Kurzeinführung

Die Zukunftswerkstatt ist ein auf den Zukunftsforscher Robert Jungk zurückgehendes dreistufiges Zukunftsplanungsistrument: In der Kritikphase (1) äußern die Mitglieder einer Organisation zum jeweiligen Thema alle Kritikpunkte, die sie entweder auf Metaplankarten und/oder in Form von Symbolen, Bildern, Rollenspielen etc. darstellen. Anschließend werden in Gruppen die Ursachen der Probleme näher analysiert und dem Plenum vorgestellt. In der Visionenphase (2) stellt man sich vor, es sei z.B. das Jahr 2010 und alle kritisierten Probleme wären optimal gelöst. Jeder entwickelt individuell seine Zukunftsvision. In Gruppen werden dann gemeinsame Visionen erstellt und in Form von ansprechenden Gestaltungen bzw. Inszenierungen dem Plenum vorgestellt. In der dritten, der Realisierungsphase (3) werden Umsetzungspläne erstellt. Es bilden sich zu den sie interessierenden Themen Umsetzungsgruppen, die einen Stufenplan von der Zukunftsvision in die Gegenwart entwickeln: Was muss bis 2005 passieren? was bis 2002? Welchen Schritt in Richtung auf die erwünschte Zukunft machen wir Montag nächste Woche? Die Umsetzungsprojekte werden im Plenum vorgestellt. Eine Umsetzungsvereinbarung (Wer, was, mit wem, bis wann, wo) bildet den Abschluss.

"Quellen zur Methode Zukunftswerkstatt"


Aus: Burow (2000). Ich bin gut – wir sind besser. Erfolgsmodelle kreativer Gruppen. Stuttgart: Klett-Cotta. „Robert JUNGK und die Entwicklung der Zukunftswerkstatt“

Die Zukunftswerkstatt.pdf

"Der Habitus - eine Grenze in der Phantasiephase der Zukunftswerkstatt"
Hausarbeit von Ivonne Koziol: In der Arbeit werden, zurückgreifend auf Bourdieus Habituskonzept, die Schwierigkeiten erörtert, die vor allem Erwachsene haben, sich auf kreative Arbeitsweisen einzulassen.

Zukunftswerkstatt Online

Seit März 2004 ist die telekooperative Lernumgebung Zukunftswerkstatt-online fertig gestellt. Für die Durchführung von Online-Veranstaltungen kann mit Heiko Rüppel, als Verantwortlicher für dieses Projekt Kontakt aufgenommen werden.

