Bildmarke Bauhaus

Im Rahmen des Basisprojektes Piktogramm des Exzellenz-Clusters ›Bild Wissen Gestaltung‹ der Humboldt Universität Berlin wird von Julia Meer die Entwicklung der ›Bildmarke Bauhaus‹ untersucht. Diese ›Bildmarke Bauhaus‹ wird nicht als historisch abgeschlossenes Phänomen betrachtet, sondern als ein bis heute andauernder, liquider piktografischer Prozess. Die These lautet, dass die Bildmarke sich in einem Wechselspiel von Gestaltproduktion und Rezeption heraus schält und bis heute verändert. Grundlage und Beförderer der unterschiedlichen Aneignungen und Adaptionen ist die dem Bauhaus inhärente programmatische wie ästhetischen Vielfalt. Untersucht werden soll neben den historischen Bildmarken und deren Aktualisierungen im Kontext der Rezeption des historischen Bauhauses auch der ›Markentransfer‹ zu Unternehmen und Projekten, die keinen eigentlichen Bezug zum historischen Bauhaus haben, sowie die transkulturelle Rezeption.

Unter dem Begriff ›Bildmarke Bauhaus‹ subsumiert werden neben den Logos des Bauhauses auch der Schriftzug am Bauhausgebäude, die Kandinsky’sche Kombination von Dreieck, Quadrat und Kreis sowie das in der Dessauer Zeit dominierende ›Zeichensystem‹, das ohne Logo auskommt. Exemplarisch wird außerdem die ›Wagenfeld-Lampe‹ untersucht, die nicht nur eine Objekt-, sondern auch eine Bildikone ist.