Internationale Mobilität und Professur – Karriereverläufe und Karrierebedingungen internationaler Professorinnen und Professoren an deutschen Hochschulen

Projektbeteiligte

  • Prof. Dr. Aylâ Neusel
  • Prof. Dr. Andrä Wolter, Humboldt Universität zu Berlin
  • Dr. Marianne Kriszio, Humboldt Universität zu Berlin
  • Ole Engel MA., Humboldt Universität zu Berlin
  • Daniela Janke MA, Humboldt Universität zu Berlin
  • Dipl.Soz.Doreen Weichert, Humboldt Universität zu Berlin
  • Studentische Mitarbeiterinnen: Ella Pop, B.A.; Susanne Schmitt, B.A.; Meike Stürmer, B.A.;

Laufzeit

  • 2011-2013

Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.
Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

Die zunehmende Internationalisierung der Hochschulen hat auch auf die Rekrutierung und Zusammensetzung des wissenschaftlichen Personals an den Hochschulen einen erheblichen Einfluss. Die Globalisierung des wissenschaftlichen Austausches und des akademischen Arbeitsmarktes führt zu einer zunehmenden, wiederholten und dauerhaften grenzüberschreitenden Mobilität der Akteure.
In diesem Projekt werden Karriereverläufe und Karrierebedingungen internationaler Professorinnen und Professoren im deutschen Hochschulsystem empirisch untersucht. Mit der Eingrenzung auf die „Internationale ProfessorInnen“ werden alle zugewanderten Personen mit jetziger oder früherer ausländischer Staatsbürgerschaft zusammengefasst. Damit entsteht ein  heterogenes Sample, das unter der Annahme zusammenfassend untersucht wird, dass die Globalisierung der Arbeitsmärkte von Hochqualifizierten neue Phänomene hervorbringt, die als „transnational“ bezeichnet werden, wenn sie dauerhaft soziale Räume zwischen mehreren nationalen Kontexten konstruieren (Pries 2010).
Die zentrale Arbeitshypothese basiert darauf, dass die Karrierewege innerhalb der heterogenen Referenzgruppe unterschiedlich verschieden sind, sie sowohl im Binnenverhältnis als auch im Vergleich zu den Karrierewegen der nicht- internationalen ProfessorInnen differieren und dass diese Differenzen und Konvergenzen nicht durch die Staatsangehörigkeit definiert sind, sondern von einem Bündel unterschiedlicher Faktoren auf der gesellschaftlichen Mikro-, Meso- und Makro-Ebene beeinflusst werden - wie sozioökonomische und kulturelle Herkunft, Geschlecht, Mobilitäts- und Migrationsgeschichte, Selektions- und Selbstselektionserfahrungen, institutionelle Inklusions- und Exklusionsprozesse, fachkulturelle Eigenheiten oder Internationalisierungsprozesse im Hochschulbereich. Bei der Konzeptualisierung gilt es den komplexen Wirkungszusammenhang dieser Faktoren empirisch präzise nachzuzeichnen.
In  die explorative Studie werden zunächst alle Hochschulen in den Ländern Berlin und Hessen einbezogen.


Publikationen

  • NEUSEL, Aylâ: Untersuchung der inter- und transnationalen Karrieren von WissenschaftlerInnen an deutschen Hochschulen. In: die hochschule 1/2012.  Weltoffen von innen? S. 20-34.

  • NEUSEL, Aylâ: ProfessorInnen aus der Türkei an deutschen Universitäten – Eine neue transnationale wissenschaftliche Elite? In: Putsch, Barbara (Hg.) (2012): Transnationale Migration am Beispiel Deutschland und Türkei. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2012. S. 307-326.

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