Informationen gibt es unter www.zukunftswerkstatt-online.de


Literatur

* BONSEN M.(1994). Führen mit Visionen. Der Weg zum ganzheitlichen Management. Wiesbaden: Gabler.
* BONSEN M.(1994). Energiequelle Zukunftskonferenz. In Havard Buisiness Manager 3.
* BUROW & NEUMANN-SCHÖNWETTER (Hg.) (1995). Zukunftswerkstatt in Schule und Unterricht. Hamburg: Bergmann & Helbig.
* BUROW O.A. (1995). Zukunftswerkstatt als Instrument der Schulentwicklung. In: Beratung und Schule. Weilburg: HILF.
* BUROW & RENNER (1993). Zukunftswerkstatt: Denken und Handeln für ein ökologisches Europa Berlin: Stiftung Verbraucherinstitut. 10785 Berlin. Reichpietschufer 74-76. (Wiss. Projektbetreuung und Redaktion: V. BISENIUS; P. GNIELCYK & M. HEILAND)
* BUROW & MESSMANN (1991). Zukunftswerkstätten als Chance für generationenübergreifende Lernprozesse. In: Studieren und Verstehen, Berliner Akademie für weiterbildende Studien (Hg.) 8, S.10-16.
* BUROW O.A. (1988). Grundlagen der Gestaltpädagogik: Lehrertraining - Unterrichtskonzept - Organisationsentwicklung. Dortmund: verlag modernes lernen.
* HUTCHINSON F.P. (1996). Education Beyond Violent Futures. London & New York: Routledge.
* JUNGK R. & MÜLLERT, N. (1989). Zukunftswerkstätten. Mit Phantasie gegen Routine und Resignation. München: Heyne (Nr.73)
* KUHNT B. & MÜLLERT N. (1996). Moderationsfibel Zukunftswerkstätten. Münster: Ökotopia.
* LANDESINSTITUT FÜR SCHULE UND WEITERBILDUNG NRW (1987). Zukunftsphantasien (k)ein modischer Trend? Soest: Verlagskontor.
* MEMMERT C. (1993). Über die Arbeit an der Zukunft. Die Praxis der Zukunftswerkstätten. Werkstattbericht des Forschungsschwerpunkts Arbeit und Bildung Nr. 20. Universität Bremen: Universitätsbuchhandlung.
* PALLASCH W.& REIMERS H. (1990). Pädagogische Werkstattarbeit. Eine pädagogisch-didaktische Konzeption zur Belebung der traditionellen Lernkultur. Weinheim: Juventa.
* ROLFF H. G. (1994). Wandel durch Selbstorganisation. Weinheim: Juventa.
* SELLNOW R. (1994). Die mit den Problemen spielen. Ratgeber zur kreativen Problemlösung. Arbeitshilfen Bd. 10. Bonn: Stiftung Mitarbeit.
* SENGE P. (1996). Die fünfte Disziplin. Kunst und Praxis der lernenden Organisation. Stuttgart: Klett Cotta.
* SPRENGER R.K. (1996). Das Prinzip Selbstorganisation. Frankfurt: Campus.
* STANGE W.(1996). Planen mit Phantasie. Zukunftswerkstatt und Planungszirkel für Kinder und Jugendliche. Herausgegeben vom Deutschen Kinderhilfswerk. 10179 Berlin: Rungestr.20
* WEISBORD M. (1987). Productive Workplaces. San Francisco: Jossey-Bass Publishers.
* WEISBORD M. (1992) (Hg.). Discovering Common Ground. San Francisco: Berrett-Koehler.
* WEISBORD M. & JANOFF F. (1995). Future Search. An Action Guide to Finding Common Ground in Organisations & Communities. San Francisco: Berrett-Koehler.
* WEISBORD M. (1996). Zukunftskonferenzen 1: Methode und Dynamik. In: Organisationsentwicklung 1, S.4-13
* WEISBORD M. (1996). Zukunftskonferenzen 2: M. Weisbord im Gespräch mit Joe Flower. In: Organisationsentwicklung 1, S.14-23

Erfahrungsberichte

Bilder von einer Zukunftswerkstatt mit 10 Frankfurter Modell-Ganztagsschulen im Auftrag des Stadtschulamtes Frankfurt (Moderation: Prof. Dr. Olaf-Axel Burow & Bettina Pauli) (hier Link zu bilder_zw)

Forschungsarbeit von Elke Ullmann:
"Theorie und Praxis der Zukunftswerkstatt am Beispiel einer Lehrerfortbildung in Brandenburg" (pdf-file Elke ? kommt noch!)

Es wurden zehn parallel laufende Zukunftswerkstätten im Bereich der Lehrerfortbildung (Thema: Schulentwicklung) in Brandenburg analysiert. Die Prozesse von zwei der zehn Zukunfstwerkstätten werden ausführlich beschrieben und miteinander verglichen. Dabei stehen die Methoden und das Vorgehen der Moderator/innen sowie deren Auswirkungen auf die Gruppenprozesse im Mittelpunkt der Untersuchung. Ausserdem wird eine Befragung der 110 TeilnhemerInnen zur Zufriedenheit mit der Methode Zukunftswerkstatt im Bezug auf ihre Erwartungen und Bedürfnisse ausgewertet.


Links

Vernetzung von Zukunftswerkstätten
Unterstützung bürgerschaftlichen Engagements
Sozialwissenschaften und Didaktik
Netzwerk-Zukunft
Sekretariat für Zukunftsforschung
Perspektivenwerkstatt Essen

Andre Schönewolf und Mirjam Schmidt
Jung & Alt gemeinsam für die Marbachshöhe - Zukunftswerkstatt realisiert:
Links: Artikel in der "StadtteilZeit Marbachshöhe"

http://www.marbachshoehe.net/zukunft.0.html
http://www.marbachshoehe.net/250.0.html