Elektronendynamik chiraler Systeme (ELCH)

Röntgenpreis für Frankfurter ELCH Dr. Markus Schöffler

Dr. Markus Schöffler ist Träger des Röntgenpreises 2016. Foto: Claudia Freudenberger

Die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) verleiht in diesem Jahr ihren Röntgenpreis an den Frankfurter Physiker Dr. Markus Schöffler. Der Röntgenpreis wurde am Freitag, 25. November 2016, im Rahmen des Akademischen Festakts der JLU für hervorragende Arbeiten zur strahlenphysikalischen und strahlenbiologischen Grundlagenforschung verliehen. Er ist nach Wilhelm Conrad Röntgen benannt, der 1879 bis 1888 als Professor in Gießen tätig war. In erster Linie sollen Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlern ausgezeichnet werden. Gestiftet wird der mit 15.000 Euro dotierte Preis hälftig von Pfeiffer Vacuum und der Dr. Erich Pfeiffer Stiftung sowie von der Ludwig-Schunk-Stiftung.

Der diesjährige Preisträger Dr. Schöffler ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Goethe-Universität Frankfurt. Er erhält die Auszeichnung für die Untersuchung der Wechselwirkung von Röntgenstrahlung mit Atomen und Molekülen. Hervorzuheben sind Dr. Schöfflers Experimente zur Aufklärung der Struktur chiraler Moleküle, die unter anderem auch in der Pharmazie von Bedeutung sind. Diese Untersuchungen wurden im Rahmen des LOEWE-Schwerpunkts ELCH (Elektronendynamik chiraler Systeme) durchgeführt. LOEWE ist ein Forschungsförderungsprogramm des Landes Hessen. Eine wichtige Grundlage der Forschung von Dr. Schöffler ist die Verwendung von Strahlenquellen wie zum Beispiel Synchrotronstrahlung oder Röntgenstrahlung. Sowohl Strahlenquellen als auch für diese Untersuchungen notwendige Detektoren benötigen Ultrahochvakuum. 

Dr. Schöffler hat an der Goethe-Universität Frankfurt Physik studiert und dort 2006 mit Auszeichnung promoviert. Nach mehreren Gastaufenthalten an anderen Universitäten und Forschungseinrichtungen ist er seit 2011 Teamleiter an der Frankfurter Universität. 2014 erhielt er für seine Forschungsarbeiten den Preis der Adolf Messer Stiftung. Dr. Schöffler ist Sprecher einer internationalen Kollaboration an der Synchrotonstrahlungsanlage SOLEIL in Frankreich.

Pressemitteilung JLU-Gießen


ELCH Autumn School 2016

With great success the ELCH students organized the Autumn school of this year. All participants enjoyed the very diverse talks, the lively dicussions, and the remarkable atmosphere at the Sparkassenakademie close to Mainz.

In 25 talks ranging from introductory lectures to contributed recent results, the students, guests, and ELCH researchers learnd about the electron dynamics of chiral systems. From group theory to astro physics, from THz to X-rays, from atoms to molecular motors, a large variety of topics was touched, and later discussed very openly.

The idea of a student organized research school from students for students was prooved to be good, and was very well implemented by the ELCH PhD students!


DPG Robert-Wichard-Pohl-Preis 2015

Robert-Wichard-Pohl-Preis 2015 für Beiträge zur Physik von interdisziplinärer Bedeutung präsentiert:

PD Dr. Robert Moshammer, Max-Planck-Institut for Nuclear Physics Heidelberg und
Prof. Dr. Reinhard Dörner, Goethe-Universität Frankfurt

„Für die Entwicklung einer neuen Messmethode und bahnbrechende Arbeiten in der Atom- und Molekülphysik. Das COLTRIMS-Reaktionsmikroskop hat nicht nur für die Physik, sondern auch für die Chemie und andere benachbarte Forschungsgebiete völlig neue Forschungsziele eröffnet. Ihr individueller und didaktisch ansprechender Vortragsstil ist unverwechselbar und überträgt ihren Enthusiasmus auf Mitarbeiter und Studenten bis hin zu fachfremdem Publikum.“

Die Entwicklung des COLTRIMS-Reaktionsmikroskopes hat entscheidend dazu beigetragen, dass man heute die Mehrteilchenreaktionsdynamik in Atomen und Molekülen auf der Attosekundenskala durch Multikoinzidenzmessungen visualisieren kann. Zur Entwicklung dieses Reaktionsmikroskopes haben Herr Dörner und Herr Moshammer entscheidende Beiträge geleistet. Mit dieser Technik haben beide in den vergangenen zwei Jahrzehnten die Vielteilchendynamik in Quantensystemen in umfassender Breite mit beeindruckenden wissenschaftlichen Ergebnissen untersucht und auf diesem Gebiet herausragende Pionierarbeiten publiziert.


Schwerpunkt der AG-Berger inzwischen nach Marburg verschoben

Herzlich willkommen an der Philipps-Universität Marburg!Die Philipps-Universität, 1527 gegründet, gehört zu den traditionsreichsten Hochschulen Deutschlands. Die rund 26.500 Studierenden machen mehr als ein Viertel der Marburger Bevölkerung aus, und neben einem naturwissenschaftlichen Campus außerhalb des Zentrums verteilen sich viele Institute und Forschungseinrichtungen über die gesamte Innenstadt. Noch heute gilt deshalb das literarische Bonmot: „Andere Städte haben eine Universität, Marburg ist eine".