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18.11.2014 11:53

Buch zum Drittmittel-Wettbewerb in der Forschung erschienen

Wie wirkt sich die wachsende Konkurrenz um Drittmittel auf das Verhalten von Forscherinnen und Forschern aus? Diese Frage untersucht Nicolas Winterhager in seinem Buch "Drittmittelwettbewerb im universitären Forschungssektor" (Springer: Wiesbaden 2015).

N. Winterhager: Drittmittelwettbewerb im universitären Forschungssektor. Springer: Wiesbaden 2015

Neben dem Wettbewerb um persönliche Anerkennung (Reputation), der in den Hochschulen Tradition hat, konkurrieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an deutschen Universitäten zunehmend um materielle Ausstattung für die Forschung – insbesondere um Drittmittel, also um externe Forschungsfinanzierung.

Nicolas Winterhager untersucht in seiner Studie, wie sich steigender Drittmittel-Wettbewerb auf das Verhalten von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Fachgebieten auswirkt. Zu diesem Zweck hat er Leitfadeninterviews in den Forschungsgebieten grüne Biotechnologie und Mittelalterforschung geführt und ausgewertet.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Drittmitteleinwerbung in der Biotechnologie eine unabdingbare Voraussetzung zur Durchführung von Forschung ist, während sie in der Mittelalterforschung als zusätzliches Signal dient, um Leistungsfähigkeit gegenüber Außenstehenden zu demonstrieren und die Legitimation des Fachgebietes zu erhöhen.

Zum Autor: Nicolas Winterhager promovierte bei Prof. Dr. Georg Krücken am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel. Er ist seit März 2014 im Institut für Innovation und Technik, Berlin, stellvertretender Projektleiter für den „Bundesbericht zum wissenschaftlichen Nachwuchs (BuWiN)“. Zuvor hat er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im International Centre for Higher Education Research (INCHER) und im Fachgebiet Allgemeine Wirtschaftspolitik der Universität Kassel gearbeitet.