Leitidee

Die sozialen Dienste werden in einem Umfeld tätig, das von höchst komplexen rechtlichen Rahmenbedignungen geprägt und einer ungeheuren Veränderungsdynamik ausgesetzt ist. Öffentliche und freie Träger müssen sich immer häufiger und intensiver mit Organisations- und Strukturreformen befassen. Dies stellt alle, die in der Führung von Unternehmen der Sozialwirtschaft und der Personalplanung sozialer Dienste und Einrichtungen tätig sind, vor große Herausforderungen. Zugleich trägt die Veränderung des "Rechtsberatungsmarktes" durch das Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) dazu bei, dass im Gegensatz zu früher nicht nur "Volljuristen" Rechtsdienstleistungen erbringen können, die für soziale Dienste und Einrichtungen bedeutsam sind. Gefordert sind damit interdisziplinär aufeinander abgestimmte Kompetenzen in den Feldern Sozialrecht, Unternehmensführung, Personalwirtschaft und Organisation Sozialer Dienste.

Der Masterstudiengang Sozialrecht und Sozialwirtschaft, der seit dem Sommersemester 2010 angeboten wird, soll den Studierenden ein fachübergreifendes, aufeinander abgestimmtes Angebot von Lehrveranstaltungen zur Vermittlung rechtlicher, wirtschaftlicher und sozialpädagogischer Problemlösungs- und Führungskompetenz vermitteln. Ausgehend vom jeweiligen Ausbildungshintergrund der Studierenden sollen Recht und Wirtschaft zu integrierten Elementen ihres fachlichen Profils und Selbstverständnisses werden. Die rechts-, wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Kompetenzen werden im engen interdisziplinären Austausch vermittelt. Der Studiengang lebt von vielfältigen Praxiskontakten. Zahlreiche Lehrbeauftragte gehören als Richterinnen und Richter dem in Kassel ansässigen Bundessozialgericht (BSG) an. Die Bibliothek des BSG, eine der größten sozialrechtlichen Spezialbibliotheken Europas, steht allen Teilnehmern des Masterstudiengangs offen. Hinzu kommen Lehrbeauftragte aus unterschiedlichen Feldern der sozialen Dienste.


Berufsfelder

  • Nach dem Studium verfügen die Absolventen über die Fähigkeit, verantwortliche Tätigkeiten im strategischen und operativen Bereich von Unternehmen der Sozialwirtschaft, öffentlichen Trägern, Wohlfahrtsverbänden sowie Trägern und Einrichtungen zu übernehmen.
    Sie können in sämtlichen Bereichen des SGBs Antrags- und Widerspruchsverfahren bearbeiten und begleiten.

  • Sie sind im Rahmen von Forschungsaufträgen befähigt, Projekte zu leiten und weiterzuentwickeln.

  • Aufgrund der gesellschaftlichen und sozialen Komponenten lernen die Studierenden Vernetzungsstrukturen innerhalb der verschiedenen Sozialleistungsakteure zu deuten und mit ihnen zu arbeiten, Konflikte zu lösen und Kooperationen herzustellen.

  • Sie können einfühlsam auf Menschen unabhängig von deren Herkunft, Alter und Geschlecht eingehen und Situationen erkennen und beurteilen.