Master Sozialpädagogik in Aus-, Fort- und Weiterbildung

Herzlich willkommen auf den Seiten des Masterstudiengangs "Sozialpädagogik in Aus-, Fort- und Weiterbildung"!

Der Masterstudiengang "Sozialpädagogik in Aus-, Fort- und Weiterbildung" des Fachbereichs Humanwissenschaften, der von der Akkreditierungsagentur AHPGS akkreditiert wurde

  • verleiht mit der Master-Arbeit den Hochschulgrad "Master of Arts";
  • ist konsekutiv und als Vollzeitstudiengang auf vier Semester angelegt;
  • ist stärker anwendungsorientiert;
  • eröffnet die Möglichkeit zur Promotion.

Sinn und Hintergrund des Studiengangs

Der Sinn des Studiengangs ergibt sich aus verschiedenen Faktoren:
Inhaltlich betrachtet ist das Feld der Bildung insgesamt, vor allem aber das der vorschulischen Erziehung, in den letzten Jahren (nach PISA und ähnlichen Vergleichsuntersuchungen) in den Fokus des öffentlichen, politischen und fachöffentlichen Interesses geraten. Die Soziale Arbeit ist in verschiedenen Feldern und auf unterschiedliche Weise aufgefordert, ihren Beitrag zur Bildung und Qualifizierung von Kindern und Jugendlichen nachzuweisen. Insgesamt ist dabei die Bedeutung des Bildungssektors für die Soziale Arbeit enorm gestiegen.

Da pädagogische Angebote nur so gut sein können wie das ausgebildete Fachpersonal, ist damit auch deren Ausbildung und somit die Ausbildung der AusbilderInnen wie auch der Bereich der Fort- und Weiterbildung verstärkt zum Thema geworden. Der Studiengang qualifiziert die Studierenden sowohl in fachtheoretischer, als auch in fachdidaktischer und berufspraktischer Hinsicht. Das Ziel, die Erweiterung der Qualifizierung im Bereich der Aus-, Fort- und Weiterbildung für Soziale Berufe soll also - aufbauend auf dem erfolgreichen Abschluss eines grundständigen sechssemestrigen Studiums der Sozialen Arbeit/Sozialpädagogik/Sozialarbeit - nebst einer Vertiefung der im BA erworbenen fachtheoretischen Kenntnisse durch eine Fokussierung auf (fach-)didaktische Fragestellungen während des Master-Studiums verwirklicht werden.

Das Studienprogramm

Insgesamt zeichnet sich der Studiengang durch eine Verzahnung mit anderen, sowohl fachbereichsinternen als auch fachbereichsexternen Studiengängen aus. Einige Lehrveranstaltungen werden zusammen mit dem fachbereichsinternen MA-Studiengang "Soziale Arbeit - Interdisziplinäre Forschung in Theorie und Praxis" angeboten beziehungsweise studiert. Darüber hinaus werden die Studierenden Lehrveranstaltungen bzw. Module von anderen Instituten und Fachbereichen besuchen - diese werden maßgeblich von Lehrenden der Institute für Erziehungswissenschaft und für Psychologie (Fachbereichs 01) und des Fachbereichs 07 (Wirtschaftswissenschaften) im Rahmen des erziehungs- und gesellschaftswissenschaftlichen Kernstudiums angeboten, das ein obligatorischer Bestandteil der Lehrerausbildung an der Universität Kassel ist. Aufbauend auf einer breiten fachtheoretischen Qualifizierung im von den Studierenden erfolgreich abgeschlossenen ersten Hochschulstudium sollen diese fachwissenschaftlichen Kenntnisse im MA nochmals vertieft und spezifiziert werden. Der Schwerpunkt in diesem MA-Studiengang liegt auf dem Erwerb (fach-)didaktischer und schulpädagogischer Qualifikationen wie Wissen um Funktionen, Strukturen und Systeme beruflicher Schulen oder die Fähigkeiten zur Analyse und Gestaltung von Fachunterricht. Ein Praktikum im 3./4. Semester ermöglicht den Studierenden, zunächst als teilnehmende BeobachterInnen und dann auch selbst aktiv in der Rolle der Lehrenden, erste Einblicke in den Lehrerberuf zu gewinnen. Die Grundidee des Studiengangs ist somit die Verknüpfung von fachtheoretischem, schulpädagogischem, berufspraktischem und (fach-)didaktischem Wissen, die Bedingung für eine qualifizierte Tätigkeit an beruflichen Schulen und im Bereich der Institutionen der Fort- und Weiterbildung ist.

ACHTUNG! Für vor dem Wintersemester 2008/09 eingeschriebene Studierende gelten weiterhin die Prüfungsordnung (alt) und das Modulhandbuch (alt).

