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Willkommen im FG Ökolog. Pflanzenzüchtung und Agrarbiodiversität (OPB)

Ökologische Pflanzenzüchtung spielt eine wichtige Rolle für die ökologische Landwirtschaft, denn sie stellt die Pflanzentypen zur Verfügung, auf denen der Erfolg des ökologischen Landbaus gründet.

Ökologische Pflanzenzüchtung strebt nach Lösungen für die besonderen Herausforderungen in der ökologischen Landwirtschaft. Konventionelle Landwirtschaft zielt aus produktionstechnischen Gründen auf eine hohe Uniformität des Pflanzenbestandes und gleicht dessen Nachteile durch zeitnahe Einbeziehung externer Ressourcen wie mineralische Düngung und chemische Pflanzenschutzmittel aus. Der bewusste Verzicht diese kurzfristige Beeinflussung des Agrarökosystems im Öko-Landbau resultiert in Züchtungszielen die entweder in der konventionellen Züchtung geringer gewertet werden oder gar nicht vorkommen, wie die dichte und tiefe Ausbildung von Wurzeln, eine frühe Deckung des Bodens, effiziente und vor allem nachhaltige Resistenz gegenüber Krankheitserregern (auch gegenüber saatgut-übertragbaren Krankheitserregern) und Toleranz gegenüber mechanischer Beikrautregulierung.  Zudem überwiegen in der ökologischen Landwirtschaft die Nachteile hoher Uniformität und eine höhere Agrobiodiversität wird angestrebt.

Agrobiodiversität umfasst die Gesamtheit von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen,
die direkt oder indirekt in der Landwirtschaft genutzt werden. Agrobiodiversität trägt zur Stabilisierung des Agrar-Ökosystems gegenüber biotischen und abiotischen Stressfaktoren bei, unterstützt die Bodengesundheit und -produktivität, optimiert die Ausnutzung von Ressourcen und reduziert wirtschaftliche Risiken sowie den Druck durch Agrarökosysteme auf umgebende naturnahe Ökosysteme.

Das Fachgebiet Ökologische Pflanzenzüchtung und Agrobiodiversität strebt eine enge Zusammenarbeit mit allen praktisch arbeitenden Pflanzenzüchtern an, deren Anliegen das Anbieten von geeigneten Sortentypen speziell für die Ökologische Landwirtschaft ist, vorzugsweise mit ökologisch arbeitenden Züchtern. Das Methodenspektrum reicht von dezentralisierten Zuchtmethoden und Ramschpopulationen über traditionelle Züchtungsmethoden bis hin zur Anwendung von molekularen Markern.