Aktuelle Veranstaltungen

Upcycling-Werkstatt für Große: Kein Grund zum Wegwerfen! Sonntag, 19.11. 10-17 Uhr

Upcycling-Werkstatt für Große:
Kein Grund zum Wegwerfen!


Sonntag, 19. November 2017,  10.00 – 17.00 Uhr

Upcycling – nur eine neue Modewelle oder ein Zeichen nachhaltigen Handelns? Das Wort Upcycling setzt sich aus den Worten „Up“ und „Recycling“ zusammen und bedeutet, scheinbar nutzlose Dinge aufzuwerten. Am Sonntag, 19. November wollen wir im Tropengewächshaus in Witzenhausen aus Aussortiertem, häufig aus Pflanzen Hergestelltem, gemeinsam etwas Neues, Einzigartiges und Brauchbares entstehen lassen! 

Pflanzen aus aller Welt sind die Rohstoffe für Papier, Kleidung, Verpackung und viele andere Alltagsgegenstände. Ihre Produktion ist aufwändig, kostet menschliche Arbeit, fossile Ressourcen, knappe Flächen und hinterlässt manch Unerwünschtes bei Mensch und Umwelt. Die Produkte nach kurzem Gebrauch als „Müll“ zu entsorgen, ist deshalb schade. Die Menge an Haushaltsabfällen in Deutschland nimmt stetig zu, unter diesen Umständen kann eine durch Upcycling verlängerte Nutzungsdauer der Produkte zum Schutz der Umwelt beitragen. „Aufwerten statt Wegwerfen“ ist das Motto unserer Werkstatt, dabei stehen Kreativität und Spaß am „Erfinden“ und Umsetzen im Mittelpunkt. 

Wir lernen die Wege von der Pflanze beispielsweise zum Fahrrad-oder Autoreifen, zur Kleidung oder zum Papier kennen und beschäftigen uns auch mit dem Thema Plastik und Pflanzen. Es geht bei diesem Workshop auch darum, Pflanzenrohstoffe und all die Mühe, die in ihnen steckt, kennen und dadurch schätzen zu lernen. Der Schwerpunkt liegt auf dem Handeln: Wir wollen Ideen austauschen, wie Altes sich mit mehr oder weniger handwerklichem Geschick in Nützliches und Schönes umwandeln lässt und vor allem selber aktiv werden: Kaputte Fahrradschläuche lassen sich in kleine Etuis oder Klemmbretter verwandeln, aus Altpapier entsteht individueller Schmuck oder ein einzigartiges Notizbuch, aus alter Kleidung neue Ordnungshelfer. Auch Kunststoffe lassen sich aus unserem Alltag kaum fernhalten – gerade typisches Verpackungsmaterial lässt sich wunderbar zu neuen Accessoires aufwerten. Bei all dem versuchen wir, möglichst kein „extra gekauftes“ Material einzusetzen. Eine wunderbare Gelegenheit also auszuprobieren, was uns möglich ist und Freude bereitet! Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Zeit: Sonntag, 19. November 2017, 10.00 – 17.00 Uhr

Ort: Tropengewächshaus der Universität Kassel, Steinstraße 19, 

37213  Witzenhausen

Anmeldung  verbindlich bis 10. 11. 2017

Ines Fehrmann, Universität Kassel, 

Tel: 05542-72812, tropengewaechshaus@uni-kassel.de 

Kosten: 25 €/Person incl. Snack und Material

Apfel Sortenseminar und Verkostung - Sonntag, 26.11. 14-17 Uhr

Ein Apfel ist ein Apfel, ist ein Apfel? 

Sortenseminar und Verkostung mit dem Pomologen Hans Joachim Bannier aus Bielefeld. Sonntag, 26.November 2017 14-17 Uhr, Anmeldung bis 15.11., max. 25 TN, 10€ 

 

Wer kennt sie noch, die alten Sorten?

Der Schöne aus Nordhausen, die Große Kasseler Renette, die Kirkespflaume oder die Muskatellerbirne sind in den letzten Jahrzehnten fast unmerklich aus den Gärten, von den Wegrändern und Wiesen unserer heimischen Landschaft verschwunden. Und mit ihnen verschwindet das Kulturgut vieler alter Sorten, die unsere Vorfahren über Jahrhunderte genutzt, sorgsam gehütet und vermehrt haben. Mit ihnen sind auch wertvolle Eigenschaften (z.B. Krankheits- und Schädlingsresistenzen, Klima- und Standortangepasstheit) unwiederbringlich verlorengegangen. Einige der alten Sorten sind uns nur noch aus Beschreibungen und Erzählungen unserer Eltern oder Großeltern bekannt. 

Fortschreitende Spezialisierung auf wenige Standardsorten, verbunden mit der Entwicklung weg vom langlebigen Hochstamm-Baum hin zum kurzlebigen Busch- und Spindelbaum, dem allmählichen Verschwinden des selbstangebauten Obstes als Folge des Angebots „vereinheitlichter“ Supermarkt-Früchte und gezielten politischen Maßnahmen, wie Abholzungsprämien, bewirkten im Obstbau eine Gen-Erosion nie gekannten Ausmaßes.

Bei der Erhaltung alter Obstsorten geht es nicht allein um die Bewahrung eines Kulturgutes und um die Rettung genetischer Ressourcen, sondern auch um eine Vielfalt der Sinneserfahrung jenseits industrieller Massenproduktion. Wer einmal den Duft eines vollsaftigen Gravensteiners, das würzige Aroma eines frisch gepflückten Prinzenapfels oder den fruchtig-aromatischen Geschmack eines Berlepsch kennengelernt hat, der wird das immer gleiche Angebot an Elstar-, Jonagold-, Delicious- und Gala-Äpfeln als eintönig und geschmacksarm empfinden. Wer gute Äpfel zum Kuchenbacken sucht, wird bei Riesenboiken oder Jakob Lebel fündig, alten

Wirtschaftssorten, deren Früchte ebenso wenig im Laden erhältlich sind wie der Weiße Klarapfel und der Bismarckapfel, Äpfel für bestes Apfelmus. Guten Apfelsaft erhält man von Mostsorten wie dem Rheinischen Bohnapfel, der Grauen Herbstrenette oder auch Regionalsorten wie der Westfälischen Tiefblüte. Einigen Sorten wie dem wohlschmeckenden Finkenwerder fehlt nur das genormte, marktfähige „Outfit“, welches Großhandel und Verbraucher heute zumeist erwarten. Die kleinen leuchtenden Früchte der Roten Sternrenette –von manchen auch als Weihnachtsschmuck verwendet- können uns lehren, dass eine Vielfalt von Augen- und Gaumenfreuden auch außerhalb von EU-Normen über Mindestgrößen (noch!) existiert. 





Jahresprogramm

Hier finden Sie das vorläufige Programm 2017