INCHER-Kassel: Einladung zu Kolloquien und Brown-bag-Lunches 2017/2018


INCHER-Forschungs-Kolloquien
17.00 - 18.30 Uhr

Brown-bag-Lunch
12 .15-14.00 Uhr

 

06. Dezember 2017

Qualitätssicherung im dualenStudium – Wunsch und Wirklichkeit

Dr. Bettina Langfeldt

  

     

24. Oktober 2017

Engaging with Industry and its Influence on the Direction of the Scientific Agenda. Evidence from German Professors

Dr. Florence Blandinieres

 23. Januar 2018

What’s the Price of Academic Consulting? Effects of Public and Private Sector Consulting on

Academic Research

Professorin Dr. Hanna Hottenrott

14. November 2017

Migration und Wissenschaftskarrieren

Professorin Dr. Nina Baur

24. Januar 2018

Notengebung an Deutschlands Hochschulen

Professor Dr. Gerd Grözinger

 


Forschungskolloquium des INCHER-Kassel, 17:00 - 18.30 Uhr

-------------------------------------------------------------------------------

06. Dezember 2017

Qualitätssicherung im dualen Studium – Wunsch und Wirklichkeit

Dr. Bettina Langfeldt (Chair for Methods of Empirical Social Research, Substitute Professor, Faculty of Social Sciences (FB 05), University of Kassel)

Mit dem dualen Studium hat sich in Deutschland offenbar ein „Erfolgsmodell“ (Stifterverband der Deutschen Wissenschaft 2011) an der Schnittstelle von beruflicher und hochschulischer Bildung etabliert, welches sich u.a. in der kontinuierlich steigenden Zahl dualer Bachelorstudiengänge niederschlägt (vgl. Minks et al. 2011). Laut Hochschul-Bildungs-Report 2020 klagen deutsche Unternehmen jedoch darüber, dass die akademischen und die beruflichen Ausbildungsanteile zu wenig vernetzt seien (vgl. Stifterverband McKinsey 2015: 42). Ebenso weisen bisherige Studierendenbefragungen vereinzelt auf Schwachstellen des dualen Studiums unter dem Gesichtspunkt der Lernortkooperation hin (vgl. Kupfer 2013; Gensch 2014; Hesser & Langfeldt 2017). Aus dem Bereich der beruflichen Bildung ist bekannt, dass eine gute Lernortkooperation keinen Wert an sich darstellt, sondern in ihrer Folge maximal ein profunderes Verständnis von Arbeitsprozessen und fachlichen Zusammenhängen erzielt werden kann (Euler 2003; Diesner et al. 2004). Dennoch ist die gelungene Verzahnung von Theorie und Praxis gerade im dualen Studium von herausgehobener Bedeutung, weil Studierende insbesondere in diesem Aspekt den Vorteil eines dualen gegenüber einem regulären Studium erwarten.

In dem Beitrag werden die Schwierigkeiten der Lernortkooperation in dualen Studiengängen aus theoretischer und praktischer Perspektive beleuchtet. Die Argumente unterschiedlicher Akteure (Studierende, Lehrende, Betreuende in den Unternehmen, IHKs und Handwerkskammern etc.) im Hinblick auf die Verzahnung der Lernorte als Qualitätskriterium der Ausbildung sollen hierbei kritisch reflektiert und zu den derzeitigen Maßnahmen in der Qualitätssicherungspraxis ins Verhältnis gesetzt werden. Der Beitrag schließt mit einer Diskussion bestehender Empfehlungen zur Qualitätssicherung im dualen Studium und einem Überblick über Forschungsdesiderate im Bereich dualer Studiengänge.

-----------------------------------------------

23. Januar 2018

What’s the Price of Academic Consulting? Effects of Public and Private Sector Consulting on Academic Research

Professorin Dr. Hanna Hottenrott (Fakultät Wirtschaftswissenschaften, TUM School of Management, Technische Universität München)

Academic consulting is an important and effective means of knowledge transfer with the public and private sectors. These interactions with external organisations offer opportunities for research application but also raise concerns over potentially negative consequences for academic research and its dissemination. For a sample of social, natural and engineering science academics in Germany and controlling for the selection into consulting, we investigate the effect of consulting on research performance. While previous research suggested that consulting activities might come at the cost of reduced research output, our analysis provides a more nuanced picture. Public sector consulting comes with lower average citations suggesting a move towards applied research that attracts fewer citations. Moreover, engagement in consulting increases the probability to cease publishing research altogether particularly for private sector consulting. Exit probability is higher for those at the start or towards the end of their academic career and in fields for which the public-private wage gap and opportunities for engagement in duties outside academia are higher. We draw lessons for research institutions and policy about the promotion of academic consulting.  


Brown-bag-Lunch, 12:15 - 14:00

-------------------------------------------------------------------------------

24. Oktober 2017

Engaging with Industry and its Influence on the Direction of the Scientific Agenda. Evidence from German Professors

Dr. Florence Blandinieres (Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW), Mannheim)

-----------------------------------------------

14. November 2017

Migration und Wissenschaftskarrieren

Professorin Dr. Nina Baur (Institut für Soziologie, Technische Universität Berlin)

Der Beitrag gibt einen Überblick über den Stand zur Forschung zum Verhältnis von Wissenschaft und Migration und zeigt am Vergleich von Migranten aus den USA, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Rumänien, der Türkei, China, Syrien, Marokko und Eritrea, dass die Position von Herkunfts- und Gastländern im globalen Wissenschaftssystem (Makroebene), die Fachkultur von wissenschaftlichen Disziplinen sowie die Organisation „Hochschule“, die wiederum in lokale Kontexte eingebettet ist (Mesoebene) sowie Migrationsmotive, soziale Herkunft, Geschlecht und Alter einzelner Migranten (Mikroebene) zusammenwirken, so dass nicht nur ethnische Konstruktionen, sondern auch die Probleme, vor denen einzelne Migranten stehen sowie die Art, wie sie institutionell behandelt werden, sehr unterschiedlich ist.

-----------------------------------------------

24. Januar 2018

Notengebung an Deutschlands Hochschulen

Professor Dr. Gerd Grözinger (Sozial- und Bildungsökonomik, Europa-Universität Flensburg)

Der Vortrag gibt einen Überblick zu den Ergebnissen eines DFG-Forschungsprojekts, das mehrere Methoden anwandte: a) Archivaufnahmen von Noten ausgewählter Fächer und Universitäten, b) Auswertungen der amtlichen Prüfungsstatistik, c) Gruppendiskussionen. Ein Schwerpunkt der Fragestellung war, inwieweit Noteninflation (eine in den USA vieldiskutierte Problemlage) auch in Deutschland zu beobachten ist und welche Bedeutung der Übergang zu gestuften Abschlüssen für die Benotung hatte.