Aktuelle Projekte

vidubiology - creative video for biology

Laufzeit
01.12.17-30.11.19

Förderung
Erasmus + Schulbildung

Projektkoordniation
Armin Hottmann (Kulturring in Berlin e.V., Media Education)

Projektpartner
Dr. Monique Meier (Universität Kassel, FG Didaktik der Biologie)
Kristín Norðdahl (University of Iceland, Faculty of Teacher Education)
Yonko Bushnyashki (National Management School, Sofia)
Joel Josephson (Kindersite Ltd., London)

Mitarbeiter/innen im FG Didaktik der Biologie
Marit Kastaun

Abstract
The project vidubiology, supported by the EU program Erasmus+, introduce a way to motivate students by providing new video tools and method for investigation, documentation and reporting in their learning process. The active use of media still plays a minor role in the biology classroom in comparison to the classic textbook and black board. Teachers in general need more support with ideas and pedagogic guidance how to implement digital media into the classroom. vidubiology would like to address this need by providing relevant pedagogical materials of how active video can be included in the biology classroom for the students aged ten to fourteen. The innovative project is all about supporting biology learning, motivating students, support visual language and fostering media competence. 


Kognitionspsychologische Konzepte zur Förderung von nachhaltigem Lernen und Transfer

Laufzeit
bis 31.12.2018

Förderung
BMBF (Qualitätsoffensive Lehrerbildung)

Projektleitung
Biologie: Prof. J. Mayer
Mathematik: Prof.in R. Borromeo-Ferri

Mitarbeiter/innen - Ansprechpartner/innen
Biologie: F. Grospietsch
Mathematik: M. Schäfer

Abstract

„Auch Lernen will gelernt sein!“ – Doch wie lernt man nachhaltig? Und wie können sowohl Lehramtsstudierende als auch ihre späteren Schülerinnen und Schüler zum „richtigen“ Lernen angeleitet werden? Im Projekt Kognitionspsychologische Konzepte zur Förderung von nachhaltigem Lernen und Transfer in Biologie und Mathematik (KoKo) werden fachdidaktische Lehrveranstaltungen entwickelt und erforscht, die kognitionspsychologische Konzepte zu Lernen und Gedächtnis aufgreifen.

Im Teilprojekt Biologie wird eine Lernumgebung entwickelt und evaluiert, die sich der Einbettung kognitionspsychologischer Konzepte (KoKos) in die Lehrerbildung annimmt. Im Seminar Gehirngerechtes Lernen – Konzept oder Mythos? befassen sich Studierende nicht nur mit der fachdidaktischen und neurobiologischen Sicht auf das Thema Lernen und Gedächtnis, sondern erstmals auch mit der kognitionspsychologischen. Biologiespezifische Unterrichtsinhalte (z. B. Bau und Funktion des Gehirns) werden so aus drei Perspektiven beleuchtet: Fach, Fachdidaktik und Pädagogik/Psychologie. Durch die Verschränkung dieser drei Facetten professionellen Wissens wird sich ein Ertrag für die professionelle Handlungskompetenz der angehenden Lehrkräfte in Bezug auf die effektive Gestaltung von Lernumgebungen versprochen. Ein Methodenmix aus quantitativen und qualitativen Testinstrumenten soll einen Einblick in den Verständnisprozess der Studierenden bezüglich verschiedener Professionsfacetten zum Thema Gehirn und Lernen geben und so einen potenziellen Konzeptwechsel vom persönlich-biografischen Lernverständnis zu einem professionellen Blick auf das Lernen im Biologieunterricht dokumentieren. Im Fokus der empirischen Untersuchung stehen das Fachwissen, das fachdidaktische und pädagogisch-psychologische Wissen sowie die Überzeugungen der Studierenden zum Thema Lernen und Gedächtnis. „Kognitionspsychologische Konzepte zur Förderung von nachhaltigem Lernen und Transfer“ ist in das Projekt „Professionalisierung durch Vernetzung“ (PRONET) eingebunden und Teil der Qualitätsoffensive Lehrerbildung.


