Elektromyographie

Die Elektromyographie dient der Erfassung von Muskelfaser-Aktionspotentialen. Neben der Nadelmyographie, die vorrangig in klinischen Untersuchungen eingesetzt wird, hat sich für bewegungswissenschaftliche Fragestellungen die Oberflächenmyographie bewährt. Dabei werden zumeist über zwei bipolare Aktivelektroden (die in kleinem Abstand über dem Muskelbauch auf die Haut aufgeklebt werden) und eine Referenzelektrode mit Hilfe von Verstärkersystemen Spannungsänderungen (im mV-Bereich) von der über dem Muskel befindlichen Hautfläche abgeleitet. Die genauen anatomischen Orte für die Klebung der Aktivelektroden sind in der Fachliteratur beschrieben.

Für eine möglichst störungsfreie Messung sollte die Hautoberfläche gründlich gereinigt und ein Kontaktgel zwischen Haut und Elektrodenkörper aufgetragen werden. Durch die Elektromyographie lassen sich quantitative Rückschlüsse über die Dauer, den Anstieg, die Höhe und die Charakteristik der Muskelaktivierung treffen.
Unsere Elektromyographie besteht aus einem 8-Kanal elektro-optischen Isolationsverstärker (Elisa 8.2) der über eine A/D-Wandlerkarte der Firma National Instruments (NI Multi I/O PCI 6024 E) mit einem auf bewegungswissenschaftliche Fragestellungen ausgerichteten Auswerteprogramm verbunden ist. Für eine kleine Einführung zur Oberflächenmyographie sei auf die Zusammenfassung von deLuca (2002) verwiesen.