FORSCHUNG

Das Fachgebiet engagiert sich in den Forschungsclustern 'Design' und 'Umwelt' des Fachbereichs.

Das Ziel des Forschungsschwerpunktes ‚Design’ ist der Erkenntnisgewinn -zu Fragestellungen der Entwurfsmethoden und des konzeptuellen gestalterischen Handelns, z.B. unter dem Aspekt veränderter computergestützter Entwurfstechniken, -zur Sprache und Ästhetik von Form und Gestalt im Kontext zu Entwurfsmethodik und definierten Entwurfsparametern, -zur konzeptgerechten und technologisch adäquaten baulichen Umsetzung von Form und Gestalt (Produktentwicklung) unter Berücksichtigung innovativer Fertigungs- und Fügungsmethoden (Hightech) sowie deren Einsatzoptimierung in Rückkopplung zu Form und Gestalt. Die methodische Herangehensweise beinhaltet analytische (deduktive) ebenso wie induktive bzw. experimentelle Vorgehensweisen.

Ein Kern der Forschungsarbeit liegt auch in der praktischen Tätigkeit im Berufsfeld, bei der Erntwicklungsarbeit auf einem hohen immer wieder kritisch reflektierten Niveau getätigt wird.

Siehe hierzu auch:

Prof. Dipl.-Ing. Brigitte Häntsch

Homepage AHM Architekten

Converis Forschungsportal der Universität Kassel

Ausgewählte Forschungsprojekte:

(Weiter-)entwicklung von Schalungssystemen zur Herstellung freigeformter Bauteile aus Gusswerkstoffen mit eingelegten Lichtleitfasern zur optisch wahrnehmbaren Transluzenz.

Die vorliegende Arbeit ist am Fachbereich Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung der Universität Kassel als Künstlerische Qualifikation entstanden.

1. Gutachter: Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Brigitte Häntsch
2. Gutachter:Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Wigbert Riehl

Aufbauend auf die Ergebnisse der 2007 abgeschlossenen Forschungs- und Entwicklungsarbeit am FB ASL, Fachgebiet Entwerfen und Baukonst-ruktion, Projektleitung Lukas Kasten, mit dem Titel ‚Spuren in Walbeck‘ 1 werden im Rahmen der künstlerischen Qualifikation in weiteren Schritten folgende Aspekte untersucht

- Herstellung von Schalungssystemen für Lichtleitfaserbeton mit integrierter Wärmedämmung - in gekrümmter Form mit einer Oberfläche ‚fugenlos‘ sowie ‚roh=fertig‘.
- Herstellung von Schalungssystemen für Lichtleitfaserbeton mit ‚Überhang‘ und  ‚Unterschnitt‘ - in gekrümmter Form mit einer Oberfläche ‚fugenlos‘ sowie ‚roh=fertig

 

Für das Forschungsprojekt ‚Spuren in Walbeck‘ wurde bereits 2007 experimentell erprobt und nachgewiesen, dass

1) massive Bauteile mit eingelegten Lichtleitfasern ihre für den Betrachter optisch wahrnehmbare Transluzenz nicht nur in planaren Bauteilen, sondern auch in gekrümmten Formen entwickeln.

2) Lichtleitfaserbeton sich nicht nur als planare bzw. im Fertigungsverfahren nachzubehandelnde Plattenware herstellen lässt, sondern auch „roh=fertig“ mit einer oberflächenfertigen Sichtbetonqualität in gekrümmter Form.