Entwicklung diagnostischer Kompetenz bei Lehramtsstudierenden in der Studienwerkstatt FLOX

Laufzeit
bis 31.12.2018

Förderung
BMBF (Qualitätsoffensive Lehrerbildung)

Projektleitung
Prof. Dr. Jürgen Mayer

Mitarbeiterin - Ansprechpartnerin
Dr. Monique Meier

Abstract
Im Mittelpunkt des vorliegenden Projekts steht die Messung und Förderung von Diagnosekompetenz von Studierenden mit Fokus auf die Schülerfähigkeiten zum Experimentieren und wissenschaftlichen Denken. In diesem Zusammenhang besuchen die Studierenden eine Lehrveranstaltung, die auf die Förderung von diagnostischer Kompetenz als bedeutsame Facette der Lehrerprofession abzielt. Das Konzept zu dieser Lehrveranstaltung beinhaltet verschiedene diagnostische Lehr-/Lernelemente, wie z. B. Videovignetten und diagnostische Lernaufgaben, die in eine Lernumgebung im Rahmen der Studienwerkstatt FLOX eingebettet werden. In der Lehrveranstaltung bauen die Studierenden im ersten Schritt Wissen auf pädagogischer und fachdidaktischer Ebene zur Diagnose von Schülerfähigkeiten auf, um diese in einem zweiten Schritt in einer realen Schülergruppe anwenden zu können. Es handelt sich um ein Teilprojekt, welches in das Projekt „Professionalisierung durch Vernetzung (PRONET)“ eingebunden und Teil der Qualitätsoffensive Lehrerbildung ist.


Contemporary Science in der Lehrerbildung

Laufzeit
bis 31.12.2018

Förderung
BMBF (Qualitätsoffensive Lehrerbildung)

Projektleitung
Biologie: Prof. Dr. Jürgen Mayer
Chemie: Prof. Dr. Samual DiFuccia
Physik: Prof. Dr. Rita Wodzinski

Mitarbeiter/innen - Ansprechpartner/innen
Biologie: K. Ziepprecht
Chemie: M. Frevert
Physik: R. Roetger

Abstract
Ziel des Projekts ist die Förderung der Professionsentwicklung von Studierenden naturwissenschaftlicher Lehrämter. Dazu werden in Kooperation mit ausgewählten Fachgebieten bzw. Forschungsgruppen der Fächer Biologie, Chemie und Physik aktuelle naturwissenschaftliche Forschungsgegenstände identifiziert, die Anknüpfungspunkte für den naturwissenschaftlichen Unterricht bieten. In einer Lehrveranstaltung befassen sich die Studierenden in einer ersten Phase gemeinsam mit Forschern aus fachwissenschaftlicher Perspektive mit dem Forschungsgegenstand, bevor sie in einer zweiten Phase aus fachdidaktischer Perspektive die Möglichkeit einer Begegnung mit dem Forschungsgegenstand im Unterricht erarbeiten. Im Fokus der empirischen Untersuchung stehen das Fachwissen, das fachdidaktische Wissen sowie die Überzeugungen der Studierenden. Das strukturell gleiche Vorgehen in den drei Naturwissenschaften eröffnet die Möglichkeit, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den drei Naturwissenschaften aus fachlicher und fachdidaktischer Sicht zu analysieren. „Contemporary Science“ ist in das Projekt „Professionalisierung durch Vernetzung“ (PRONET) eingebunden und Teil der Qualitätsoffensive Lehrerbildung.


Der Generierungseffekt im Kontext des Forschenden Lernens im naturwissenschaftlichen Unterricht

Laufzeit:
seit 2015

Förderung:
LOEWE (Landesoffensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz)

Projektleitung:
Prof. J. Mayer

Mitarbeiterin/Ansprechpartnerin:
Irina Kaiser

Kooperationen:
Prof. Dr. Rita Borromeo Ferri (Didaktik der Mathematik)
Prof. Dr. Mirjam Ebersbach (Entwicklungspsychologie)
Prof. Dr. Hänze (Pädagogische PSychologie)
Prof. Dr. Lipowsky (Empirische Schul- und Unterrichtsforschung)
Prof. Dr. Kristin Mitte (Psychologische Diagnostik)
Prof. Dr. Marc-André Reinhard (Sozialpsychologie)
Prof. Dr. Richter (Allgemeine Psychologie); wissenschaftlicher Koordinator

