Gastwissenschaftler*innen

Prof. Guilherme Leite Gonçalves

Die Universität Kassel begrüßt einen Stipendiaten der Alexander-von-Humboldt-Stiftung aus Brasilien. Prof. Guilherme Leite Gonçalves ist Professor der Rechtssoziologie und wird in Kassel die Rolle des Rechts in „Prozessen kapitalistischer Landnahme“ untersuchen. Betreut wird er von Prof. Dr. Sonja Buckel, Professorin für Politische Theorie am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Uni Kassel.

Das Forschungsprojekt von Gonçalves verdeutlicht die Beziehung zwischen Recht und Kapitalismusentwicklung. Sein Forschungsinteresse liegt damit an der Schnittfläche zwischen Recht und Soziologie. Er beschäftigt sich mit der Sozialtheorie des Rechts sowie mit Kapitalismustheorien und sozialer Ungleichheit. Die Ergebnisse der Forschung von Prof. Gonçalves sollten unter anderem aufzeigen, wie in der aktuellen ökonomischen-ökologischen Doppelkrise der kapitalistischen Akkumulation Momente der Gewalt durch Landnahme eine Grundstruktur bildeten, die durch das Recht verhüllt würden, so Buckel. Während seines Aufenthaltes vom 1. Dezember 2018 bis 28. Februar 2019 an der Uni Kassel hat sich der Wissenschaftler vorgenommen, ein laufendes Buchprojekt zuende zu bringen.

Guilherme Leite Gonçalves (41) ist seit 2015 Professor der Rechtssoziologie an der Staatsuniversität Rio de Janeiro in Brasilien. Seinen PhD erhielt er an der Università del Salento in Italien. Vor seinem Aufenthalt an der Universität Kassel war Gonçalves bereits als Gastprofessor sowie für Forschungsaufenthalte in Frankfurt, Bremen und Berlin. 2016 und 2017 war er Senior Fellow am Kolleg Postwachstumsgesellschaften an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena.

 

 


Simone Andrea Schwinn

 

Simone Andrea Schwinn studiert Recht und staatliche Politik an der Santa Cruz do Sul Universität - UNISC, Schwerpunkt "Soziale Rechte und staatliche Politik“, Forschungslinie "Diversität und staatliche Politik " mit einem Stipendium vom Bildungsministerium (PROSUC / CAPES).

  • Sie ist Mitglied der Forschungsgruppe Recht, Staatsbürgerschaft und, staatliche Politik und Forschungsprojekt Migrationspolitik mit geschlechtsspezifischer Beschneidung des Status von Ausländern und der Status von Flüchtlingen in Brasilien koordiniert von Prof. Dr. Marli da Costa.
  • Mitglied des Sérgio Vieira de Mello Lehrstuhls für Flüchtlinge an der Staatlichen Universität von Rio Grande do Sul - UFRGS.
  • Mitglied des Arbeitsgruppe zur Unterstützung von Flüchtlingen und Einwanderern – Gtari Unisc und von dem Forschungsgruppe Migration im Süden – MIPESUL.
  • Präsidentin des Stadtrats für die Rechte der Frau - COMDIM von Rio Pardo (2012 / 2014-2017 / 2019).

Simone Andrea Schwinn wird von August 2018 bis Januar 2019 an der Uni Kassel unterstützt durch Prof. Dr. Sonja Buckel forschen.


Ihre Forschungsschwerpunkte: Internationale Migration, Gender Ungleichheit, Menschenrechte und staatliche Politik.

 

Ausgewählte Publikationen:

  • Schwinn, S. A.; Weber, N. G. (2018). O tráfico internacional de seres humanos e a posição brasileira: o Protocolo de Palermo e a política nacional de enfrentamento ao tráfico de pessoas. In: Costa, M. M. M da; Jahnke, L. T. (Hrg.). Gênero identidade e reconhecimento. 1 Auflage. São Paulo: Letras Jurídicas, S. 91-111.

  • Schwinn, S. A.; Costa, M. M. da (2017). Direitos Humanos, luta por reconhecimento de igualdade de gênero de mulheres refugiadas. In: Dutra; C. F; Pereira, G.L. (Hrg.). Direitos Humanos e Xenofobia: violência internacional no contexto dos imigrantes e refugiados. 1 Auflage. Curitiba: Prismas, S. 333-357.

  • Schwinn, S. A.; Costa, M. M. da (2016). Mulheres Refugiadas e Vulnerabilidade: a dimensão da violência de gênero em situações de refúgio e as estratégias do ACNUR no combate a essa violência. Revista Signos (37), S. 216-234.

  • Costa, M. M. da; Schwinn, S. A. (2016). O reconhecimento da condição de refugiado em razão da orientação sexual ou identidade de gênero. Revista Barbarói (1), S. 44-58.