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Artikel im Göttinger Tageblatt

Die Universität Kassel koordiniert seit Juli 2018 ein neues Verbundprojekt. Die Forscher des Projekts „CoAct“ wollen im Raum Friedrichshafen Laub und andere Rest-Biomassen in Aktivkohle und Brennstoffe umwandeln. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt mit zwei Millionen Euro im Rahmen der Fördermaßnahme „Stadt-Land-Plus“.

Hierzu gab es einen Artikel im Göttinger Tageblatt.

"Aktivkohle und Brennstoff aus Laub"

Pressemitteilung der Universität Kassel zu CoAct

Die Universität Kassel koordiniert seit Juli 2018 ein neues Verbundprojekt. Die Forscher des Projekts „CoAct“ wollen im Raum Friedrichshafen Laub und andere Rest-Biomassen in Aktivkohle und Brennstoffe umwandeln. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt mit zwei Millionen Euro im Rahmen der Fördermaßnahme „Stadt-Land-Plus“.

Laub oder Grasschnitt müssen nicht unbedingt kompostiert werden. Die Forscher des Projekts CoAct entwickeln technische Verfahren, um aus solchen sogenannten Rest-Biomassen Aktivkohle und Energie zu gewinnen. Aktivkohle ist ein Stoff, der für die Abwasserreinigung, Trinkwasseraufbereitung und viele weitere Zwecke genutzt wird.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten an einem Konzept, um dieses Prinzip im Baden-Württembergischen Friedrichshafen und im umliegenden Bodenseekreis umzusetzen. Dabei werden lokale Landwirte zum Beispiel Obstbaumschnittgut zur Energie- und Aktivkohlegewinnung zur Verfügung stellen. Die gewonnenen Produkte sollen der regionalen Wirtschaft zugutekommen, das Klima schonen und die Wasserqualität verbessern.

„Diese zukunftsorientierten Arbeiten eröffnen der Landwirtschaft neue Einkommensquellen und geben Impulse für die nachhaltige Nutzung von Ressourcen“, sagt Prof. Dr. Michael Wachendorf vom Fachgebiet Grünlandwissenschaft und Nachwachsende Rohstoffe der Uni Kassel und Leiter des Projekts CoAct.

Ihre Klimaschutzziele zu erreichen, sei eine Herausforderung für Kommunen wie Friedrichshafen. „Dafür müsste man mehr fossile Brennstoffe durch erneuerbare Energieträger ersetzen“, so der Agrarwissenschaftler. „Rest-Biomassen wie Laub oder Landschaftspflegematerial werden dafür bislang kaum verwendet“. Das biete Kommunen neue Möglichkeiten, sagt Wachendorf.

Nicht nur technische Verfahren stehen bei CoAct im Vordergrund. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des transdisziplinären Projekts untersuchen außerdem die wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen. Auch die rechtlichen Voraussetzungen dafür werden geprüft.

Neben der Universität Kassel, die mit den Fachgebieten Grünlandwissenschaft und Nachwachsende Rohstoffe und Öffentliches Recht, Umwelt- und Technikrecht sowie dem Kompetenzzentrum für Klimaschutz und Klimaanpassung (CliMA) beteiligt ist, wirken an dem Projekt das ifeu – Institut für Energie und Umwelt (Heidelberg), das Institut für ländliche Strukturentwicklung (Frankfurt), das DVGW-Technologiezentrum Wasser (Karlsruhe), die Bodensee-Stiftung (Radolfszell), die Firma Krieg und Fischer (Göttingen), die Firma Pyreg (Dörth) sowie die Stadt Friedrichshafen und der Bodenseekreis mit.

Ziel der BMBF Fördermaßnahme „Stadt-Land-Plus“ ist es, durch Stärkung der Stadt-Land-Beziehungen eine integrierte nachhaltige Entwicklung von Regionen zu erreichen.
 

