Ringvorlesung - Marx200 „…alle Verhältnisse umzuwerfen…

 

Anlässlich des 200. Geburtstags von Karl Marx im Mai 2018 befasst sich die Ringvorlesung mit dessen Leben und Wirken. Sie widmet sich der Frage, inwiefern das Marx‘sche Werk einen Beitrag zur Analyse des Gegenwartskapitalismus leisten kann, und ob sich auf seiner Grundlage politische Alternativen zum Status Quo entwickeln lassen. Sie stellt dabei den herrschaftskritischen Gehalt seines Denkens in den Vordergrund, der in dem berühmten Zitat angezeigt ist, das als Motto der Vorlesungsreihe dient: “Die Kritik der Religion endet mit (...) mit dem kategorischen Imperativ, alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.” (MEW 1, 385). In dieser Hinsicht ist die Ringvorlesung inhaltlich mit herrschaftskritischen Sommeruniversität Herr*Krit an der Uni Kassel verbunden, die zu Beginn der Sommersemesterferien 2018 zum zweiten Mal stattfinden wird, und an der voraussichtlich 500 Leute aus dem gesamten deutschsprachigen Raum teilnehmen werden.

Dabei wollen wir in diesem Jubiläumsjahr nicht die „großen, alten Marx-Experten“ einladen. Vielmehr wollen wir zeigen, dass es in der Kassler Politikwissenschaft und deren Umfeld generationenübergreifend Wissenschaftler*innen gibt, die in produktiver und innovativer Weise an Marx anschließen und somit einen Beitrag zur Aktualisierung von dessen Werk leisten. Ziel ist es, sowohl bei Studierenden als auch bei der interessierten Stadtöffentlichkeit Interesse für Marx zu wecken, seine Ausführungen und Aktivitäten kritisch zu diskutieren und sich mit Möglichkeiten der Weiterentwicklung auseinanderzusetzen.