Forschungsschwerpunkte

  • Tempus und Aspekt in den romanischen Sprachen

  • Historische Pragmatik und historische Dialogforschung

  • Kontrastive und interkulturelle Pragmatik

  • Deixis: zeigende und nichtzeigende Funktionen deiktischer Formen in den romanischen Sprachen

  • Historische Phraseologie

  • Textlinguistik: Texte und Diskurstraditionen

  • Diskurslinguistik


Veranstaltungen/Tagungen

Internationaler CALAS Kongress

Guadalajara (MEX), 06.-08. September 2018

"El pensamiento social latinoamericano frente a la idea de crisis"

Tagung: Gelungene Gespräche als Praxis in der Gemeinschaftsbildung: literaturwissenschaftliche und linguistische Perspektiven

  • Prof. Dr. Christoph Strosetzki, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

    Prof. Dr. Angela Schrott, Universität Kassel

    Gelungene Gespräche als Praxis der Gemeinschaftsbildung: literaturwissenschaftliche und linguistische Perspektiven

    Tagung in der Evangelischen Tagungsstätte Hofgeismar, 2. bis 5. Oktober 2017

    (gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung)

    Der Dialog kann als die grundlegende Erscheinungsweise sprachlicher Kommunikation gelten, die den sprachlichen Alltag dominiert. Eine grundlegende Frage der Dialogforschung ist das Gelingen von Konversation: Was versteht man in unterschiedlichen Kulturgemeinschaften, zu unterschiedlichen Zeiten unter gelingender Kommunikation? Welche Faktoren tragen zum Gelingen eines „guten“ Gesprächs bei und welche Parameter erschweren die Kommunikation und bewirken, dass sich das Glück der Konversation nicht einstellt? Dabei sehen wir das „gelungene Gespräch“ als ein Mittel der Gemeinschafts­bildung: Gelungene Gespräche schaffen und bestätigen Gemeinschaft, während als misslungen bewertete Gespräche eine Dialoggemeinschaft gefährden und möglicherweise zum Ausschluss von Akteuren führen. Wir behandeln diese Fragestellungen in einer dezidiert methodologischen Verschränkung von Literatur- und Sprachwissenschaft und in einer historischen Perspektive. Die diachrone Vertiefung ist notwendig, weil das Konzept der gelungenen Konversation ein kulturelles und damit historisches Konzept ist, das sich erst in der diachronen Sicht erschließt.

Sektion auf dem XXXV Romanistentag in Zürich 08.10.-12.10.2017 Begegnungen mit Texten: Textkomplexität und Textkompetenz aus fachdidaktischer und linguistischer Sicht

Im Rahmen des Projekts "Textkomplexität und Textkompetenz":

Begegnungen mit Texten: Textkomplexität und Textkompetenz aus fachdidaktischer und linguistischer Sicht

Angela Schrott (Kassel), Bernd Tesch (Kassel), Marta Ulloa (Kassel), Katharina Dziuk  (Kassel)
Kontakt: angela.schrott@uni-kassel.de, tesch@uni-kassel.de

Die Fähigkeit, Texte zu verstehen bzw. kommunikativ erfolgreiche Texte zu schreiben, ist eine kulturelle Kernkompetenz in der von interkulturellen Begegnungen geprägten Wissensgesellschaft, die entscheidend im Fremdsprachenunterricht entwickelt und ausgebaut wird. Als historisches und soziales Kontextwissen, als Wissen über lexikalische oder grammatikalische Codierungen in anderen Sprachen oder als Wissen über kulturgeprägte Textmuster ermöglicht die Textkompetenz das Verstehen anderssprachiger und anderskultureller Texte auf basaler Ebene. Im Zeichen des permanenten medialen Textkontakts erscheint es daher erforderlich, die individuellen, sozialen, medialen und institutionellen Erwerbsstrukturen für dieses Wissen transparent zu machen, das Potential der romanischen Sprachen im Netzwerk dieser Strukturen hervorzuheben und didaktische Wege für die nachhaltige Anschlussfähigkeit der romanischen Sprachen in der Konkurrenzsituation mit anderen Sprachenangeboten aufzuzeigen.

