Leitidee

Erfolgreiche Kommunikation der Unternehmen mit ihren Kunden, Mitarbeitern und allen anderen Stakeholdern bedarf eines professsionellen Managements. Die einseitige Massenkommunikation wird zunehmend von einer neuen interaktiven Kommunikation zwischen Anbietern aller Art einerseits und den Kunden respektive den Kunden-Communities andererseits abgelöst. Der Dialogbereitschaft und -fähigkeit von Unternehmen kommt dabei eine zentrale Bedeutung für den Erfolg im Wettbewerb zu. Der neue Masterstudiengang Kommunikationsmanagement und Dialogmarketing trägt dieser Entwicklung Rechnung.

Das Dialogmarketing ist eine interaktionsorientierte Form der Kundenorientierung, bei der die Verständigungs- und Verständnisorientierung sowie die Zielausrichtung als wesentliche Merkmale zu nennen sind. Somit ist das Dialogmarketing allgemeiner als das Direktmarketing , das in der engsten Definition alle Maßnahmen der einstufigen Kommunikation und des Direktvertriebs sowie des Versandhandels beschreibt, um Zielgruppen in individueller Einzelansprache gezielt zu erreichen und eine unmittelbare Reaktion, z.B. einen Kauf, hervorzurufen.

Zentral ist die Management-Ebene der Kommunikation – d. h. den Teilnehmern wird das Rüstzeug für eine Karriere auf Entscheider-Ebene bei Markenartiklern, Medienunternehmen, Versandhäusern, Automobilherstellern und Agenturen vermittelt. Darüber hinaus bieten auch Kultur- und Non-Profit-Organisationen interessante Einsatzgebiete für Kommunikationsmanager.

In der 3-semestrigen Ausbildung wird die konzeptionelle Integration des Dialogmarketing in die marktorientierte Unternehmensführung aus theoretischer und praktischer Sicht vermittelt. Hoher Praxisbezug ist durch die Diskussion, die Instrumente und Medien des Direkt- und Dialogmarketing in kleinen Lerngruppen (es werden jährlich maximal 25 Studierende aufgenommen), und die Umsetzung von Projekten in Kooperation mit Unternehmen gewährleistet.

Der Masterstudiengang deckt sowohl die Inhalte einschlägiger Studiengänge zum konventionellen Marketing, wie etwa Markenmanagement und Kommunikationspsychologie, als auch neue Formen der Kommunikation und des Marketing in digitalen Medien ab. Breiter Raum wird den mathematisch-statischen Verfahren, etwa in der Media-Budgetierung, der Erfolgskontrolle und dem Targeting, eingeräumt. Dabei erlernen die Studierenden auch den Einsatz ausgewählter Verfahren aus dem Spektrum der künstlichen Intelligenz und dem maschinellen Lernen sowie den Umgang mit Datenbanken und einschlägiger Software. Darüber hinaus werden relevante Aspekte der Kommunikation, der Gestaltung von Werbebriefen und der Ansprache von Rezipienten in unterschiedlichen Kulturkreisen behandelt.


Berufsfelder

Für Absolventen des Masterstudiengangs Kommunikationsmanagement und Dialogmarketing ergeben sich vielfältige Karrierechancen in den unterschiedlichsten Branchen und Funktionen. Da der Masterstudiengang neben dem Schwerpunkt der direkten und interaktiven Kommunikation auch die Inhalte einer konventionellen Masterausbildung für Marketingmanager abdeckt, stehen den Absolventen natürlich alle Berufs- und Karrierewege im Marketing und Management offen. Durch die Spezialisierung ergeben sich besondere Vorteile in folgenden Einstiegspositionen:

  • Agenturen:
    Masterabsolventen wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge steigen oftmals in der Position eines (Junior) Kontakters ein. Dabei kommt ihnen die Aufgabe der Beratung der Kunden zu, wobei die im Studium erworbenen Kenntnisse der Medieninteraktionen, des Crossmedia-Einsatzes und der Responsemessung ein klarer Wettbewerbsvorteil sind. Neben den klassischen Werbeagenturen bieten Dialog-Agenturen, Media-Agenturen, aber auch die Vermarktungsgesellschaften der TV und Radiosender interessante Aufgaben. Hinzu kommen Tätigkeiten in Promotion- und PR-Agenturen. Der Masterstudiengang vermittelt die relevanten Kenntnisse des konventionellen und des modernen Kommunikationsmanagements.
  • Direct-Channelpartner:
    Das Dialogmarketing und insbesondere der Versandhandel bedienen sich hochgradig spezialisierter Partner, beispielsweise der Deutschen Post Worldnet als Anbieter von Komplettlösungen (Adress-Selektion, Fulfillment, Wirkungskontrolle u. a.), Adressverlagen wie Schober oder AZ Marketing in der Identifikation der Zielkunden und der Creditreform in der Bonitätsprüfung. Diese Channelpartner können ihre Leistungen nur erbringen, wenn mit wachsendem Geschäftsvolumen auch die Zahl qualifizierter Mitarbeiter steigt. In dem Masterstudiengang werden dazu auch innovative Methoden des Targeting, also der Selektion nach Kundengruppen, die an den jeweiligen Produkten oder Dienstleistungen interessiert sind, vermittelt.
  • Markenartikler:
    Digitale Medien ermöglichen es zahlreichen Unternehmen in ummittelbaren Kontakt zu Ihren Kunden zu treten. Dafür sind jedoch neue Kompetenzen in den Unternehmen erforderlich, um diese Möglichkeiten im Rahmen einer erfolgreichen Kundenbindung auszuschöpfen. Der Masterstudiengang vermittelt hierfür relevante psychologische Grundlagen, Kenntnisse der neuen Kommunikationsmodelle und der medienübergreifenden Umsetzung.
  • Versender und Handel:
    Dem Versandhandel kommt neben dem stationären Einzelhandel eine zentrale Rolle in der Ausgestaltung der Absatzwege zu. Neben den Universalversendern, z.B. Quelle und Otto finden Absolventen interessante Aufgaben bei zahlreichen Spezialversendern im B2C und B2B Geschäft. Zudem bauen auch immer mehr stationäre Einzelhändler (z.B. Tchibo, H&M oder Schlecker) ein florierendes Versandhandelsgeschäft auf, so dass sich auch in diesem Umfeld attraktive Einstiegsmöglichkeiten eröffnen. Bei vielen Unternehmen ist derzeit eine Internationalisierung der Geschäftstätigkeit zu beobachten, so dass sich für einschlägig ausgebildete Dialogspezialisten auch interessante Aufgaben in der Bearbeitung ausländischer Märkte ergeben. Die Vermittlung der dafür benötigten Grundlagen des Direktmarketing genauso wie die Kenntnisse der interkulturellen Kundenkommunikation werden in dem Masterstudiengang vorgenommen.
  • Automobilhersteller:
    Für die Automobilbranche hat die direkte Kundenorientierung einen besonderen Stellenwert gewonnen. Hier geht es sowohl um die professionelle Kommunikation mit bestehenden Kundensegmenten und Aufbau sowie Pflege der Databases (Kundenclubs, After-Sales-Service etc.), als auch um die personenorientierte Ansprache von Neukunden.

Darüber hinaus nutzen zahlreiche Dienstleister verstärkt Konzepte und Instrumente des Direkt- und Dialogmarketing. Exemplarisch genannt seien hier Versicherungen und (Direkt-)banken.

Zudem ergeben sich interessante Karrierewege in der Wissenschaft: der Masterabschluss ermöglicht die Promotion sowohl an deutschen als auch an internationalen Universitäten.