BioWAT I

BioWAT I - Ressourcenmanagement in den salz- und trockenstressgeprägten Bewässerungsgebieten Zentralasiens zur Adaption an den Klimawandel

In den ariden und semiariden Bewässerungsgebieten Zentralasiens spielt das Problem der sekundären Bodenversalzung eine zentrale Rolle. Bei einem Klimawandel wird eine weitere Verschärfung durch höhere Temperaturen und steigende Verdunstung erwartet. Bedingung für die Bewässerungslandwirtschaft unter diesen Verhältnissen ist eine intakte Entwässerung. Ca. 50% des Bewässerungswassers wird als unproduktiver Dränabfluss „entsorgt“, mit negativen Auswirkungen auf die Unterlieger. Die Wiederverwendung des teilweise von Salz, Nähr- und Schadstoffen gereinigten Dränabflusses könnte eine zusätzliche Wasserressource bilden, die dem ländlichen Raum zur Verfügung stände. Technische Feuchtgebiete, die in die Entwässerungssysteme integriert sind, bieten dazu eine Lösungsmöglichkeit.

Insbesondere durch die aquatische Vegetation kann ein Großteil von Nähr- und Schadstoffen sowie Salze entzogen werden. Voraussetzung für diese Biotechnologie sind das Biomassemanagement sowie effektive Technologien der Wassernutzung. Ziele des Projektes sind: Ermittlung der potenziellen Dränabflüsse in den Hauptbewässerungsgebieten Usbekistans und Kasachstans, Untersuchungen zum Stoffabbaupotenzial in technischen Feuchtgebieten unter semiariden Bedingungen, technische und technologische Untersuchungen zur Wasser- und Biomasseverwertung unter der Berücksichtigung einer klima- und salztoleranten Landnutzung. Das Fachgebiet Internationale Agrarpolitik und Umweltgovernance der Universität Kassel unternimmt insbesondere die Untersuchung sozio-ökonomischer und institutioneller Barrieren und Potenziale gegenüber Umsetzungsstrategien. Als Ergebnis werden eine Machbarkeits- bzw. Musterkonzeption sowie Politikempfehlungen und Verwertungsstrukturen für den ländlichen Raum erarbeitet.

Partner:

  • Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. (Projektkoordinierung)
  • Universität Kassel, Fachbereich 11, Internationale Agrarpolitik und Umweltgovernance, Germany
  • Tashkent Institute of Irrigation and Melioration (TIIM), Taschkent, Usbekistan
  • Akademie der Wissenschaften der Republik Tadschikistan, Institut für Botanik, Pflanzenphysiologie und Genetik (IBPG), Duschanbe, Tadschikistan
  • Institut für Hydrogeologie und Geoökologie (IHG), Almaty, Usbekistan
  • International Water Management Institute (IWMI), Taschkent, Usbekistan