Regionale Bildungsrenditen durch Beschäftigung von HochschulabsolventInnen

Projektbeteiligte

  • Prof. Dr. Guido Bünstorf
  • Dr. Stefan Krabel
  • Norman Vogt
  • Nicolas Winterhager

Laufzeit

  • 2011-2014

Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01PW11002 gefördert.
Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01PW11002 gefördert.

Das REBILD-Projekt wurde von Mitgliedern des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften (FB 07) in Kooperation mit INCHER-Kassel durchgeführt.


Die regionalökonomische Dimension der Hochschulausbildung in Deutschland wird aufgrund der föderalen Finanzierungsstruktur des tertiären Bildungssektors insbesondere im Hinblick auf die Kosten für die einzelnen Bundesländer diskutiert. Es erscheint rational für die einzelnen Bundesländer, weniger Studienplätze anzubieten, als zur Deckung der landeseigenen Nachfrage notwendig wäre, und stattdessen HochschulabsolventInnen aus anderen Ländern zu absorbieren. Diese Argumentation geht davon aus, dass Hochschulabsolventen räumlich hochgradig mobil sind, eine Annahme, die aufgrund der lückenhaften empirischen Evidenz bisher kaum verifizierbar ist.

Das Projekt „RE-BILD: Regionale Bildungsrenditen durch Beschäftigung von HochschulabsolventInnen“ zielt darauf ab, einen empirischen Beitrag zur Schließung dieser Lücke zu leisten, indem Muster sowie individuelle und regionale Determinanten der räumlichen Mobilität von Hochschulabsolventen anhand quantitativer Daten und qualitativer Befunde erfasst werden. Für die quantitative Analyse werden im Rahmen des Projektes einerseits Arbeitsmarktdaten gesammelt, andererseits wird auf die breit angelegte Befragung von Hochschulabsolventen KOAB-PANEL der antragstellenden Einrichtung zurückgegriffen. Es handelt sich um die erste Nutzung der Daten aus volkswirtschaftlicher Perspektive, wobei der Schwerpunkt der Untersuchung auf den regionalökonomischen Implikationen liegt. Eine ergänzende qualitative Studie, die auf Experteninterviews unter Entscheidungsträgern von Hochschulen, Wirtschaftsförderern und Unternehmen basiert, steuert komplementäre Informationen über die ökonomische Relevanz der regionalen Hochschullehre bei. Sie konzentriert sich auf vier exemplarische Regionen, um die regionale Bedeutung der Hochschullehre in Abhängigkeit von der regionalen Wirtschafts- und Bevölkerungsstruktur heraus zu arbeiten. Aufbauend auf den empirischen Befunden werden regionale Bildungsrenditen der Hochschulausbildung quantifiziert und hochschulpolitische Handlungsempfehlungen abgeleitet.  

Kontakt:
krabel(at)uni-kassel.de

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