovierte und Professorinnen und Professoren ihre Daten einfügen und so einen Stammbaum der Wissenschaft vervollständigen. Mit wenigen Klicks kann die eigene Dissertation mit dem Betreuer oder der Betreuerin verküpft werden. Die Plattform ist eine gemeinsame Entwicklung der Fachgebiete Wirtschaftspolitik (Prof. Dr. Guido Bünstorf) und Wissensverarbeitung (Prof. Dr. Gerd Stumme) und ist Teil des Projekts WISKIDZ, das vom Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft gefördert wird.

Was sind - neben der persönlichen Eignung und Leistung - die Voraussetzungen für den späteren Erfolg? Darüber sollen wissenschaftliche Stammbaum-Daten Auskunft geben. Datengrundlage ist der Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, in dem alle rund eine Million Dissertationen in Deutschland seit 1969 erfasst sind - allerdings ohne Betreuer. Das Forscherteam um Prof. Dr. Guido Bünstorf verknüpft die Doktorarbeiten mit dem jeweiligen Betreuer und rekonstruiert diese Beziehungen über mehrere Generationen.

Ziel des Projekts  "Arbeitsmärkte für Nachwuchswissenschaftler im Fokus" (WISKIDZ) ist es, Karriereverläufe und Rekrutierungsmuster von Wissenschaftlern in ausgewählten Disziplinen der Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften für den Zeitraum seit 1945 zu rekonstruieren.  Durch die langfristige Betrachtung kann zum Beispiel untersucht werden, wie sich die Bedeutung der Habilitation, der Ausbildung an renommierten Universitäten oder der Zugehörigkeit zu „Schulen“ prominenter Forschungspersönlichkeiten im Zeitablauf entwickelt hat.

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