UNIKAT-Agentur Ökologische Agrarwissenschaften

Die UNIKAT-Agentur Ökologische Agrarwissenschaften unterstützt Studierende, Alumni und wissenschaftliche Mitarbeitende des Fachbereichs bei der Umsetzung ihrer Gründungsideen. Sie ist Teil von UNIKAT, der Unterstützungsstruktur für Gründerinnen und Gründer, an der Universität Kassel.

Aktuell wird sie durch das Projekt "Entwicklung eines Startup - Hotspots für ökologische Land- und Ernährungswirtschaft im Werra-Meißner Kreis" gefördert, durch das „IWB-EFRE-Programm Hessen“. Innerhalb des Vorhabens werden die Gründungsaktivitäten am Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften durch folgende Maßnahmen unterstützt:

„Bootcamp für Entrepreneur*innen der ökologischen Land- und Ernährungs-wirtschaft“: Vermittlung von spezifischen Branchenwissen, Erprobung der eigenen Geschäftsidee, formale und rechtliche Schritte der Unternehmensgründung; 30 Präsenzstunden; Zielgruppe: Studierende, wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, Absolvent*innen.

Aufbau eines „Unternehmer*innen Rates der Bioregion Werra-Meißner“:
„Öko-Unternehmen“ aus dem Werra-Meißner stehen Startups aus dem Fachbereich als Sparringpartner zur Seite und helfen über persönliche Kontakte weiter.

 

Crowdinvestingkampagne für "Abrah" gestartet

Das Startup "DULKS" sucht Kapitalgeber*innen für die Fertigung seiner Hacktechnik "Abrah".

Die Hacke ist für die Beikrautregulierung im ökologischen Gemüsebau konzipert. 2018 wurden die ersten Maschinen an Kunden ausgeliefert. Zuerst in einer relativ kleinen Einheit für Dammkulturen wie Möhren, Rote Bete und Zwiebeln. Inzwischen sind auch größere Varianten marktreif. „Zunächst war die Maschine nur für ökologische Landwirte gedacht. Die mussten ja manuell hacken, weil sie es anders nicht durften“, beschreibt André Dülks. „Jetzt wenden wir uns auch an konventionelle Betriebe und beziehen B-Kulturen ein, also Blattsalate, Spinat, Baby Leaf und Rucola.“

Der Geschäftsführer des Startups, Andre Dülks, ist ein Absolvent des Fachbereichs Ökologische Agrarwissenschaften in Witzenhausen.

Weitere Informationen: www.dulks.de/investieren und

 

 


Apfelchips aus Bio-Streuobstwiesen

Die Besichtigung der Apfelchipsproduktion am 28. November beim Verein „Aufwind“ in Eschwege hat viele Streuobstinteressierte aus dem Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften angesprochen. Streuobstwiesen gehören mit über 5.000 Tier- und Pflanzenarten zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Fehlende wirtschaftlich Konzepte führen aber dazu, dass sie häufig nicht mehr bewirtschaftet und nach und nach aufgegeben werden.

Die Apfelchips-Marke „GRIMMS Märchen GOLD“ setzt diesem Trend etwas entgegen, indem sie eine Absatzmöglichkeit für Bio-Streuobst-Äpfel aus Nordhessen schafft. Die Äpfel werden nach Eschwege geliefert und ohne Zusätze schonend getrocknet. Aus 1 kg Frischobst entstehen ca. 100 g Chips. Andreas Galle, Betriebsstättenleiter beim Aufwind e.V., erklärte uns den Herstellungsprozess vor Ort und erzählte uns wie dieses Produkt entstanden ist.

„GRIMMS Märchen GOLD“ ist 2017 in Kooperation mit der Ökolandbau Modellregion Nordhessen, der Streuobstinitiative im Landkreis Kassel (SILKA), der Streuobst-Initiative Werra-Meißner-Kreis, der BUND-Gruppe Werra-Meißner, der GrimmHeimat NordHessen sowie dem Verein „Aufwind“ entwickelt worden.

Nachfolge für Biohof gesucht

Der Bio-Hof Ramm, nahe der Elbmündung gelegen (Bruch, Oederquart), sucht altersbedingt Nachfolger*innen. Es existiert ein Umfeld, das sich für den Erhalt und eine Weiterentwicklung des Hofes einsetzt. Konkret strebt es an, den Hof als Ökobetrieb zu erhalten und gleichzeitig als Bildungsstandort zu entwickeln. Die Schule in Oberndorf hat dabei eine entscheidende Zugkraft, da sie großes Interesse hat, den Hof als Bildungsstandort zu nutzen. Auch das Natureum Niederelbe ist für diese Ideen offen. Im Momemt möchte die Unterstützergruppe den Hof einer zweckorientierten Stiftung zu übergeben, um die beiden Ziele (Ökolandbau, Bildungsstandort) langfristig gewahrt zu sehen und den Hof an eine*n Bewirtschafter*in zu verpachten. Eine Beschreibug des Hofes ist hier zu finden.

Ecosia sucht Bauern, die unsere Böden und Ökosysteme wiederherstellen!

