Prof. Dr. Gerd Steffens

Universität Kassel
Fachbereich 05 Gesellschaftswissenschaften
Nora-Platiel-Str. 5
34109 Kassel
Arbeitsschwerpunkte
- Gesellschaftswissenschaftliche Voraussetzungen politischer Bildung
- Politische Ökonomie und politische Bildung
- Historische Horizonte und politische Mentalitäten
- Neue Medien
- Methodenfragen und Methodenkritik
Nach dem Studium in den sechziger Jahren - Germanistik, Politik, Geschichte, Philosophie und Pädagogik in Hamburg und Heidelberg - Mitarbeit in einem Projekt zur Wissenschaftsgeschichte und an zeitgemäßen praktischen Projekten politischer Veränderung.
Seit dem Referendariat für das gymnasiale Lehramt Anfang der siebziger Jahre praktisch und theoretisch in Schulreformen verwickelt, sowohl in die Erneuerung der Lehrpläne im Bereich der politischen Bildung (Rahmenrichtlinien, später Rahmenpläne Gesellschaftslehre) wie in den Aufbau einer integrierten Gesamtschule.
Von 1978 bis 1984 zuständig für schulpraktische Studien an der TH Darmstadt,
1984 Promotion mit einer Arbeit über politisch-gesellschaftliche Auseinandersetzungen um Lehrpläne und Bildungsziele.
Seitdem Lehraufträge an der TH Darmstadt und Publikationen zu theoretischen wie unterrichtspraktischen Fragen historisch-politischer Bildung, meist als Reflexion eigener Unterrichtstätigkeit oder als Folge von Mitarbeit in Lehrerfortbildung und Lehrplanentwicklung.
In der Hauptsache zwischen 1984 und 1998 Lehrer an einer kooperativen Gesamtschule in den Klassen 5-13 mit langfristigen und intensiven Klassen- und Fachlehrtätigkeiten sowie als SV-Lehrer.
Seit 1992 auch abgeordnet an das Hessische Institut für Bildungsplanung und Schulentwicklung zur Erarbeitung der 1995 eingeführten neuen Rahmenpläne Gesellschaftslehre, Sozialkunde, Geschichte, Erdkunde sowie entsprechender Unterrichtsmaterialien.
Seit Sommersemester 1998 am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel als Professor für Didaktik der Sozialkunde.
Seit 2007 im Ruhestand.
2005: Weltwissen, Teilhabe, Lebenshilfe – woran orientiert sich politische Bildung? In: E. Jung (Hrsg.): Weltwissen, Teilhabe, Lebenshilfe als Leitbilder politischer Bildung. Wiesbaden: SV-Verlag
2004: Globalisierung und Bildung. Jahrbuch für Pädagogik 2004. Redaktion Gerd Steffens und Edgar Weiß, Frankfurt a.M.: Peter Lang.
2004: zusammen mit Klaus Moegling: Im Mainstream der Politikdidaktik – beschauliche Innenansichten, in: Polis. Report der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung. 3/2004, S. 19-21
2004: Perspektiven der Weltwahrnehmung und globales Lernen, in: M. Gessner/S. Rinneberg (Hrsg.): Eine Welt – Spuren in Hessen. Wiesbaden, S. 73-78
2003: Familiengedächtnis, Didaktik und Geschichtspolitik. Zu zwei neuen Studien über den Umgang mit dem Holocaust in Deutschland und den USA. In: Jahrbuch für Pädagogik 2003 (Im Erscheinen)
2003: Wie sie die Welt sehen sollen. Politikverständnis und Perspektiven der Weltwahrnehmung in hessischen Lehrplänen 1949 – 2002. In: Konflikt, Entwicklung, Frieden. Emanzipatorische Perspektiven in einer zerrissenen Welt. Eine Festschrift für Werner Ruf. Kassel, S. 149 – 168.
2003: Der Weltbürger als Untertan. Zur Innenseite des imperealen Unilateralismus, in: Blätter für deutsche und internationale Politik 11/2003, S. 1333-1341.
