Forschungsstatement

Die Wirtschaftsinformatik (WI) beschäftigt sich mit Informationssystemen (IS) in Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung. Zentrales Ziel der Disziplin ist es, IS im Anwendungszusammenhang zu verstehen und zu gestalten und dabei auch Einführungs-, Nutzungs-, und Wartungsaspekte sowie unternehmensstrategische Möglichkeiten zu berücksichtigen. Die WI ist dabei Schnittstellendisziplin zwischen BWL, Informatik und den Ingenieurwissenschaften und hat darüber hinaus eigene Kerninhalte in Form von Theorien, Modellen und Methoden. Die Wirtschaftsinformatik zeichnet sich u. a. aus durch:

  • Anwendungsnähe
  • Gestaltungsorientierung
  • Integration ökonomischer, technischer und sozialer Aspekte

Jan Marco Leimeister forscht intensiv über Gestaltung, Einführung und Management von IT-gestützten Organisationsformen und Innovationen. Hierbei geht es nicht nur um die Erklärung und Analyse der Realität, sondern insbesondere auch um die Gestaltung von Innovationen.

Ziel der Forschung ist es, Theorien, Methoden, Modelle, Werkzeuge zur Gestaltung von innovativen Informations- und Geschäftssystemen zu entwickeln. Das Vorantreiben von IT-basierten Innovationen, die sozial akzeptabel, technisch stabil und ökonomisch sinnvoll sind ist dabei von zentraler Bedeutung.

Die aktuellen Forschungsaktivitäten konzentrieren sich insbesondere auf die folgenden Bereiche:

  1. IT Innovationen & IT Innovation Management
  2. Service Engineering & Management
  3. Collaboration Engineering
  4. Strategisches IT Management

Die Arbeiten sind durch Pluralismus gekennzeichnet, sowohl theoretisch (verhaltenswissenschaftliche, entscheidungs- und gestaltungstheoretische sowie analytisch-konzeptionelle Grundlagen) als auch methodisch (empirisch qualitative, empirisch quantitative, analytisch-konzeptionelle, gestaltungsorientierte (Design Research) Grundlagen). Grundannahme dabei ist, dass die Auswahl der geeigneten Forschungsmethoden der jeweiligen Forschungsfrage folgen muss. Empirische Arbeiten werden im Kontext der genannten Themenbereiche sowohl explorativ als auch konfirmatorisch durchgeführt.

Ziel dieser Vorgehensweisen ist es, Zusammenhänge zu erkennen, zu beschreiben und zu erklären, aber auch Grundlage für die Entwicklung von Lösungen zu sein. Sowohl die Gegenüberstellung und Reflexion theoretischer Zusammenhänge mit den in der Praxis beobachteten Verhaltensweisen als auch die Entwicklung von Lösungen in Form von konzeptionellen, methodischen sowie werkzeugbasierten Artefakten sind Forschungsziele. Die so geschaffenen Artefakte werden in industriellen und/oder experimentellen Szenarios systematisch evaluiert und sollen der betrieblichen Praxis zugeführt werden.

Die langfristig ausgerichtete Forschungsstrategie zielt darauf ab, in erfolgreicher Zusammenarbeit mit der Praxis von der Grundlagenforschung über die angewandte Forschung bis hin zur industrienahen Forschung den gesamten Forschungs- und Wissenstransferprozess theoretisch fundiert und praxiszugewandt gestalten zu können.

Grafik Forschung