Dr. Viktoria Kalass

Neben meinem Studiums war ich als seit Januar 2005 als studentische Hilfskraft am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung (Köln) beschäftigt. Im Rahmen dieser Tätigkeit habe ich mich erstmals intensiv mit Arbeitsbeziehungen befasst. Für meine damalige Chefin Dr. Britta Rehder habe ich diverse Arbeitskonflikte in deutschen Unternehmen im Zeitraum 2000-2003 anhand der Presseberichterstattung rekonstruiert. Darunter befand sich auch der Tarifkonflikt 2002/03 bei der Deutschen Bahn AG. Im Rahmen meiner Recherchen zu diesem Tarifkonflikt wurde ich auf die kulturellen Unterschiede zwischen den am Konflikt beteiligten Bahngewerkschaften aufmerksam. Als "Bahnerkind" war mir ein grundsätzliches Interesse an bahnspezifischen Zusammenhängen ohnehin "in die Wiege gelegt".

In die Endphase meines Studiums fiel dann der Lokführerstreik der GDL von 2007. Mir war sofort klar: Das ist mein Thema. Prof. Dr. Wolfgang Schroeder konnte ich schnell für die Thematik begeistern. Ich ging von Köln an die Uni Kassel, wo ich zwei Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war. In dieser Funktion konnte ich eine Vielzahl an Interviews mit relevanten Akteuren der Arbeitsbeziehungen des Bahnwesens sowohl auf Arbeitgeber- wie auf Gewerkschaftsseite führen.

Thema der Promotion

"Neue Gewerkschaftskonkurrenz bei der Deutschen Bahn AG. Vom Wandel eines Standes- und Berufsverbands zur Berufs-Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL)"

Die Dissertationsschrift ist 2012 im  Springer Verlag für Sozialwissenschaften erschienen:
Kalass, Viktoria (2012): Neue Gewerkschaftskonkurrenz im Bahnwesen. Konflikt um die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, Wiesbaden: Springer VS.
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Zusammenfassung

Abstract (english)

Veröffentlichungen

Im Erscheinen

  • (Zusammen mit Friedhelm Boll): Streik und Aussperrung, in: Schroeder, Wolfgang/Weßels, Bernhard (Hrsg.): Die Gewerkschaften in Politik und Gesellschaft der Bundesrepublik. Ein Handbuch, Aktualisierte Auflage.

2012

  • Rezension Christian Brütt: Workfare als Mindestsicherung. Von der Sozialhilfe zu Hartz IV. deutsche Sozialpolitik von 1962 bis 2005 (Gesellschaft der Unterschiede, Bd. I), Bielefeld: transcript Verlag, in: Archiv für Sozialforschung, Friedrich-Ebert-Stiftung, unter: www.fes.de/cgi-bin/afs.cgi.
  • Neue Gewerkschaftskonkurrenz im Bahnwesen. Konflikt um die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, Wiesbaden: VS Verlag.

2011

  • (Zusammen mit Samuel Greef): Les relations sociales á la Deutsche Bahn: nouveaux acteurs et évolution des rapports de force sur fond de privatisation et de libération, in: Hazouard, Solène/Lasserre, René/Uterwedde, Henrik (eds.): Relations sociales dans les services d’interêt général. Une comparaison France-Allemagne, Cergy-Pontoise Cedex: Cirac, 85-105.
  • (Zusammen mit Wolfgang Schroeder und Samuel Greef): Berufsgewerkschaften in der Offensive. Vom Wandel des deutschen Gewerkschaftsmodells, Wiesbaden: VS Verlag.
  • Verbandskonkurrenz und Tarifpluralität: Neue Kräfteverhältnisse in den Arbeitsbeziehungen des Bahnwesens?, in: Andresen, Knud/Bitzegeio, Ursula/Mittag, Jürgen (Hrsg.): „Nach dem Strukturbruch“? Kontinuität und Wandel von Arbeitsbeziehungen und Arbeitswelt(en) seit den 1970er-Jahren, Bonn: Dietz, 317-341.

