Willkommen im Fachgebiet Theorien und Methoden der Sozialpädagogik

Einleitung

Als gemeinsames Feld von Sozialpädagogik und Sozialarbeit hat sich die Soziale Arbeit seit ihren Anfängen an der Schwelle zum 20. Jahrhundert erheblich ausgeweitet und ausdifferenziert, was u.a. der enorme Zuwachs der einschlägig Beschäftigten belegt, aber auch die Ausdifferenzierung der Ausbildungsebenen von der Fachschule bis zur Universität. SozialarbeiterInnen und SozialpädagogInnen sind in einer Vielfalt von Arbeitsfeldern in allen biographischen Phasen des Menschen beschäftigt und setzen sich mit psychosozialen Problemen auseinander, die institutionalisierte, professionalisierte Hilfen und Lösungen erfordern. Diese beinhalten zunehmend gesellschaftliche Veränderungen und daraus entstehende soziale Probleme im Kontext von Globalisierung und Transnationalismus.

Als praxisorientierte Profession und wissenschaftliche Disziplin werden die Zielsetzungen der Sozialen Arbeit als die „Förderung des Sozialen Wandels, der sozialen Entwicklung und des sozialen Zusammenhalts sowie die Stärkung und Befreiung des Menschen“ beschrieben. Das heißt, die Soziale Arbeit befindet sich an der Schnittstelle ‚Person-Gesellschaft‘, und gestützt auf den ethischen „Prinzipien der sozialen Gerechtigkeit, der Menschenrechte, der gemeinsamen Verantwortung und der Achtung der Vielfalt“ ist es die Aufgabe der Sozialen Arbeit theoretisches und empirisches Wissen in professionellen Kontexten zum Wohlergehen des Menschen in seinen sozialen Netzwerken handlungsmethodisch umzusetzen (siehe Definition der Sozialen Arbeit - Neufassung  Generalversammlung der International Federation of Social Work, Juli 2014, Melbourne).

Das Fachgebiet

Das Fachgebiet der Theorien und Methoden der Sozialpädagogik setzt sich mit theoretischen und empirischen Fragestellungen auseinander, die relevant für eine professionelle und methodisch fundierte Soziale Arbeit sind, wie z.B.

  • den Wirkungsweisen und Wirkungen von Hilfeprozessen und Methoden in der Sozialen Arbeit;
  • der gesellschaftlichen Rahmung und Funktion der Sozialen Arbeit;
  • den Wirkungsprozessen und Wirkungen ihrer rechtlichen, organisatorischen und methodischen Settings;
  • ihren ethischen und normativen Voraussetzungen;
  • der Entwicklung und Wirkung theoretischer Deutungsmuster in der wissenschaftlichen Sozialen Arbeit.

Die Translation von theoretischem und empirischem Wissen für die Praxis ist hierbei primäres Anliegen und wird als notwendig verstanden, um ein fundiertes Handlungswissen in der Sozialen Arbeit zu unterstützen und wissenschaftlich denkende, kritisch reflektierte und professionell agierende Fachkräfte auszubilden. Dabei stützt sich die Soziale Arbeit auf disziplinsspezifische theoretische Ansätze sowie hilfreiche theoretische Weiterentwicklungen aus Bezugsdisziplinen wie der Soziologie, Politologie, Psychologie, den Erziehungswissenschaften, Gesundheitswissenschaften, und den Geisteswissenschaften.

Inhaltliche Schwerpunkte

Innerhalb dieser Ausrichtung setzt das Fachgebiet inhaltliche Schwerpunkte, gegeben der jeweiligen Expertise und den Forschungsinteressen einzelner Personen im Fachgebiet. Diese beinhalten momentan: Internationale Entwicklungen in der Heimerziehung und Vollzeitpflege; Evidenzbasierte Soziale Arbeit; Implementation; Schnittstelle Kinder- und Jugendhilfe und Psychiatrie; Migrationsforschung; Internationale Soziale Arbeit und Transnationalismus.