Lehre

FB06.073 Streetscape
Pflichtmodul Städtebau Mastervertiefung ST, D-2.0-41

Streetscape

Straßen werden immer als öffentlicher Raum angesehen und sind jener Teil der Stadt, welcher am stärksten unsere Gesellschaft widerspiegelt. Erfindungen, technische Innovationen, geistige Haltungen und politische Systeme manifestieren den Straßenraum, entwickeln und entwerfen ihn

Ändert sich die Struktur der Gesellschaft, ändert sich die Straße, ändert sich die Struktur der Stadt.

Daraus folgend ist die Straße prägendste Element des urbanen Raumes - maßgebend - nicht nur eine lineare Fläche zur Fortbewegung, sondern ein kontinuierlicher Raum, ein Raumkörper in der Baumasse (Colin Rowe and Fred Koetter, Collage City).

Die Straße als integrierender hybrider (Frei)Raum im urbanen Gewebe bis ca.1800 gedacht, verlor ihre räumliche Funktionen mit Beginn der Industrialisierung und der einhergehenden Mobilisierung. Modernistische Stadtentwürfe wie der Plan Voisin von Le Corbusier forcierten die Funktionstrennung, Straßenraum wird hierarchisch nach unterschiedlichen Fortbewegungsgeschwindigkeiten organisiert.

Seither ist das Straßenbild und somit auch der Straßenraum dominiert vom Automobil. Das Auto als Errungenschaft einer fortschrittlichen, mobilen Gesellschaft, und als Zeichen der individuellen Freiheit wird seit den 1960-igern von diversen Protagonisten angezweifelt.  

Die aktuelle pandemische Situation fordert radikale Änderungen unseres öffentlichen Lebens, forciert dadurch vollzieht unsere Gesellschaft einen Paradigmenwechsel, für den wir uns keine Zeit mehr lassen dürfen. Wir drücken die Umschalttaste: SHIFT.

Wie transformieren wir uns, wie unseren Straßenraum, wie unsere Stadt?

Die Stadt Berlin ist Veränderung gewohnt, das 20.Jahrhundert hat mit Krieg, Stadtteilung und wieder Verbindung stark in den Stadtkörper eingegriffen. Berlin kann Veränderung, ein idealer Ort.

 

Aufgabe: Während wir uns im letzten Semester mit der Entwicklung eines öffentlichen Gebäudes zur Aktivierung und Weiterführung des Straßenraumes beschäftigt haben, wenden wir uns in diesem Semester direkt dem Straßenraum zu. Wir schauen zurück (in die Zukunft?), um den Straßenraum zu verstehen, und entwickeln ein architektonisches Narrativ, ein Storyboard, das die Streetscape entwirft. Mit Straße muss das allerdings nichts mehr zu tun haben.

 

1. digitale Treffen, zoom-meeting: Montag, 2. November 2020, 09:00 Uhr

Barbara Ludescher lädt Sie zu einem geplanten Zoom-Meeting ein.
Thema: streetscape - Einführung
Uhrzeit: 2.Nov.2020 09:00 AM Amsterdam, Berlin, Rom, Stockholm, Wien
Zoom-Meeting beitreten
https://uni-kassel.zoom.us/j/94395974473?pwd=SVZlQ0dISTV1M0dtNStYUS9mNFdSdz09
Meeting-ID: 943 9597 4473
Kenncode: agAN9Q

 

Betreuer

V.-Prof. Barbara Ludescher

M.Sc. Marcos Reik-Cruz

FB06.507 Over Tourism - Projekte für Berlin
Profilprojekt MA-Vertiefung ST, PRO-2.0-40

Over Tourism - Projekte für Berlin

In vielen europäischen Städten hat der Tourismus mittlerweile ein Level erreicht an dem es zu offenen Konflikten zwischen den Bewohner*innen und den Tourist*innen kommt. Dieses Phänomen des ”Overtourism” wird von der UNWTO (World Tourism Organization) definiert als ”the impact of tourism on a destination, or parts thereof, that excessively influences perceived quality of life of citizens and/or quality of visitors experiences in a negative way”.


Hintergrund

In einem Seminar im Sommersemester wurde dieses noch relativ junge Phänomen an Hand von Fallstudien für vierzehn europäische Städte vergleichend untersucht. Dies sowohl quantitativ an Hand von Daten, aber auch qualitativ-räumlich – welche Orte in den Städten sind besonders betroffen und wie wirkt sich dies auf den Stadtraum aus? Zum zweiten fragte das Seminar nach den Effekten, die die aktuelle Pandemie auf den globalen Städtetourismus hat. An Hand der Recherchen und Kartierungen zeigt sich eindrücklich, wie stark die Entwicklung der Budget-Airlines in Kombination mit Plattformökonomien wie Expedia, Tripadvisor und vor allem Airbnb die Städte und ihre Stadträume zuungunsten der Stadtbewohner*innen verändern.
 