Abstract:
In der Regel wird davon ausgegangen, dass didaktische Maßnahmen stets darauf abzielen sollten, das Lernen zu erleichtern, indem sie den kognitiven Aufwand für die Lernenden möglichst gering halten. Aus kognitionspsychologischer Sicht ist dieser Grundgedanke allerdings zweifelhaft: Der Ansatz der wünschenswerten Erschwernisse (desirable difficulties) basiert auf der Annahme, dass nachhaltiges und flexibles Lernen erst dann ermöglicht werden kann, wenn der Lernvorgang gezielt erschwert wird (Bjork, 1994).
In der Gedächtnispsychologie wurden verschiedene Typen wünschenswerter Erschwernisse entdeckt. Zu ihnen gehört u.a. der sogenannte Generierungseffekt, mit dem sich das vorgestellte Projekt beschäftigt.
Im Rahmen von drei Teilstudien sollen nachhaltige Effekte aktiver Wissensgenerierung in tatsächlichen Unterrichtssituationen, im Besonderen in naturwissenschaftlichen Kontexten, die über das Instruktionsmodell des Forschenden Lernens vermittelt werden, in der Jahrgangsstufe 7 (Nges.= 700) untersucht werden. Ziel der Forschung ist es, einen praktischen Nutzen zur Förderung nachhaltiger Lernprozesse an Schulen zu gewinnen.
Das Projekt ist Teil des interdisziplinären LOEWE-Schwerpunkts der Universität Kassel: Wünschenswerte Erschwernisse beim Lernen: Kognitive Mechanismen, Entwicklungsvoraussetzungen und effektive Umsetzung im Unterricht.


Steigerung der langfristigen Behaltensleistung im Kontext des Forschenden Lernens durch den Einsatz von Feedbacktests

Laufzeit:
2014-2017

Förderung:
Promotionsstipendium der Universität Kassel

Projektleitung:
Prof. Dr. Jürgen Mayer

Mitarbeiterinnen:
Anne Erichsen

Ansprechpartnerin:
Anne Erichsen (Email)

Abstract:
Basis des Projektes bilden Forschungsbefunde aus der Kognitionspsychologie, die Gestaltungsprinzipien von Lerndesigns zum Aufbau von nachhaltigen Wissensrepräsentationen identifizieren. Da diese Prinzipien den unmittelbaren Lernprozess zunächst kognitiv erschweren, allerdings den langfristigen Zugriff auf Wissen erhöhen, werden sie als wünschenswerte Erschwernisse bezeichnet. Ein solches Lernprinzip ist der Testeffekt in Kombination mit Feedback (Feedbacktests), bei dem Lerninhalte nach einer Lernaneignungsphase durch Testformate gefestigt werden. Obwohl die Befundlage darauf hindeutet, dass solche intentionalen Festigungsformate eine Bereicherung für Lernprozesse sein können, werden diese für komplexe naturwissenschaftliche Lerninhalte sowie für Lernumgebungen zum Forschenden Lernen bislang nicht eingesetzt. Daher wird in dem Forschungsprojekt im Rahmen einer Experimentalstudie untersucht, ob und unter welchen Bedingungen die Integration von intentionalen Festigungsformaten in Form von Feedbacktests im Kontext des Forschenden Lernens den Aufbau von nachhaltigen, naturwissenschaftlichen Wissensrepräsentationen befördern.

Publikationen:
Erichsen, A. & Mayer, J. (2014). Förderung der nachhaltigen Lerneffektivität beim forschenden Lernen durch Testen mit Feedback. In D. Chernyak, A. Möller, A. Dittmer, P. Schmiemann (Hrsg.), 16. Internationale Frühjahrsschule der Fachsektion Didaktik der Biologie (FDdB) im Verband für Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBiO) (S. 60-61). Abstract zur Posterpräsentation. Trier: Universität Trier. Verfügbar unter: http://www.uni-trier.de/fileadmin/fb6/BUD/FJS/Inhalte/Tagungsband_FJS_2014_Trier_FINAL.pdf.

Erichsen, A. & Mayer, J. (2014). Nachhaltiges Lernen ermöglichen – Der Einsatz von Feedbacktests beim Forschenden Lernen. Posterpräsentation auf der 79. Tagung der Arbeitsgruppe für Empirische Pädagogische Forschung, Hamburg, 15.-17.09.2014.