Kontakt:

Prof. Dr. Michael Wachendorf
Universität Kassel
Fachgebiet Grünlandwissenschaft und Nachwachsende Rohstoffe
Tel.: 05542-98-1334
E-Mail: mwach@uni-kassel.de

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Weitere Informationen zum Fachgebiet finden Sie unter www.uni-kassel.de/agrar/gnr bzw. www.researchgate.net/profile/Michael_Wachendorf.

Nachrichtenbeitrag auf Biooekonomie.de

Ein Artikel zu unserem DBU geförderten Lupinenprojekt auf biooekonomie.de

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Publication: LIFE greening Jobs and growth

A European Commision Publication about the results of the LIFE Programme

Please find the part about our project PROGRASS on Page 16.

PDF

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Newsletter: RE-DIRECT

Please read the first newsletter of our new EU Project RE-DIRECT: PDF

Zeitschriftenartikel: Entsorga 11/2016

Den Artikel über das von der EU im Rahmen des Interreg NWE Programms geförderte Projekt RE-DIRECT finden sie hier: ENTSORGA

Pressemitteilung der Universität Kassel zur DFG Forschergruppe: Neue DFG-Forschergruppe zu landwirtschaftlichem Wandel im rural-urbanen Raum

Wie verändern sich agrarwirtschaftliche, ökologische und soziale Systeme unter dem Einfluss wachsender (Mega-)Städte?

Diese übergreifende Frage untersucht die Forschergruppe FOR2432, die die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) an den Universitäten Kassel und Göttingen einrichtet. Sie startet zum 1. April 2016, das Fördervolumen beläuft sich zunächst auf rund 3,7 Mio. Euro. Eingebunden sind internationale Partner, darunter die University of Agricultural Sciences in Bangalore in Indien, wo die kooperierenden Projekte mit voraussichtlich 1,2 Mio. Euro von indischer Seite kofinanziert werden. Mit dieser Entscheidung stärkt die DFG die erfolgreiche Zusammenarbeit der agrarwissenschaftlichen Fakultäten der Universität Kassel und der Georg-August-Universität Göttingen mit einem langfristig angelegten, strukturbildenden Verbundforschungsvorhaben. Die neue Forschergruppe greift aktuelle, weltweit geführte Diskussionen zu den Themen Land- und Ressourcennutzung, Ernährungssicherung, Ökologie und Urbanisierung auf, die in einem breit angelegten, interdisziplinären Ansatz am Beispiel von Bangalore untersucht werden sollen. Mit der südindischen Großstadt wurde ein Ort gewählt, an dem Wachstum und Wandel besonders dynamisch sind. Die Forschergruppe FOR2432 trägt den Titel „Sozial-Ökologische Systeme im Spannungsfeld indischer Land-Stadt-Gradienten: Funktionen, Skalen und Übergangsdynamiken“. Sie ist richtungsweisend für die Agrarwissenschaften in Deutschland, indem sie Grundlagenforschung aus diesem Fach und angrenzenden Disziplinen in den Kontext von Transformationsprozessen Sozial-Ökologischer Systeme stellt. „Die Einrichtung dieser Forschergruppe bedeutet eine national und international deutlich sichtbare Stärkung der Universität Kassel und gibt Rückenwind für die weitere Entwicklung des Forschungsprofils unserer Universität“, freut sich der Präsident der Universität Kassel, Prof. Dr. Reiner Finkeldey. „Sie ist auch ein Beleg für die äußerst produktive und innovative Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen.“ Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Präsidentin der Universität Göttingen, fügt hinzu: „Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der neuen Forschergruppe beschäftigen sich mit globalen Fragestellungen an der Schnittstelle zwischen Mensch und Natur. Mit der Einrichtung der Forschergruppe können wir die spannende Zusammenarbeit mit der Universität Kassel in den Agrarwissenschaften weiter vertiefen.“ Die enge Beziehung und wechselseitige Abhängigkeit von Mensch und Natur ist ein grundlegendes Charakteristikum der Landwirtschaft. Konzeptionell erfasst und als Sozial-Ökologisches System bezeichnet wurde diese Beziehung zuerst von Elinor Ostrom, die dafür 2009 als erste Frau den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erhielt. Aus ökologischer Perspektive wurde das Konzept aufgrund seiner Bedeutung für Ökosystemdienstleistungen bekannt. Die FOR2432 baut auf diesen Ansätzen auf und führt die unterschiedlichen Sichtweisen unter der übergreifenden Frage nach landwirtschaftlichem Wandel im rural-urbanen Raum zusammen.