Hierfür wurde ein spezifisches Schalungssystem aus geschichteten Schalungsplatten konzipiert und ein 1:1 Muster für das Projekt ‚Spuren in Walbeck‘ (4) als Referenzprojekt umgesetzt

https://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2017111553814/3/KuenstlerischeQualifikationLukasKasten.pdf

 

'Spuren in Walbeck'

Lichtfaserbeton in gekrümmter Form

In Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet Werkstoffe des Bauwesens und Bauchemie, Prof. Dr.-Ing. habil. M. Schmidt und dem Betonlabor des FB 14 wurde in einem Forschungsvorhaben 2007 die technische Lösung für Lichtfaserbeton in gekrümmter Form erarbeitet. Als Forschungsergebnis wurde eine Betonskulptur für den Gedenkraum im Außenkeller der Kirche St. Michael, 39356 Walbeck erstellt.
Die Kernaufgaben waren folgende Neuentwicklungen:
- ein neuartiges Schalungssystem für die Betonage von Lichtfaserbeton in gekrümmter Form mit dem Ziel ‚roh=fertig’
- eine spezifische Betonrezeptur und Betonierweise, geeignet für die dichte Packung der Lichtfasermatteneinlage in der Schalung.
- eine geeignete Fügetechnik für die Verbindung der im Labor vorgefertigten Ringelemente für eine lichtundurchlässige Fugenfüllung in minimierter Aufbaustärke (von außen unsichtbar).

Projektleitung: Prof. Brigitte Häntsch / Dipl.-Ing. Lukas Kasten

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Neuwerk 11 Entwicklung und Realisierung einer innovativen Fassadenplatte für den Sitz der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt


Entwicklung und Umsetzung einer innovativen Fassadenplatte aus hochfestem Beton auf Grundlage einer Gestaltidee der Künstlerin Judith Runge, Halle. Realisierung in Kooperation mit dem Kassler Entwicklungs- und Forschungsdienstleister G.tecz.

Die als Keramikarbeit gefertigte Mustervorlage der Künstlerin eignete sich aufgrund von Gewicht und Maßhaltigkeit nicht als direkte Vorlage für den Betonabguss der Fassadenplatte.

Aus diesem Grund wurde die Vorlage an der Universität Kassel (Kathrin Wiertelarz, FG Digitale Entwurfstechniken) in ein digitales Modell übertragen und als 3-d Modell mit parametrischen Mitteln hinsichtlich Gewicht (Plattenstärke und Noppenamplitude bzw. Anordnung) optimiert, da die Altbaufassade nur für eine begrenzte Lastaufnahme statisch geeignet war.

Das digitale Modell wurde mittels CNC-Technologie aus Holzwerkstoff gefräst und anschließend als Silikonschalung abgeformt.

Die Bauart der Fassadenplatte und ihrer Befestigung weicht teilweise von der DIN 18516-5 ab. Es wurde daher eine Zustimmung im Einzelfall ZiE gemäß §20 Abs.1 und §21 Abs.1 BauO LSA beantragt und bewilligt.

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Die Arbeit ist als Case Study eingeflossen in die Promotion von
Kathrin Wiertelarz 2015 an der Universität Kassel
Processes of making, Algorithmic methods in architectural practice
6. 2 Case Study - Facade generator, Seite 95-107

Archäologisches Forschungsprojekt Oymaağaç Nerik, Türkei (Oymaağaç Nerik)

Federführung Prof. Dr. Rainer M. Czichon, Prof. Dr. Jörg Klinger, Freie Universität Berlin, Institut für Altorientalische Philologie und Geschichte

Im Rahmen des von der DFG, Deutsche Forschungsgemeinschaft, unterstützten Forschungsprojektes wird eine ca. 2500qm große hethitische Tempelanlage auf der Hügelkuppe in Anatolien Nahe Vezirköprü freigelegt.

Forschungsleistung: Wissenschaftliche Unterstützung der Grabung zusammen mit Prof. Peter Arnke, Beuth-Hochschule Berlin:
Fachberater für Bautechnik (Materialspezifik und Baukonstruktion), Analyse und Interpretation der historischen Bauweise
2011, 2013 und 2014 Teilnahme an der Grabungskampagne vor Ort

Abschlussbericht 2013 (Mauern)
Abschlussbericht 2013 (Tunnel)
Abschlussbericht 2014 (Tunnel)