Transkulturelle Bildung

Seminare

Transkulturell lernen heißt anders lernen

Lernen [ist] ein aktiver und nicht passiver Vorgang []. Lernen ist immer Konstruktion und die Verfolgung eines Ziels für den Erwerb nicht nur deklarativen, sondern auch problemlösenden Wissens. Deshalb kommt der Selbstorganisation, der Kooperation und der Teilhabe der Studierenden auch eine so große Bedeutung zu.

(Dieter Lenzen: Bildung statt Bologna, Berlin 2014)

Entsprechend gehen die Seminare von folgendem Lehr-Lernverständnis aus:

engagiert sein - selbständig handeln - mitgestalten - praktisch erfahren - gemeinschaftlich lernen - (Selbst)Reflexion - wissenschaftlich analysieren - sich fundiert und kritisch auseinandersetzen - Zusammenhänge erkennen - sich selbst, andere und seine Welt (neu) entdecken - Perspektiven wechseln - (sich) entschleunigen - sich einlassen - sich öffnen - Fragen stellen - andere Meinungen haben - (sich) ausprobieren - experimentieren - nicht perfekt sein müssen - Fehler machen dürfen

Auf dem Weg zu Global Citizenship ...

Durch Kommunikation und Migration ist unsere Welt geprägt von einer steten Dynamik kultureller Veränderungen auf lokaler, regionaler, nationaler und globaler Ebene. Unser Alltagsleben ist daher von verschiedensten kulturellen Einflüssen bestimmt: Wir konsumieren Waren, sehen Filme und hören Musik, vernetzen uns virtuell sowie studieren und arbeiten schließlich zusammen mit Menschen aus aller Welt und mit unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen. Unsere kulturelle Vernetzung führt zu kultureller Mischung (Hybridität) auf individueller sowie kultureller Vielfalt (Diversität) auf institutioneller und gesellschaftlicher Ebene. Die Entwicklung interkultureller Handlungsstrategien auf dem Weg zu Global Citizenship erfordert daher eine grundlegende Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung gegenüber kultureller Hybridität und Diversität.

Ausgangspunkt ist dafür eine (selbst)kritische Reflexion von eigenen Erfahrungen sowie Selbst- Fremd- und Weltbildern. Darauf aufbauend können individuelle Kenntnisse und Fähigkeiten (weiter)entwickelt werden, um Herausforderungen im internationalen Kontext situativ und flexibel im Dialog mit Anderen erfolgreich bewältigen zu können.

... im transkulturellen Dialog ...

Dialog beginnt mit der Bereitschaft, vom Anderen zu lernen, ihm zu ermöglichen nicht nur nehmen zu müssen, sondern gleichzeitig geben zu können. Denn erst dadurch wird die notwendige gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung erreicht. Das heißt nicht, alle eigenen Werte in Frage zu stellen, aber ihre Selbstverständlichkeit. Transkultureller Dialog bietet dafür die Möglichkeit, sich wechselseitig durch Perspektivenerweiterung und den kulturübergreifenden Austausch von vielfältigen Erfahrungen, Kenntnissen  und Weltsichten weiterzuentwickeln.

... für innovative persönliche und soziale Entwicklung in globaler Verantwortung

Transkulturelle Dialogprozesse tragen zur Überwindung einschränkenden Entweder-Oder-Denkens bei und ermöglichen dadurch ergebnisoffene Kommunikation. Über die Einbindung unterschiedlicher Kenntnisse und Fähigkeiten sowie Erfahrungen und Perspektiven in die Lern- und Arbeitsprozesse fördert dies die Motivation zu einer aktiven und engagierten Teilhabe an der gemeinsamen Weiterentwicklung seiner Institution. Auf diesem Weg zu transkulturellen Lern- und Arbeitsräumen kann schließlich das Gesamtpotential an soziokultureller Vielfalt und Kreativität zur Entdeckung von Neuem genutzt werden. Über die individuelle Dimension hinaus verbindet sich somit auch die Chance für Innovationen auf institutioneller und gesellschaftlicher Ebene als Voraussetzung für eine nachhaltige und friedliche Bewältigung der globalen Herausforderungen unserer Zeit.