Fachdidaktische Untersuchungen zur Textkompetenz rekurrieren in den letzten Jahren verstärkt auf linguistische und kulturwissenschaftliche Modelle, die textlinguistische und textsortenspezifische Dimensionen berücksichtigen. Aus Sicht der Textlinguistik wird der Frage nachgegangen, inwiefern Schwierigkeiten des Textverstehens durch sprachliche Strukturen (Syntax, Lexikon) und kulturelle Muster (Textsorten/Textgattungen, Diskurstraditionen) bedingt sind. Unter Textkomplexität verstehen wir damit das Zusammenwirken aller im Text präsenten Faktoren, die die Verständlichkeit von Texten beeinflussen (z.B. Lexik, Grammatik, paratextuelle Faktoren). Die Komplexität eines Textes besteht allerdings nicht in einer Addition dieser Faktoren, sondern ist ein emergentes System: Der Text ist immer mehr als die Summe seiner Komponenten. Dennoch ist Textkomplexität linguistisch erfassbar, da sie sich in der Materialität der Texte manifestiert und in Komplexitätsprofilen beschrieben werden kann, die sich etwa auf die Semantik oder auf syntaktische Muster konzentrieren.

Das Wissen um die Komplexität von Texten erlaubt nun Rückschlüsse auf die Kompetenz, die man zu ihrem Verstehen benötigt. Erkennt ein Leser typische Muster der Textkomplexität, dann hat er damit zwar den Text noch nicht verstanden, verfügt aber über das Instrumentarium, auch einen schwierigen Text zu dechiffrieren. Aus diesem Grunde ist es sinnvoll, aus fachdidaktischer und textlinguistischer Sicht darüber nachzudenken, wie Textkompetenz durch Textwissen gefördert werden kann. Unter Textkompetenz verstehen wir

die Fähigkeit,

  • Texte unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades verstehend zu erschließen,

  • die in ihnen vermittelten Wissensbestände zu erfassen und in eigene Wissenshorizonte zu integrieren

  • rezipierte Texte als Repräsentanten unterschiedlicher Diskurstraditionen und Textsorten zu erkennen und zu beschreiben

  • eigene Texte zu produzieren

  • die eigenen Deutungsprozesse sowie verstehens- und produktionsrelevantes Wissen zu reflektieren.

Die in der Sektion unternommene Engführung von Textkomplexität und Textkompetenz geht vom Axiom aus, dass die Verständlichkeit von Texten mit ihrer Komplexität verknüpft ist: Je komplexer ein Text ist, desto mehr Textkompetenz erfordert sein angemessenes Verstehen sowie seine Produktion. Gegenstand von Sektionsbeiträgen sind

  • die textlinguistische und didaktische Erforschung der Komplexität und Verständlichkeit relevanter Textsorten für den Unterricht romanischer Sprachen,

  • die empirische Erforschung von Bedingungen der Rezeption und Produktion entsprechender Texte sowie von Deutungs- und Produktionsprozessen im Unterricht romanischer Sprachen,

  • die Erforschung des Professionswissens von Lehramtsstudierenden und Lehrkräften der romanischen Sprachen im Hinblick auf die Vermittlung von Textwissen in Rezeption und Produktion

  • die Analyse von Texten romanischer Sprachen als Textprodukte, die in anderen sprachlichen und kulturellen Traditionen stehen

  • die Dynamik der Begegnung mit Texten, die aus romanischen Sprach- und Kulturräumen kommen

  • das Potential romanischer Texte für den Erwerb einer interdisziplinären Textkompetenz im Sinne des Kongressmottos von „Dynamik, Begegnung, Migration”.

Die Sektion ist offen für Beiträge aus der Fachdidaktik, der Text- und Diskurslinguistik und der Kulturwissenschaft, die im Sinne des dargelegten Verständnisses von Textkompetenz interdisziplinäre Anschlussmöglichkeiten entfalten. Eine Veröffentlichung der Sektionsergebnisse wird angestrebt.

