Bischofsbesuch in Fula

Studierende im Gespräch mit dem Bischof Heinz-Josef Algermissen.

Bericht: Lehramtsstudierende, studentische und wissenschaftliche Mitarbeiter/innen und Professorinnen besuchten den Bischof Heinz Josef Algermissen in Fulda am 28. Juni 2017

Der Gottesdienst mit dem Bischof in der Michaeliskirche, dem ältesten Nachbau der Grabeskirche in Deutschland und bedeutendstem mittelalterlichem Sakralbauten Deutschlands aus den Jahren 820 bis 822.

Am 28. Juni zum Ende des Sommersemesters besuchten 40 Lehramtsstudierende, Mitarbeiter/innen und Professorinnen des Instituts für Katholische Theologie Bischof Heinz Josef Algermissen in Fulda. Ein solches Treffen, das dem Austausch über aktuelle gesellschaftliche und kirchenpolitische Fragen gewidmet ist und besonders die Situation zukünftiger Religionslehrerinnen und Lehrer im Blick hat, findet alle zwei Jahre statt. Die Studierenden zeigten sich in dem Gespräch hoch motiviert, zukünftigen Kindern und Jugendlichen ihr Gesicht der Kirche zu zeigen. Dabei spielt im Studium der Kath. Theologie der Erwerb religiöser Kompetenz eine zentrale Rolle. Es geht darum, gerade angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Lage, das Potential des christlichen Glaubens, etwa die Widerspruchskraft gegen Gewalt, Ausgrenzung und Armut in die gesellschaftlichen Debatten einzubringen.

Im Gespräch mit der leitenden Schulamtsdirektorin Julia Metzger und dem Schulreferent Andreas Greif

Angesprochen wurden auch Zukunftsängste der Studierenden, nach ihrem Studium trotz des Bedarfs vor Ort keine Anstellung als Lehrerin/Lehrer zu bekommen. „Treten Sie den Verantwortlichen im Kultusministerium auf die Füße, wenn es um den Religionsunterricht geht.“ Student Mario Bartsch nennt an Bischof Heinz Josef Algermissen gewandt auch den Grund für seine Bitte: „Wir erreichen Kinder und Jugendliche, die sonst keine Bindung an die Kirche haben. Wir sind oft erste Anlaufstation.“ Bischof Algermissen stimmt ihm zu: „In Ihnen entdecken Menschen die Kirche. Sie geben der Kirche ein Gesicht.“ Von den Studierenden wurden auch kirchliche Reformen etwa bezüglich der Ermöglichung von verheirateten Priestern angesprochen, um den gegenwärtigen Zeichen der Zeit besser begegnen zu können. Bischof Algermissen wies die Studierenden auf die besondere Situation und Herausforderungen einer Weltkirche hin, in der ein Miteinander gestaltet werden muss und Differenzen auszuhalten sind.

Mit dem Bischof in der hallenartigen Krypta der Michaeliskirche

Das Treffen startete mit einem gemeinsamen sehr persönlich gestalteten Gottesdienst in der Michaeliskirche. Im Auditorium maximum der Theologischen Fakultät fand das einstündige und intensive Gespräch miteinander statt. Anschließend besuchten die Studierenden noch den Dom von Fulda und hatten eine Führung durch die Bibliothek des Priesterseminars.