Anna Hollenbach, StEx

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Universität Kassel
Fachbereich 05 Gesellschaftswissenschaften
Nora-Platiel-Str. 1, Raum 3305
34109 Kassel

+49 561 804-7176
+49 561 804-3464
a.hollenbach@uni-kassel.de

Sprechstundentermine

Bitte melden Sie sich für einen Sprechstundentermin über den dafür vorgesehenen Moodle-Kurs an.

Lehre im SoSe 2019

Dienstags, 16-18 Uhr
Mittelalterliche Geschichte digital: Lehren und Lernen mit E-Learning
Geöffnet für: MA Mo B3; MA Mo 3 (alt); L3 Mo 8

Mittwochs, 10-12 Uhr
Maximilian I. und seine Zeit – Reformen, Kunst und Wissenschaft
(mit Tutorium)
Geöffnet für: BA HF Mo 2; BA NF Mo 1; L3 M0 2; L2 Mo 2 (2014+2010); L1 Mo 2

Link zu den aktuellen Lehrveranstaltungen im HISPOS.

Zur Person

  • 2010 – 2015 Lehramtsstudium (L3) mit den Fächern Geschichte und Deutsch an der Universität Kassel; Abschluss mit der Examensarbeit „mein liebe mueter“ – Rollenvorstellungen in spätmittelalterlichen Autobiographien
  • 2012 – 2015 Tätigkeit als studentische Hilfskraft
  • 2013 – 2016 Tutorin am Fachgebiet Mittelalterliche Geschichte
  • 2014 – 2016 Tutorin am Fachgebiet Literaturdidaktik
  • seit 2016 Doktorandin am Fachgebiet Mittelalterliche Geschichte, Universität Kassel
  • 2016 – 2018 Wissenschaftliche Hilfskraft und Lehrbeauftragte für Mittelalterliche Geschichte, Universität Kassel
  • 2016 – 2018 Promotionsstipendiatin der Universität Kassel
  • seit Oktober 2018 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Mittelalterliche Geschichte, Universität Kassel

Dissertationsprojekt

Mutterschaft im Spätmittelalter. Normative Konzepte und narrative Konstruktion
(Arbeitstitel)

Das Dissertationsprojekt untersucht die Entstehung normativer Konzepte von Mutterschaft sowie deren Auswirkungen auf die Narrative der Mutter-Kind-Beziehungen im Spätmittelalter. Mutterschaft wird dabei als soziale Rolle und als historische Konstruktion begriffen, in deren Kontext sich Vorstellungen von einer ‚guten Mutter‘ in Abhängigkeit von Zeit und Raum immer wieder neu definieren. Ziel ist es, das in den 1980er Jahren entstandene und bis heute immer wieder reproduzierte Paradigma, das Mittelalter habe keine Mutterliebe gekannt, kritisch zu hinterfragen. Die Studie konzentriert sich auf die städtischen Gesellschaften des Spätmittelalters, um die Auswirkungen der Pest, die Entwicklungen neuer Lebens- und Wirtschaftsformen in den Städten und die Entstehung neuer Argumentationsstrategien im Humanismus einzubeziehen. Anhand verschiedener Quellengattungen wird Mutterschaft daher unter Berücksichtigung von gesellschaftlichen, kulturellen und sozialen Bedingungen thematisiert. Erstens ist mittels erziehungstheoretischer und medizinischer Traktate, die einen normativen Charakter tragen und dadurch vorgegebene Handlungsmuster und Rollenerwartungen vermitteln, danach zu fragen, wie bestimmte Konzepte und Narrative von Mutterschaft entstanden sind, wie diese geprägt und tradiert wurden. Zweitens wird mit Selbstzeugnissen eine Quellengattung analysiert, in der explizit eine Auseinandersetzung mit und Reflexion über Mutterschaft stattfindet. In diesem Rahmen lässt sich eruieren, wie und wann sich ein Wandel in familiären Beziehungen vollzogen hat und inwieweit dieser durch neue pädagogische Vorstellungen beeinflusst wurde.

Vorträge

  • Mutterschaft im Spätmittelalter. Normative Konzepte und narrative Konstruktion; Kolloquium zur Mittelalterlichen Geschichte, Universität Erfurt, 30.01.2018.
  • „mein liebe mueter“– Das geheimnisvolle Idealbild einer guten Mutter in spätmittelalterlichen Autobiographien; 17. Symposium des Mediävistenverbandes: „Geheimnis und Verborgenes im Mittelalter“, Bonn, 19.-22.03.2017.
  • „mein liebe mueter“ – Rollenvorstellungen in spätmittelalterlichen Autobiographien; Vortragsreihe „800 Jahre Frauenbilder in Bad Emstal“, Bad Emstal, 25.10.2016.
  • Mutterschaft in spätmittelalterlichen Autobiographien; Neues aus dem Mittelalter – Kolloquium zur Mittelalterlichen Geschichte, Universität Kassel, 28.01.2015.