Ecosia, die Suchmaschine, die Bäume pflanzt, ist eins der erfolgreichsten Social Business Unternehmen in Deutschland. Ihre Vision ist eine umweltverträgliche, soziale und nachhaltig wirtschaftende Gesellschaft. Um dies zu erreichen, hinterfragen sie aktuelle Formen der Landnutzung in Europa und möchte die Wende zu einer regenerativen Landwirtschaft beschleunigen, die die Biodiversität und natürliche Widerstandskraft unserer Ökosysteme zu Hause wiederherstellt.

Ecosia sucht Bauern, die ambitionierte Pläne für regeneratives Wirtschaften verfolgen und Unterstützung bei der Umsetzung brauchen. Dafür hat Ecosia zusammen mit Richard Perkins einen Inkubator für regenerative Landwirtschaftsprojekte gestartet, der bis Mitte Dezember 2018 läuft: http://www.startregenerativeagriculture.com/

Dort können sich Projekte um Finanzierungshilfe bewerben und auch direkte Unterstützung in Form von Coaching durch Richard Perkins erhalten.

Mentoren-Netzwerk Ökolandbau gegründet
Erfahrene Landwirte helfen in schwierigen Situationen

Das neu gegründete „Mentoren-Netzwerk Ökolandbau“ hat seine Arbeit aufgenommen. Im „Mentoren-Netzwerk Ökolandbau“ teilen Öko-Landwirte ihr Wissen und ihre Erfahrung mit Öko-Landwirten, die Unterstützung brauchen. Das kann Hilfe in verschiedenen betrieblichen Situationen sein. Wenn ein junger Öko-Landwirt zum Beispiel in eine Hofgemeinschaft eintritt und seine Interessen nicht durchsetzen kann. Auch in existenziellen Notsituationen wie Liquiditätsproblemen oder der Umstrukturierung eines Betriebes kann ein Mentor unterstützen, einen klaren Kopf zu bewahren und die richtige Entscheidung vorzubereiten. Oft kann schon ein Gespräch mit einem Mentor Auswege und Lösungen aufzeigen. Die Mentoren stehen auch Existenzgründern zur Seite, die zum Beispiel einen Hof übernehmen.
Das Netzwerk wird vom Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen koordiniert. Es leitet Anfragen von Hilfe suchenden Landwirten an den für die Fragestellung am besten geeigneten Mentor weiter. Es sorgt für eine verlässliche und unbürokratische Abwicklung sowie kontinuierliche Betreuung des Mentoring.
Die ersten zwei Treffen mit einem Mentor sind kostenlos. Ab dem dritten Treffen wird demjenigen, der den Mentor in Anspruch nimmt, eine pauschale Aufwandsentschädigung von 75 Euro pro Treffen berechnet. Weitere Informationen unter www.mentoring.bio und bei Laura Bertzbach, l.bertzbach@oeko-komp.de, Tel. 04262/9593-85.

Startups aus Witzenhausen präsentieren sich auf der Biofach

Die Biofach ist nicht nur Weltmesse für Bio-Lebensmittel, sondern auch Plattform für neue Trends und neue Ideen im Ökosektor. Das Messeforum „Treffpunkt Generation Zukunft“ war daher für drei Jungunternehmer*innen aus Witzenhausen eine willkommene Bühne, um ihre Geschäftsidee vorzustellen.

Andrea Dührkoop erklärte das System einer sich selbst regulierenden Unterflurbewässerung für Trockengebiete. Sie hat ihre Doktorarbeit im Fachgebiet Agrartechnik darüber verfasst und arbeitet zurzeit an einer praktischen Umsetzung. Ermöglicht wird ihr dies durch das UNIKAT-Fellowship, ein Stipendium der B.Braun Stiftung. Es wird an Wissenschaftler*innen der Uni Kassel vergeben, die ihre Doktorarbeit erfolgreich abgeschlossen haben und ihre Forschungsarbeit in eine praktische Anwendung bringen möchten.

Mit Kommunikation beschäftigt sich AudioAgrar, ein Startup, das Podcasts für landwirtschaftliche Betriebe erstellt. Inhaltlich ist AudioAgrar vergleichbar mit einer landwirtschaftlichen Zeitung, die über neue wissenschaftliche Erkenntnisse, von Veranstaltungen, Messen oder besonderen Betriebslösungen berichtet. Der Vorteil für die Abonnenten und Abonnentinnen ist, dass sie sich während ihrer Alltagsarbeiten auf dem Schlepper oder im Stall über aktuelle Entwicklungen informieren können.

Das Startup Dulks hat eine besondere Hacktechnik entwickelt, die es ermöglicht bereits direkt nach dem Aufgang empfindlicher Pflanzen, wie z.B. Karotten, zu hacken. Die Hacke mit dem Name „Abrah“ wurde 2017 bereits auf einigen Betrieben eingesetzt. Geschäftsführer Andre Dülks verspricht sich besonders von ökologisch wirtschaftenden Betrieben mit Feldgemüseanbau eine große Nachfrage, „Abrah“ hat das Potenzial, den Aufwand für Handarbeit in diesen Betrieben deutlich zu minimieren.