Die FOR2432 geht in drei interdisziplinären Forschungsclustern den folgenden Fragen nach: Wie und warum ändern sich landwirtschaftliche Produktionssysteme und Haushaltsstrukturen in verschiede-nen Stadien der Urbanisierung? Wie wirkt sich das physische Wachstum der Stadt auf die Fähigkeit regionaler Ökosysteme aus, Nahrungsmittel und andere Ökosystemdienstleistungen bereitzustellen? Wie verändern sich Austauschprozesse zwischen Agrarökosystemen, zwischen Produzenten und Verbrauchern, entlang landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten oder zwischen verschiedenen sozialen Gruppen im Laufe fortschreitender Urbanisierung? Wie interagieren ökologische und soziale Systeme, wenn gegensätzliche Interessen ländlicher und städtischer Lebens- und Landnutzungsformen aufeinandertreffen?

Das Vorhaben mit 11 Teilprojekten wird von Prof. Dr. Andreas Bürkert (Universität Kassel) als Sprecher und Prof. Dr. Stephan von Cramon-Taubadel (Universität Göttingen) als Co-Sprecher vertreten. Beteiligt daran sind vier Fachgebiete der Universität Kassel (darunter eine gemeinsam mit Göttingen eingerichtete Professur) und fünf Göttinger Fachgebiete sowie ein Hochschullehrer der James Cook Universität in Australien. Jedem deutschen Teilprojekt ist ein wissenschaftliches Partnerprojekt in Indien zugeordnet, das in einem Parallelverbund vollständig von DBT, der indischen Partnerorganisation der DFG finanziert wird. Die Forschungsprogramme beider Seiten sind eng aufeinander abgestimmt, wobei 16 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachuchswissenschaftler auf deutscher und 26 auf indischer Seite gemeinsam die Feldforschung betreiben und kooperativ betreut werden können. Hauptpartner in Indien ist die University of Agricultural Sciences in Bangalore (UASB), daneben sind aber auch staatliche Forschungsinstitutionen für Tierernährung, Sozio-Ökonomischen Wandel, Forstwirtschaft und Weltraumwissenschaft sowie die forschungsorientierte Nichtregierungsorganisation ATREE beteiligt. Als erste Forschergruppe dieser Art nimmt das Vorhaben somit auch eine Vorreiterrolle in der internationalen grundlagenwissenschaftlichen Zusammenarbeit mit Indien ein. Disziplinär reicht das Spektrum von Bodenphysik bis Fernerkundung, von Pflanzenbau und Tierernährung bis zur Agrarund Entwicklungsökonomie und über die Agrarwissenschaften hinaus zu Humangeographie und Ökosystem-Modellierung.

Weiterführende Informationen zu den einzelnen Teilprojekten sind unter http://www.uni-kassel.de/go/for-2432 verfügbar.

 

 

Zeitschriftenartikel: Forstzeitung 11/2016

Den Artikel über das von der EU im Rahmen des Interreg NWE Programms geförderte Projekt RE-DIRECT finden sie hier: Forstzeitung

Press release University of Kassel about RE-DIRECT (in German)

Please find the press release ( in German ) here

Article in: Energie aus Pflanzen (4) 2016 (in German)

IFBB in the Bodensee Region in "Energie aus Pflanzen" in Volume 4/2016 PDF

Award: PROGRASS is one of the Best LIFE Environment Projects 2013

Best_projects_2013.pdf