VolFair

Die Bedeutung freiwilliger Beiträge und von Fairnesspräferenzen für den Erfolg internationaler Klimapolitik: Eine theoretische und empirische Analyse auf Individualebene (VolFair)

Laufzeit: März 2012 bis Oktober 2015

Projektkoordination: Universität Kassel, Fachgebiet Empirische Wirtschaftsforschung

Kooperationspartner: Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) Karlsruhe, Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim, Universität Hamburg, Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich

Förderinstitution: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der ersten Phase des Förderprogramms „Ökonomie des Klimawandels“

Zusammenfassung: Innerhalb der internationalen Staatengemeinschaft besteht Einigkeit, die Folgen des anthropogen induzierten Klimawandels durch eine Reduktion der weltweiten Treibhausgasemissionen einzudämmen. Vergangene Klimaverhandlungen haben gezeigt, dass der Erfolg internationaler Vereinbarungen mindestens von drei wesentlichen Kernelementen abhängt: Von der Akzeptanz der Verhandlungsergebnisse innerhalb der Bevölkerung, von der Kooperation und Koordination vieler heterogener Verhandlungspartner sowie von der Umsetzung der Verhandlungsergebnisse in konkrete nationale Maßnahmen zum Klimaschutz. Bei diesem Umsetzungsprozess müssen politische Akteure auch freiwillige Klimaschutzaktivitäten berücksichtigen.

Das Ziel des Projektes war es, das Verständnis für erfolgreiche Klimaverhandlungen zu vertiefen und zu erweitern. Dazu gehörte die Analyse der Rolle der Akzeptanz von internationalen Klimaabkommen auf Individualebene. Von besonderem Interesse war dabei, inwieweit die wechselseitige Beziehung zwischen Bevölkerung und Teilnehmern an Klimaverhandlungen den Erfolg von internationalen Klimaverhandlungen beeinflusst. Darüber hinaus wurde die Bedeutung von Gerechtigkeits- und Fairnessvorstellungen in der Bevölkerung untersucht. Schließlich wurden insbesondere auch individuelle freiwillige Klimaschutzmaßnahmen analysiert, vor allem im Hinblick auf deren mögliche Auswirkungen auf ein internationales Klimaabkommen.

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Publikationen und Arbeitspapiere:

Schwirplies, Claudia, Elisabeth Dütschke, Joachim Schleich und Andreas Ziegler (2019), The willingness to offset CO2 emissions from traveling: Findings from discrete choice experiments with different framings, Ecological Economics 165

Schleich, Joachim, Claudia Schwirplies und Andreas Ziegler (2018), Do perceptions of international climate policy stimulate or discourage voluntary climate protection activities? A study of German and US households, Climate Policy 18 (5), 568-580

Ziegler, Andreas (2017), Political orientation, environmental values, and climate change beliefs and attitudes: An empirical cross country analysis, Energy Economics 63, 144-153

Lange, Andreas, Claudia Schwirplies und Andreas Ziegler (2017), On the interrelation between the consumption of impure public goods and the provision of direct donations: Theory and empirical evidence, Resource and Energy Economics 47, 72-88 

Schwirplies, Claudia und Andreas Ziegler (2016), Offset carbon emissions or pay a price premium for avoiding them? A cross-country analysis of motives for climate protection, Applied Economics 48 (9), 746-758

Schleich, Joachim, Elisabeth Dütschke, Claudia Schwirplies und Andreas Ziegler (2016), Citizens' perceptions of justice in international climate policy: an empirical analysis, Climate Policy 16 (1), 50-67

Kontakt: Prof. Dr. Andreas Ziegler (andreas.ziegler@uni-kassel.de)