Aufgabe

Im Wintersemester werden nun konkrete städtebauliche Projekte zur Begegnung und Linderung der räumlichen und sozialen Auswirkungen des Städtetourismus in Berlin geplant. Dies in Kooperation mit der Senatsbauverwaltung Berlin sowie Visit Berlin, Berlins offizieller Tourismus- und Kongressorganisation. Folgende Berliner Teilräume werden dabei vertiefend untersucht und Vorschläge für Städtebau, öffentliche Räume und Architektur entwickelt:


Untersuchungsraum 1

Regierungsviertel – Vom Hauptbahnhof bis zum Pariser Platz


Untersuchungsraum 2

Checkpoint Charlie und Umfeld


Untersuchungsraum 3

Museumsinsel – Fokus Humboldtforum/ Bauakademie


Untersuchungsraum 4

Kunstkiez – Vom Hackeschen Markt bis zur Auguststraße


Untersuchungsraum 5

Alexanderplatz/ Marx-Engelsforum


Untersuchungsraum 6

Warschauer Brücke – Von der Revaler - zur Schlesischen Straße


Untersuchungsraum 7

City West – Bahnhof Zoo/ Breitscheidplatz


Untersuchungsraum 8

Messe – ZOB – ICC

 

1. Teffen: Donnerstag, 5. November - 14.00 Uhr, Zoom-Konferenz

 

Betreuer

 

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Stefan Rettich

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Ariane Röntz

V.-Prof. Barbara Ludescher

FB06.161 we need (outdoor) space, to connect to the world
WP Seminar, D-1.1-31STÄDTEBAUARCHPRAX, D-2.1-31

we need (outdoor) space, to connect to the world

Eine kleine Wohnung ist eine billige Wohnung. Für Jean Nouvel (und ziemlich sicher noch für viele andere) ist aber nur eine große Wohnung auch eine schöne Wohnung!

Viel (Wohn)Raum zu haben gilt - in dichten urbanen Gebieten - als Luxus, zumindest aus monetärer Sicht. Viel Raum zu haben, bedeutet aber eben auch Freiraum, in jeglicher Hinsicht, vielleicht sogar Freiheit.

Auch die Corona Pandemie steigert das Bedürfnis nach mehr Wohnraum, und zugleich nach mehr Außenraum, „sie“ verändert unsere Benutzungsmuster.

Habitat:den Wohnraum als Lebensraum zu denken. Erweiterungen des Wohnraumes in unterschiedlichen Maßstäben (vom Balkon über den Laubengang zum Café) ermöglichen eine Vergrößerung unseres Lebensraumes, und erlauben gleichzeitig eine Verkleinerung des individuellen Rückzuges.

Innenraum - Klimata:Architektur ist die Kontrolle der Körperwärme - schützende Behausung (Hans Hollein, Alles ist Architektur,1967). Dies hat eben nicht zwangsläufig zur Folge, dass alle Räume zum Wohnen gleich eingepackt und beheizt sein müssen.

Outdoor: Das Seminar behandelt Aspekte des Wohnens in nicht- oder teil-temperierte Räumen, als Strategie zur ressourcenschonenden Wohnraumerweiterung. Ziel ist die Erkenntnisse der Analysen zu einem Katalog von „Handlungsanweisungen“ zusammen zu fassen.

1.digitale Treffen, zoom-meeting: Montag, 2. November 2020, 12:30 Uhr

Barbara Ludescher lädt Sie zu einem geplanten Zoom-Meeting ein.
Thema: we need (outdoor) space, to connect to the world - Einführung
Uhrzeit: 2.Nov.2020 12:30 PM Amsterdam, Berlin, Rom, Stockholm, Wien
Zoom-Meeting beitreten
https://uni-kassel.zoom.us/j/97879555582?pwd=UDdyaTVIdEVOQjJMTGFjeEJ0Ym5CZz09
Meeting-ID: 978 7955 5582
Kenncode: Fs4$3f

 

Betreuer

V.-Prof. Barbara Ludescher

Dipl.-Ing. Oliver von Spreckelsen

FB06.033 Vorlesung Städtebau
Pflichtmodul BA, D-1.1-03

Die Vorlesungsreihe Städtebau vermittelt Basiskenntnisse zur Stadt und der Disziplin des Städtebaus. Es werden historische und aktuelle Entwicklungsprozesse und Formen der Stadt in Zusammenhang mit deren Bebauungsmuster und Typologien betrachtet.

Ziel ist die Vermittlung eines breit angelegten städtebaulichen Grundwissens für Studierende der Architektur, welches Lesbarkeit und Evaluierung von städtebaulichem Kontext ermöglicht, und somit auch unterstützend im Entwurfsunterricht wirkt.

Das Modul wird pandemiebedingt in vorlesungsbegleitenden Übungen und einer schriftlichen Arbeit geprüft.

 

Vorlesungsstart wird über moodle bekannt gegeben.

 

Betreuer

V.-Prof. Barbara Ludescher

Dipl.-Ing. Oliver von Spreckelsen

FB06.089 Schwellensammlung
Wahlpflichtmodul MA, B-2.0-40

Seminar Schwellensammlung

Es ist beim Sammeln das Entscheidende, dass der Gegenstand aus allen ursprünglichen Funktionen gelöst wird um in die denkbar innigste Beziehung zu seinesgleichen zu treten.’ WALTER BENJAMIN

Im Seminar soll der architektonische Gedanke einer Schwelle, eines Schwellenraums ‚gesät’ werden. Vermittelt werden, in enger Taktung und entsprechender Anforderung an die Studierenden, Grundlagen architektonischen Gestaltens mittels Vorlesung, Referenz und Modell. Die untersuchten Momente des Übergangs sollen im eigenen Entwurf zur Anwendung gebracht werden.

Das Lehrangebot richtet sich an Masterstudierende der Studienrichtung Architektur.

Erstes Zoom-Meeting 03. November 2020, 10 Uhr

https://uni-kassel.zoom.us/j/94206526524

 

 

Betreuer

M.Sc. Kristina Schoenewolf