2018 SoundWeld

Das Akustische Monitoring ist ein wichtiger Bestandteil der Überwachung industrieller Prozesse, insbesondere bei der Einstellung der Prozessparameter sowie der Feststellung des Wartungsbedarfs einer Maschine oder Anlage. Die Schallemission erfolgt hierbei über Körper- bzw. Luftschall [38] und kann nach Messung dieser Größen im Frequenzspektrum analysiert werden. Das Spektrum wird mit Hilfe des Verfahrens der schnellen Fourier-Transformation (FFT) berechnet. Die zu erfassenden Frequenzen liegen dabei im Hörschallbereich (20Hz – 20kHz) bzw. Ultraschallbereich (>= 20kHz). Betrachtet wird stets ein ganzheitliches System bestehend aus Maschinen und Werkstücken. Wird dieses System eingangsseitig durch eine Schwingung angeregt, so wird ausgangsseitig dazu eine charakteristische Systemantwort generiert, die mit Hilfe von Körper- und Luftschallsensoren (z.B. piezoelektrische Beschleunigungsaufnehmer, Mikrofone) akustisch erfasst werden kann. Das dabei ermittelte Schwingungsverhalten weist ein für das System charakteristisches Zeit- und Frequenzmuster auf, das nach Abgleich mit hinterlegten Normkurven, basierend auf dem bekannten Verhalten fehlerfreier Systeme, eine Aussage über die Güte des Bearbeitungsprozesses ermöglicht. Eine zeitkontinuierliche Beurteilung dieses Prozesses wird über die akustische Prozessüberwachung der Applikation realisiert. Diese Kontrolle läuft zeitgleich zum Bearbeitungsprozess ab und gestattet es, auftretende Fehler direkt zu detektieren, indem die gemessenen Körper- und Luftschallsignale prozessbegleitend ausgewertet werden.

Projektverantwortlich : Dr. Hubertus Siebald und Dipl.Ing. H.H. Kaufmann