Absolventenpanel 2017

Projektbeteiligte

Prof. Dr. Georg Krücken (Projektleitung INCHER-Kassel)

Dr. Choni Flöther (INCHER-Kassel)

Dirk Reifenberg (ISTAT)

Gregor Fabian (Projektleitung DZHW)

Laufzeit

Juli 2017 - Juni 2020

gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

Absolventenpanel 2017

Erstmals wird ein bundesweites Projekt der deutschen Absolventenforschung von einem Verbund überregional tätiger Forschungsinstitute getragen.  Mit dem Deutschen Zentrum für Wissenschafts- und Hochschulforschung (DZWH), dem International Centre for Higher Education Research der Universität Kassel (INCHER-Kassel) und dem Institut für angewandte Statistik (ISTAT)  haben sich wichtige Akteure der Absolventenforschung zusammengeschlossen um ein langfristiges Konzept umzusetzen, in dem sowohl Fragen des nationalen Bildungsmonitorings als auch der Hochschulsteuerung sowie der Hochschulforschung berücksichtigt werden. 

Absolventenstudien als zentrale Quelle für Informationen, wie Hochschulbildung und Arbeitsmarkt zusammenwirken, sind in den letzten Jahrzehnten für die Hochschulen und die Politik immer wichtiger geworden. Daher hat die Zahl der an spezifischen Informationsbedarfen ausgerichteten Befragungen zugenommen, was für alle Beteiligten zu einem erschwerten Feldzugang führte und Wünsche an Vergleichbarkeit und Nachhaltigkeit der Daten bei gleichzeitig bedarfsgerechter Erhebung offenließ. Diese Herausforderung an die Instrumentenentwicklung haben INCHER-Kassel, DZHW und ISTAT gemeinsam angenommen und ein nationales Absolventenpanel entwickelt, welches erstmalig mit der Abschlusskohorte der Hochschulabsolvent(inn)en des Jahres 2017 umgesetzt werden soll. 

Die Vorteile des neuen Konzepts: Die Daten können sowohl der nationalen Bildungsberichterstattung und der wissenschaftlichen Hochschulforschung als auch der Qualitätsentwicklung der einzelnen Hochschulen dienen. Zudem werden bei der neuen Befragung Reibungsverluste minimiert, insbesondere weil Doppelbefragungen vermieden werden, und das Instrument erlaubt zugleich die nahtlose Fortführung eines Großteils der Zeitreihen, die ihren Ursprung in der DZHW-Absolventenbefragung, den KOAB-Studien oder einer an diese beiden Formate angelehnten Befragungen haben.

Die Erhebung zum Absolventenjahrgang 2017 wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Studiendesign

Die Befragung ist als Längsschnittstudie mit mehreren Befragungswellen konzipiert. Die erste Befragung des Absolventenjahrgangs 2017 wird ein bis zwei Jahre nach Studienende durchgeführt. Im Mittelpunkt stehen der Übergang in den Arbeitsmarkt (oder in weitere akademische Qualifikationen) sowie eine erste Arbeitsmarktplatzierung. Die Abbildung der Studienverläufe und retrospektive Studienbewertungen haben ebenfalls einen hohen Stellenwert, da solche Erstbefragungen ein wichtiges Feedback für die Hochschulen darstellen, Qualitätssicherung ihrer Studiengänge  profitiert.

Weitere Befragungswellen erfolgen voraussichtlich fünf bzw. zehn Jahre nach dem Studienabschluss. Auch für die Folgewellen wird eine Harmonisierung der bestehenden Befragungsformate angestrebt.

Neben einer bundesweit repräsentativen Stichprobe besteht für einzelne Hochschulen die Möglichkeit, die Befragung zu einer Vollerhebung für ihre Hochschule auszuweiten. Dies erfolgt über eine (kostenpflichtige) Teilnahme am KOAB-Projekt des ISTAT. 

Fragebogen

Zum Instrument des AP2017 haben zahlreiche Akteursgruppen beigetragen; insbesondere zwei bundesweit bewährte Formate (DZHW-Absolventenbefragung und KOAB-Absolventenstudien) konnten zusammengeführt werden. Hierdurch entstand ein am neuesten Forschungsstand orientiertes Instrument, mit dem ein Großteil der Zeitreihen nahtlos fortgeführt werden kann, die ihren Ursprung in der DZHW-Absolventenbefragung, den KOAB-Studien oder einer an diese beiden Formate angelehnten Umsetzungen haben.

Der Fragebogen des AP2017 wurde als Kerninstrument konzipiert, der von den an der KOAB-Befragung beteiligten Hochschulen um optionale und hochschulspezifische Fragen erweitert werden kann. 

Das Instrument wird in deutscher und englischer Sprache angeboten. Für verschiedene Teilgruppen (Bachelor, Master, Promotion, Staatsexamen, darunter Rechtswissenschaft, Medizin und Lehramtsabsolvent(inn)en) sowie für nicht-traditionelle Studienformate existieren spezifische Fragebogenvarianten. 

Stichprobe

Das AP2017 sieht eine bundesweite Befragung des Absolventenjahrgangs 2017 vor (= Prüfungsjahrgang 2017). Es wird eine Stichprobe mit 75.000 Absolvent(inn)en aller Abschluss- und Hochschularten in Deutschland (mit Ausnahme der Verwaltungsfachhochschulen und der Hochschulen der Bundeswehr) anvisiert. In die Stichprobenziehung gehen einzelne Studiengänge diverser Hochschulen ein; es ist möglich, dass mehrere Studiengänge einer Hochschule in die Stichprobe gezogen werden. Die genaue Verteilung der Stichprobe auf die Hochschulen wird im Herbst 2017 feststehen. 

Feldphase

Die Feldphase für die erste Befragungswelle findet von Oktober 2018 bis Februar 2019 statt. Die Erhebung wird mit einem Online-Fragebogen durchgeführt, wobei die Kontaktaufnahme der Absolvent(inn)en sowohl postalisch als auch per E-Mail stattfinden wird. Sie erfolgt aus Datenschutzgründen über die Hochschulen.

Die teilnehmenden Institutionen werden bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Feldphase unterstützt.

Das bundesweite Absolventenpanel 2017 ist ein Verbundprojekt des Deutschen Zentrums für Wissenschafts- und Hochschulforschung (DZWH), des International Centre for Higher Education Research der Universität Kassel (INCHER-Kassel) und des Instituts für angewandte Statistik (ISTAT), die Koordination des Verbundprojekts übernimmt das DZHW.