Geschlechterpolitik

Geschlechterpolitik fragt danach, auf welche Weisen politische, soziale, kulturelle, rechtliche und ökonomische Verhältnisse vergeschlechtlicht, sexualisiert, rassifiziert und ethnisiert werden. Umgekehrt werden auch jene Prozesse und Regierungsweisen in den Blick genommen, welche Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in ihrer komplexen Verknüpfung mit Rassismus, ökonomischen Ungleichheiten und heteronormativen Vorstellungen von Gesundheit, Körperlichkeit und Sexualität herstellen und reproduzieren.

Vor diesem Hintergrund ist die Geschlechterpolitik in Kassel transnational und translokal ausgerichtet. Sie betrifft nicht nur alle Bereiche der Politikwissenschaft, sondern überschreitet die Grenzen des Faches hin zu benachbarten Disziplinen wie der Soziologie, den Kulturwissenschaften, der Rechtswissenschaft, der Philosophie, den Postkolonialen Studien und der Queer Theorie. Der Bereich Geschlechterpolitik ist einer kritischen Wissensproduktion verpflichtet, der es um die emanzipatorische Veränderung gesellschaftlicher Verhältnisse geht.

 

Inhaltliche Schwerpunkte des Fachgebiets sind:

  • Vergeschlechtlichte Regierungsweisen und heteronormative Strukturierungen des Politischen

  • Die Kolonialität und Intersektionalität von Geschlecht/erpolitiken

  • Transnationale soziale Bewegungen und Körperpolitiken

  • Queere, feministische und postkoloniale politische Theorien

 

Fachgebietsleitung:  Dr. Christine M. Klapeer