Vorstellung der SPS I BePäd

Organisation und Ablauf

Die Schulpraktischen Studien I sind Teil des Kernstudiums und sind in diesem Sinne nicht anzusehen als fachdidaktische Veranstaltung, sondern haben in erster Linie die Aufgabe, den Studierenden einen ersten Einblick in das System Schule zu gewähren. Außerdem sollen sie den Rollenwechsel von der Schülerin oder vom Schüler hin zur Lehrkraft initiieren.

Um den Studierenden diese Schritte zu ermöglichen, ist die Veranstaltung sehr umfassend angelegt und setzt sich zusammen aus einem Vorbereitungsseminar, einem Blockpraktikum und einem Nachbereitungsseminar. Das Nachbereitungsseminar wird in großen Teilen als Begleitseminar während des Blockpraktikums durchgeführt, um die zeitliche Nähe zum Praktikum zu gewährleisten.

Semester

Vorlesungszeit: Vorlesungsfreie Zeit:  
2 SWS Vorbereitungsseminar
- Vorbereitung des Blockpraktikums
- die Studierenden organisieren eigenständig
einen Praktikumsplatz
2 SWS Nachbereitungsseminar
Das Nachbereitungsseminar wird als Begleitseminar in Blöcken in zeitlicher Nähe zum Blockpraktikum durchgeführt.
 
  5 Wochen Blockpraktikum
- Hospitationen an den Schulen
- Dokumentation der Unterrichtsbeobachtung
- 2 Unterrichtsversuche
 
  Wöchentlich 4-stündige Seminarsitzungen zur Praktikumsbegleitung
Blocktag zur Nachbereitung

Anders als in anderen Fachgebieten sind die Studierenden der Berufspädagogik selbst dafür verantwortlich, sich im Verlauf des Vorbereitungsseminars einen Praktikumsplatz zu organisieren. Dabei können alle Kreisberufsschulen ausgewählt werden, die sich im nord- und osthessischen Raum befinden. Bei Rückfragen hinsichtlich der Schulwahl können diese im Einzelnen während des Vorbereitungsseminars mit dem Praktikumsbetreuer geklärt werden.

Eine Anmeldung über HISPOS ist vor dem Besuch des Praktikums notwendig. Sollten sich in einem Semester zu viele Interessenten für das SPS I Berufspädagogik anmelden, so können wir bei entsprechender Voranmeldung möglicherweise noch Plätze in einem Seminar unserer Kollegen im Bereich Wirtschaftspädagogik zur Verfügung stellen. Da die SPS I Teil des Kernstudiums und nicht fachspezifisch sind, ist dies durchaus möglich.


Inhalte des SPS I

Die Schulpraktischen Studien I sind Teil des Kernstudiums und sind in diesem Sinne nicht anzusehen als fachdidaktische Veranstaltung, sondern haben in erster Linie die Aufgabe, den Studierenden einen ersten Einblick in das System Schule zu gewähren. Außerdem sollen sie den Rollenwechsel von der Schülerin oder vom Schüler hin zur Lehrkraft initiieren. Die Ziele und Inhalte der SPS I können der Modulprüfungsordnung  entnommen werden. Insbesondere werden folgende Inhalte im Verlauf der SPS I bearbeitet:


Inhalte des Vorbereitungsseminars

  • Die Studierenden erstellen ein Selbstkonzept, d.h. sie setzen sich mit der Lehrerrolle auseinander. Dabei können folgende Fragen im Mittelpunkt stehen:
    • Wie sehe ich mich als zukünftige Lehrkraft?
    • Welchen Blick hat die Gesellschaft auf das Berufsbild des Lehrer oder der Lehrerin?
    • Welche Erwartungen sind an das Berufsbild geknüpft und welche Gesellschaftsteile haben dabei welche spezifischen Erwartungen?
    • Kann und muss man den Erwartungen der anderen im Lehrerberuf überhaupt gerecht werden?
    • Warum ist es so wichtig, sich mit der Rolle der Lehrkraft im Verlauf der Lehrerbild so intensiv auseinanderzusetzen?

  • Die Studierenden befassen sich mit dem Thema der Unterrichtsbeobachtung. Folgende Fragen stehen dabei zur Diskussion: 
    • Welches Ziel verfolgt Unterrichtsbeobachtung?
    • Was bedeutet beobachten aus wissenschaftlicher Sicht?
    • Welche Beobachtungskriterien gibt es überhaupt?
    • Welche sind für die Unterrichtsbeobachtung im SPS I sinnvoll und zielführend?
    • Wie können Unterrichtsbeobachtungen dokumentiert werden?

  • Die Studierenden planen Unterricht und setzen sich in diesem Zusammenhang mit verschiedenen Themen auseinander:
    • Lehrpläne lesen und Kompetenzen und Inhalte richtig herausarbeiten. 
    • Kompetenzen formulieren.
    • Inhalte auswählen und den zeitlichen Verlauf organisieren.
    • Methoden auswählen und kritisch reflektieren.
    • Lernsituationen (vor allem für duale Ausbildungsberufe) entwickeln.
    • Möglichkeiten der Individualisierung durchdenken und wo möglich gezielt einsetzen.

  • Es wird versucht, in jedem Durchlauf eine Exkursion zu planen und durchzuführen. Diese kann zu verschiedenen Orten führen und wird mit den Studierenden gemeinsam ausgewählt, soweit dies möglich ist.

