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12.11.2019 20:02

Transfer sportpsychologischer Themen in den Alltag

Bericht zu einer Veranstaltung im Rahmen des Service Learnings

Das Kompaktseminar „Transfer sportpsychologischer Themen in den Alltag“ wurde im vergangenen Sommersemester 2019 in Zusammenarbeit mit UniKasselTransfer -die Koordinationsstelle für Service Learning und gesellschaftliches Engagement- durchgeführt. Service Learning-Seminare eröffnen den Studierenden die Möglichkeit theoretisches Wissen in realen gemeinwohlorientierten Aufgaben anzuwenden und zu vertiefen. Das Ziel war daher, Lehren und Lernen sinnvoll mit praktischem Engagement für das Gemeinwohl zu verknüpfen, weshalb verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen sportpsychologisches Wissen vermittelt werden sollte. Die Studierenden entwickelten anhand ausgewählter psychologischer und sportsoziologischer Themenstellungen individuell konzipierte Praxis- und Theorieeinheiten für vier verschiedene Zielgruppen, bestehend aus externen Teilnehmern*innen, mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten.

Kenntnisse wie beispielsweise Erklärungsansätze, Forschungsmethoden und Praxisbezüge wurden zu ausgewählten Themenstellungen zumeist eigenständig erarbeitet (mit Zuhilfenahme entsprechend zur Verfügung gestellter Literatur durch die Dozentin). Mit Hilfe von erarbeiteten Forschungsmethoden und deren Übertragungen in die Anwendungsfelder Gruppenprozesse steuern; Affekte, Emotionen und Trainingssteuerung; Emotionsregulation und Motivationstraining und Motivation zum lebenslangen Sporttreiben haben die Studierenden ein weitreichendes Repertoire der Sportpsychologie ergründen und kennenlernen dürfen.

Außerdem waren externe Probanden*innen verschiedener Teilnehmergruppen in das Seminar als Lernende involviert. Neben einer Handballjugend (weibl. C-Jugend) und einem Sport-Leistungskurs waren zudem Probanden*innen einer Fortbildung zu den einzelnen Einheiten anwesend. Die Theorie- bzw. Praxisschwerpunkte wurden in Bezug zu den Interessen und Bedürfnisse der Teilnehmenden eruiert. Mittels kreativer und vielseitiger Lehrvermittlungsmethoden wurden die Inhalte erläutert und veranschaulicht.

Aufgrund der Vielfalt an divergenten Begegnungen mit den verschiedenen Zielgruppen haben die Studierenden neben der sportpsychologischen Expertise ebenso neue didaktische Vermittlungsmethoden erprobt. Zusätzlich konnten die Studierenden aufgrund der weitgefächerten Altersgruppen das Anwenden von diversen Verhaltensstrukturen anwenden. Die externen Teilnehmenden hatten folglich die Möglichkeit mit motivierten und bildungseifrigen Gruppenleitern*innen neues Wissen zu erforschen. Da jeder Seminartag mit einer Reflexion des Erlebten beendet wurde, konnten die Studierenden unmittelbar positive und negative Einschätzungen in einem konstruktiven Umfeld äußern und verinnerlichen. Dank einer abschließenden anonymen Reflexion der Teilnehmenden haben die einzelnen Gruppenleiter*innen eine weitere Gelegenheit geboten bekommen ihr Auftreten nachträglich zu reflektieren. Gleichzeitig war es von großer Bedeutung die Bedürfnisse, Wünsche und Einschätzungen der Probanden*innen einzuholen, um ihnen ebenso die Gelegenheit zu bieten das Erlebte zu verarbeiten. Letztlich stand der Transfer für alle drei beteiligten Gruppen „Teilnehmende (Gesellschaft), Studierende und Universität“ im Fokus des Seminars und konnte aus Perspektive der Seminarleitung überaus zufriedenstellend erfüllt werden.

Durch dieses kooperative Seminar konnte die Universität Kassel einen Wissensaustausch zwischen Externen und Studierenden ermöglichen und zugleich repräsentieren welche Forschungsschwerpunkte und -fortschritte im Institut für Sport und Sportwissenschaft forciert und verzeichnet werden.