Encuentro con textos: Complejidad textual y competencia textual desde una perspectiva didáctico-lingüística

Angela Schrott (Kassel), Bernd Tesch (Kassel), Marta Ulloa (Kassel), Katharina Dziuk  (Kassel)
Contacto: angela.schrott@uni-kassel.de, tesch@uni-kassel.de


La habilidad para comprender y producir textos adecuados es una competencia cultural clave en la sociedad del conocimiento caracterizada por la diversidad cultural. Esta competencia se desarrolla y consolida fundamentalmente en la clase de lengua extranjera. La competencia textual posibilita la comprensión basal de textos producidos en otras lenguas y culturas a partir de los conocimientos sobre el contexto socio histórico, el código léxico o gramatical o los modelos textuales determinados culturalmente. Debido al constante contacto mediático, es necesario facilitar la adquisición de esas estructuras individuales, sociales, mediales e institucionales, así como promover la interconexión entre las lenguas románicas a través de esas estructuras y mostrar didácticamente sus posibilidades de conectividad para competir con la oferta en otros idiomas.

En los últimos años, la investigación didáctica sobre la competencia textual está recurriendo a modelos procedentes de la lingüística y humanidades que toman en cuenta las dimensiones textuales tanto lingüísticas como las referidas a géneros textuales. Desde la lingüística textual se plantea la cuestión de cómo afectan las estructuras lingüísticas (p. ej. sintaxis y léxico) y los patrones culturales (p.ej. géneros y tipos textuales, tradiciones discursivas) a la comprensión del texto. Bajo complejidad textual entendemos la interacción de todos los factores presentes en un texto que puedan influenciar su comprensibilidad (p. ej. léxico, gramática y factores paratextuales). La complejidad de un texto no se reduce a la suma de esos factores sino que conforma un sistema emergente. Es decir, el texto es siempre más que la suma de sus componentes. Sin embargo, la complejidad textual puede ser descrita en términos lingüísticos puesto se manifiesta en la materialización del texto y puede ser clasificada en distintos perfiles de complejidad basados en patrones semánticos o sintácticos.

El conocimiento sobre la complejidad textual permite anticipar la competencia necesaria para su comprensión. Si el lector es capaz de reconocer los patrones típicos de la complejidad textual, aunque no comprenda totalmente un texto, tendrá herramientas para captar su sentido incluso en textos difíciles. Por eso es importante reflexionar sobre cómo se puede promover la competencia textual a partir de la investigación sobre los textos desde una perspectiva didáctica y lingüística. Definimos competencia textual como la capacidad de:

  • Extraer el significado de textos con distintos grados de dificultad

  • Captar los contenidos transmitidos e integrarlos con el conocimiento previo

  • Reconocer y describir los textos como representantes de las distintas tradiciones discursivas y géneros.

  • Producir textos propios.

  • Reflexionar sobre los propios procesos de interpretación así como sobre lo que es relevante en la comprensión y producción.

La sección se concibe como una introducción a la complejidad y a la competencia textual. Parte del axioma de que la comprensibilidad de un texto se relaciona con su complejidad. Es decir, cuanto más complejo sea un texto más competencia textual es necesaria para su comprensión y producción. Los temas de la sección son los siguientes:

  • El estudio de aspectos sobre lingüística textual, didáctica de la complejidad y comprensibilidad de los géneros relevantes en la enseñanza de lenguas románicas.

  • El estudio empírico de las condiciones para la recepción y producción de textos adecuados en la enseñanza de lenguas románicas así como los procesos de interpretación y producción.

  • El estudio del saber profesional del (futuro) profesorado de lenguas románicas sobre la transmisión del conocimiento textual tanto en la recepción como en la producción de textos.

  • El análisis de textos de lenguas románicas presentes en diferentes tradiciones lingüísticas y culturales.

  • La dinámica en el encuentro con textos que provienen de lenguas y culturas románicas

  • El potencial de los textos románicos en la adquisición interdisciplinar de la competencia textual en el sentido del lema del congreso “Dinamismo, encuentros y migración”

La sección está abierta a comunicaciones de disciplinas como didáctica, lingüística textual, lingüística del discurso y humanidades que promuevan el desarrollo interdisciplinar de la competencia textual. Está prevista la publicación de las Actas de esta sección.