 

 

Inhalte des Blockpraktikums

Über eine Dauer von fünf Wochen erhalten die Studierenden an den Praktikumsschulen die Möglichkeit zur Hospitation und zur eigenständigen Durchführung von Unterricht.


Verpflichtende Vorgaben für die Praktikumsgestaltung gibt es dabei nur wenige: Die Studierenden verbringen mindestens vier Unterrichtsstunde pro Tag im Unterricht an der Praktiumsschule und sie führen insgesamt zwei Unterrichtsversuche à 45 Minuten durch.


Darüber hinaus gibt es viel freien Gestaltungsraum, wie das Praktikum genutzt werden kann. Wer es sich zutraut, kann in Zusammenarbeit mit der Schule und den Kollegen vor Ort einige Vertretungsstunden durchführen. Die Studierenden können an Konferenzen, Fortbildungen, Exkursionen oder anderen Veranstaltungen des Schullebens teilnehmen und dies gern auch nach Rücksprache mit den Mentoren der Schule und dem Praktikumsbetreuern der Universität Kassel mitgestalten.


Die Studierenden sollen einen möglichst tiefen Einblick in den Alltag der Lehrkräfte bekommen. Dies gelingt in der Regel nicht, wenn die Studierenden sich nicht über die Hopsitationen hinaus auch auf das gesamte Schulleben und den Alltag im Lehrerzimmer einlassen.


Außerdem wählen die Studierenden für die Zeit des Blockpraktikums ein pädagogisches Schwerpunktthema, dass sie später im Rahmen des Abschlussberichts aufarbeiten. Dazu gilt es im Praktikum vorher schon die Augen mit Blick auf das Thema aufzuhalten, gern auch Lehrkräfte zu interviewen oder Umfragen im Klassenraum zu starten. Die Themenwahl kann dabei so vielfältig sein wie die Studierenden und die Praktikumsschulen.

Inhalte des Begleit- bzw. Nachbereitungsseminars

Das Nachbereitungsseminar, das formal erst in der Vorlesungszeit nach dem Blockpraktikum stattfindet, wird in der Regel bereits in 4-stündigen Blöcken parallel zum Blockpraktikum begonnen. Dies hat den Vorteile, dass Fragen zum Praktikum, Probleme an den Praktikumsschulen oder auch ganz gezielte Fragen zur Gestaltung der Unterrichtsversuche persönlich mit den Praktikumsbetreuern und in der Seminargruppe geklärt werden können.


Insbesondere bietet die parallele Gestaltung des Begleitseminars aber den großen Vorteil, dass alle Eindrücke aus dem Praktikum noch frisch sind und sehr zeitnah besprochen und mit der Seminargruppe diskutiert werden können. Dies bietet die im Studium so seltene Gelegenheit, Praxis und Theorie unmittelbar zu verknüpfen. Einerseits ist das Erlebte noch ganz nah und andererseits kann man in der Seminargruppe distanziert und theoriebasiert über verschiedene Fragestellungen des Schulalltags diskutieren.


Die inhaltliche Gestaltung des Begleitseminars sieht folgende Schwerpunkte vor:

  • Diskussion der von den Studierenden eingebrachten Themen aus dem Praktikumsalltag
  • Gestaltung von Unterrichtsentwürfen
  • Auswahl geeigneter pädagogischer Schwerpunktthemen
  • Form und Inhalte des Abschlussberichts

Bewertung der SPS I

Studienleistungen:

  • Einreichen eines schriftlich ausformulierten Selbstkonzepts
  • Einreichen eines selbst erstellten Beobachtungsbogens

Praktikumsdurchführung:

  • 100 Stunden Blockpraktikum, mindestens 4 Stunden / Tag an der Praktikumsschule, Nachweis durch Hospitationsprotokolle und Praktikumsbescheinigung der Schulleitung

  • Durchführung zweier Unterrichtsversuche à 45 Minuten und gemeinsamer Reflexion mit dem Praktikumsbetreuer bzw. der Praktikumsbetreuerin

Prüfungsleistung:

  •  Fristgerechte Abgabe eines vollständigen SPS-Berichts


Kontakte zu möglichen Praktikumsschulen der SPS I

In folgenden Orten Nord- und Osthessens finden Sie Praktikumsschulen, die den Status einer Kreisberufsschule haben und neben verschiedenen weiteren Berufsfeldern auch die Berufsfelder Metall-, Fahrzeug- und/oder Elektrotechnik anbieten.

  • Alsfeld
  • Bad Arolsen
  • Bad Hersfeld
  • Bad Wildungen
  • Bebra
  • Eschwege
  • Frankenberg
  • Fritzlar
  • Fulda
  • Hofgeismar
  • Homberg
  • Hünfeld
  • Kirchhain
  • Korbach
  • Lauterbach
  • Melsungen
  • Schlüchtern
  • Schwalmstadt
  • Witzenhausen
  • Wolfhagen

Diese Liste erhebt nicht den Anspruch der Vollständigkeit.


Datenbank beruflicher Schulen in Hessen: Die Datenbank beruflicher Schulen in Hessen finden Sie auf dem hessischen Bildungsserver. Dort haben Sie Zugang zu verschiedenen Kontaktmöglichkeiten zu den Schulen. Sie finden dort kurze Informationen zu Berufsfeldern, Email-Adressen, Telefonnummern oder Internetauftritten der Schulen. Außerdem können Sie bei der Schulsuche verschieden Filter nutzen:

http://dms-schule.bildung.hessen.de/suchen/suche_schul_bs_db.html