2010

  • Konkurrenz und Pluralität: Anfang vom Ende der Tarifeinheit, In: Greef, Samuel/Kalass, Viktoria/Schroeder, Wolfgang (Hrsg.): Gewerkschaften und die Politik der Erneuerung. Und sie bewegen sich doch, Düsseldorf: Hans-Böckler-Stiftung, 109-116.
  • (Zusammen mit Wolfgang Schroeder und Samuel Greef): Gewerkschaftliche Erneuerungsdebatte, In: Greef, Samuel/Kalass, Viktoria/Schroeder, Wolfgang (Hrsg.): Gewerkschaften und die Politik der Erneuerung. Und sie bewegen sich doch, Düsseldorf: Hans-Böckler-Stiftung, 8-11.
  • (Zusammen mit Wolfgang Schroeder): Sozialdemokratie und Gewerkschaften in Mittel- und Osteuropa. Schwache Verbindungen und versteckte Gemeinsamkeiten, Berlin: Friedrich Ebert Stiftung.
  • Bahn-Tarifverhandlungen. Interessenvielfalt, in: iW Gewerkschaftsspiegel, 3, 3.
  • Die Wende als Chance. Führungskräfte Chemie in Ost und West. 20. Jahrestag der Gründung des VFCI, VAA: Köln.
  • Vor 20 Jahren: Gründung des VFCI. Keine Berührungsängste zwischen Ost und West, in: VAA Magazin, April, 14-16. 2008 - (Zusammen mit Wolfgang Schroeder und Samuel Greef): Kleine Gewerkschaften und Berufsverbände im Wandel, Düsseldorf: Hans-Böckler-Stiftung.
  • (Zusammen mit Wolfgang Schroeder): 68 in den Betrieben. Die Bewegung von 68 und die Forderung nach mehr Mitbestimmung für Arbeitnehmer, Online-Publikation, unter: www1.bpb.de/themen/OC5VFT,0,0,68_in_den_Betrieben.html.

Lebenslauf

Akademischer Werdegang

Februar 2012

Promotion an der Universität Kassel, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, Politikwissenschaft
Thema: Neue Gewerkschaftskonkurrenz bei der Deutschen Bahn AG. Vom Wandel eines Standes- und Berufsverbands zur Berufs-Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL)
Gutachter: Prof. Dr. Wolfgang Schroeder (Uni Kassel)
Zweitgutachter: PD Dr. Martin Höpner (Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, Köln)

Oktober 2010 - Februar 2012

Promotionsstipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung

WS 2001/02 - WS 2007/08

Studium an Universität zu Köln
Hauptfach: Politikwissenschaft Nebenfächer: Mittlere/Neuere Geschichte, Englische Philologie
Abschluss: Magistra Artium
Titel der Magisterarbeit: Die Rolle der CDA innerhalb der CDU. Programmatischer Einfluss der CDA auf die Mitbestimmungsbeschlüsse der CDU
Betreuer: Prof. Dr. André Kaiser

WS 2000/01 - SoSe 2001

Studium der Volkswirtschaftslehre; Universität zu Köln

2000

Abitur am Rupert-Ness-Gymnasium Wangen i. Allg.
Leistungskurse: Englisch, Französisch

Beruflicher Werdegang

Seit April 2012

Referentin für Beschäftigungsbedingungen und Sozialpolitik, Deutsche Bahn AG

März 2008 - September 2010

Wissenschaftliche Mitarbeiterin Lehrstuhl: Das politische System der BRD-Staatlichkeit im Wandel (Prof. Dr. Wolfgang Schroeder); Universität Kassel

Oktober 2008 - September 2010

Mitarbeit im Forschungsprojekt „Wandel der Arbeitnehmerverbandslandschaft und neue Akteurskonstellationen in der kollektiven Interessenvertretungspolitik“
Projektleitung: Prof. Dr. Wolfgang Schroeder
Projektförderung: Hans-Böckler-Stiftung

März - September 2008

Mitarbeit im Forschungsprojekt „Arbeitsbeziehungen in Mittel- und Osteuropa“
Projektleitung: Prof. Dr. Wolfgang Schroeder
Projektförderung: Friedrich-Ebert-Stiftung

2005-2008

Studentische Hilfskraft Dr. Britta Rehder, Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, Köln
Themenschwerpunkte: Arbeitsbeziehungen, Gewerkschaften

2002-2004

Studentische Hilfskraft Lehrstuhl Prof. Dr. Werner Eck, Universität zu Köln, Institut für Altertumskunde

August - Oktober 2004

Praktikum in einem Abgeordnetenbüro des Bundestags (Ute Berg; SPD)