Goniometrie

Durch Goniometer werden bei Bewegungsvollzügen Winkelveränderungen in den Körpergelenken festgestellt. Einfache Goniometer bestehen zumeist aus zwei flexiblen Kunststoff ? oder Leichtmetallschienen, die mit Gummibändern oder Klebestreifen auf benachbarten Körpersegmenten, die durch ein Gelenk verbunden sind (z.B. am Kniegelenk: Oberschenkel versus Unterschenkel), fixiert werden. Die Goniometerschienen sind dabei über Leichtlaufpotentiometer miteinander verbunden, so dass Winkeländerungen im Körpergelenk über das Potentiometer in Form von elektrischen Spannungsänderungen erfasst werden können. Da diese Form der Winkelmessung Fehler dadurch entstehen, dass die Achse des Potentiometers die (oft wandernde) Gelenkachse verfehlt und überdies auch den Bewegungsablauf  stören kann, werden bei moderneren Goniometern andere Messtechniken eingesetzt. Für unsere Untersuchungen verwenden wir derzeit die Goniometer der englischen Firma Biometrics (früher: Penny & Giles) zum Einsatz.

Dabei werden zwischen zwei klein dimensionierten Endblöcken, die auf benachbarten Körpersegmenten fixiert werden, durch einen Kerndraht mit mehreren Dehnmessstreifen Winkeländerungen zwischen den Achsen der Endblöcke erfasst (siehe Foto) angeordnet sind. Wenn sich der Winkel zwischen den beiden Endblöcken ändert, wird die Dehnungsänderung entlang der Länge des Drahtes über eine Messelektronik in Spannungsänderungen umgesetzt und damit der Winkel zwischen den Endblöcken bestimmt.