Lehrkräfte im Studiengang

Fast alle hauptamtlich Lehrenden des Instituts für Sozialwesen sind potentiell Lehrende des MA-Studiengangs "Sozialpädagogik in Aus-, Fort- und Weiterbildung". Die MitarbeiterInnen der Abteilung für Sozialpädagogik und Soziologie der Lebensalter und Lebenslagen, und hier insbesondere der Studiengangsverantwortliche, Herr Prof. Dr. Werner Thole, werden vergleichsweise stärker in der Lehre vertreten sein.

Anvisierte Berufsfelder

Der MA "Sozialpädagogik in Aus-, Fort- und Weiterbildung" qualifiziert für das Arbeitsfeld der schulischen Ausbildung sowie der Fort- und Weiterbildung im Bereich der Sozialen Arbeit - d.h. er bereitet inhaltlich und methodisch auf die Anforderungen einer Lehr- und Dozententätigkeit vor. Mögliche Berufsfelder der AbsolventInnen sind so beispielsweise einschlägige Bildungsgänge im beruflichen Schulwesen, ebenso sind die AbsolventInnen für das Berufsfeld der Fort- und Weiterbildung (speziell im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe) qualifiziert. Darüber hinaus sind die Studierenden für die pädagogische Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen und somit für berufsvorbereitende Bildungsgänge wie z.B. BVJ und PuSch fachlich sensibilisiert.

Hinsichtlich einer Anstellung an einer staatlichen beruflichen Schule ist zu beachten, dass es sich bei diesem Studiengang nicht um einen klassischen Lehramtsstudiengang handelt. Es ist ins Studienprogramm kein zweites Fach, also kein Unterrichtsfach integriert und vor allen Dingen gilt das Studium nicht als erste Phase der Lehrerausbildung, die AUTOMATISCH zur zweiten Phase, dem Referendariat, führt. Mit der Absolvierung dieses Studiengangs haben Sie die Chance über einen Quereinstieg an einer beruflichen Schule eingestellt zu werden. Hierbei ist es von Vorteil, selbst schon hauptverantwortlich in der Praxis der Sozialen Arbeit, insbesondere im Bereich der Elementarpädagogik, tätig gewesen zu sein. Nähere Informationen zum Quereinstieg ins Referendariat für Hessen finden Sie hier.

Berufsaussichten / Arbeitsmarktrelevanz des Studiengangs

Die Arbeitsmarktperspektiven sind aufgrund

  • der gestiegenen Bedeutung der frühkindlichen Bildung und Betreuung,
  • der qualitativ veränderten und gestiegenen Anforderungen an das Fach- und damit auch das Lehrpersonal in den sozialpädagogischen Ausbildungsgängen sowie
  • des zu erwartenden (vor allem altersbedingten) Ersatz- und Erweiterungsbedarfs in den Ausbildungsstätten

als gut einzuschätzen.

Die aktuelle absehbare Erweiterung des Betreuungsangebots für unter dreijährige Kinder dürfte mittelfristig die Nachfrage nach ausgebildetem Fachpersonal im Bereich der frühkindlichen Bildung und Betreuung und damit auch nach deren AusbilderInnen und Fort- und WeiterbilderInnen deutlich erhöhen. 

Zugangsvoraussetzungen

  • ein mindestens sechssemestriger Hochschulabschluss (BA oder Diplom) in Soziale Arbeit, Sozialarbeit oder Sozialpädagogik oder ein fachlich gleichwertiger Abschluss (z.B. Diplom-Pädagogik mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik, Früh- bzw. Elementarpädagogik);
  • mindestens drei Monate berufspraktische Erfahrung (Berufstätigkeit oder Praktikum) - vorzugsweise in einem Handlungsfeld der Kinder- und Jugendhilfe - oder eine staatliche Anerkennung als ErzieherIn, SozialarbeiterIn oder SozialpädagogIn;
  • Interesse an und Erfahrung in der Lehre sozialpädagogischer Inhalte. 

Studienbeginn und Bewerbungsverfahren

Das Master-Studium kann nur zum Wintersemester begonnen werden. Eine Zulassungsbeschränkung besteht für diesen Studiengang nicht.

Die Bewerbung um einen Studienplatz ist vom 15. Mai bis zum 31. August jeweils für das kommende Wintersemester möglich. Sie erfolgt über ein zentrales Online-Bewerbungsverfahren. Zur Auflistung der für die Bewerbung zu erfüllenden Kriterien sowie zum Online-Bewerbungsverfahren kommen Sie hier.


Kontakt:

Elina Nurmela

Studienkoordinatorin
Anschrift Arnold-Bode-Straße 10
34127 Kassel
Gebäude: Arnold-Bode-Str 10 (WISO C)
Raum Raum 1109
Telefon +49 561 804-2931
Sprechstunde:

nach Vereinbarung.