2003: Rechtsextremismus: Zwischen Skandalisierung und Normalisierung, in: Keim, Wolfgang/Kirchhöfer, Dieter/Uhlig, Christa (Hg.): Kritik der Transformation - Erziehungswissenschaft im vereinigten Deutschland, Jahrbuch für Pädagogik 2002. Frankfurt a.M. u.a.: Peter Lang.
2003: Hg. zusammen mit Detlef Sack: Gewalt statt Anerkennung? Aspekte des 11.9.2001 und seiner Folgen. Frankfurt a.M. u.a.: Peter Lang.
2003: zusammen mit Detlef Sack: Gewalt und Anerkennung nach dem 11.9.2001. Zur Einführung, in: ders./Sack, Detlef: Gewalt statt Anerkennung? Aspekte des 11.9.2001 und seiner Folgen. Frankfurt a.M. u.a.: Peter Lang.
2003: "Weltereignisse", Selbstverständigungsdiskurse und politische Bildung. Hat der 11. September Auswirkungen auf Konzepte von Demokratie und politischer Bildung? In: ders./Sack, Detlef: Gewalt statt Anerkennung? Aspekte des 11.9.2001 und seiner Folgen. Frankfurt a.M. u.a.: Peter Lang.
2002: Eine zeitgemäße politische Bildung? Eine kritische Bestandsaufnahme der neuen Politiklehrpläne für hessische Schulen. Frankfurt am Main: GEW.
2001: Internet und politische Bildung, in : Jahrbuch für Pädagogik 2001(erscheint voraussichtlich Mai 2002).
2001: Im Generationen-Container. Die 68er und ihre Nachfolger, in: Blätter für deutsche und internationale Politik 6/2001. S. 737 -746.
2001: Mitherausgeber von: Lebenswelten und Weltbilder. Quellenlesebuch zur Kulturgeschichte. 5 Bde. Stuttgart/Leipzig (im Erscheinen).
2001: Politisieren Krisen? Versuch einer Momentaufnahme von Wirkungen der Parteispendenaffäre unter Jugendlichen, in: Gegenwartskunde 1/2001, S. 103-116.
2000: Wiederkehr der Fetische. Begriffs- und Ideenmoden im Bildungsdiskurs. Blätter für deutsche und internationale Politik 9/2000, S. 1125-1133.
1999: Martin Walser oder die Unberührbarkeit des Glückes. Blätter für deutsche und internationale Politik. 4/1999, s. 486-494.
1997: Beschäftigungsprogramme für individualisierte Lernplätze oder Öffentlichkeit des Lernens? Zur Tragweite einer unterschwelligen Kontroverse über die Zukunft der Schule. In: Jahrbuch für Pädagogik 1997. S. 251 ff.
1996: Öffentlichkeitsverlust. Beobachtungen und Überlegungen zu einem aktuellen Problem der politischen Bildung. In: Gegenwartskunde 1996. S. 531-540.
1995: Die Gegenwart von Auschwitz. Zum pädagogischen Umgang mit der Realität des Unglaublichen. In: Jahrbuch für Pädagogik 1995. Frankfurt 1995. S. 73 ff.
1994: Krise der Jugend? Krise der Gesellschaft? Krise der Erziehung? In: Neue Sammlung. 1994. S. 487-498.
1994: Mitautor von: Das IGL-Buch. Integrierte Gesellschaftslehre an Gesamtschulen. Stuttgart/Leipzig. 1994 ff.
1991: Die praktische Widerlegung des Rassismus. Verbotene Liebe und ihre Verfolgung, in: F. Dorn/K. Heuer (Hrsg.), „Ich war immer gut zu meiner Russin“. Struktur und Praxis des NS-Zwangsarbeitssystems. Studien und Materialien zum Rechtsextremismus. Hrsg. v. Eike Hennig. Bd. 1. Pfaffenweiler 1991, S.185 ff.
1990: Wer nur versteht, versteht zu wenig. Eine Auseinandersetzung mit der Forderung nach „Histo-risierung des Nationalsozialismus“, in: Politische Pädagogik. Beiträge zur Humanisierung der Gesellschaft. Weinheim, S. 153 ff.
1984: Der neue Irrationalismus in der Bildungspolitik. Zur pädagogischen Gegenreform am Beispiel der hessischen Rahmenrichtlinien. Frankfurt/New York.


