Aktuelle Veranstaltungen

Themenvortrag Steckrübe - Sonntag, 1. Oktober 14-16 Uhr

Die Steckrübe – das „Gemüse des Jahres 2017“
Vortrag mit Führung und Verkostung am Sonntag, 1.10.2017
14 - 16 Uhr im Tropengewächshaus/Lehr-und Lerngarten Witzenhausen
nur mit Voranmeldung bis 27.9.- Eintritt 5€

„Früh Kohlrübensuppe, mittags Koteletts von Kohlrüben, abends Kuchen von Kohlrüben". So oder so ähnlich mag der Speiseplan vieler Menschen in Deutschland im sogenannten Steckrübenwinter 1916/17 ausgesehen haben. Die Rübe diente damals sogar als Marmelade und im gerösteten und gemahlenen Zustand als Kaffeeersatz. Heute gewinnt die „ostpreußische Ananas“ neue Popularität. Mehr und mehr Menschen wissen den wertvollen Geschmack der Steckrübe zu schätzen, aber viele Sorten sind verloren gegangen. Aus diesem Grund hat der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) die Steckrübe zum Gemüse des Jahres 2017/2018 auserkoren.
Und auch in diesem Jahr veranstaltet das Tropengewächshaus in Kooperation mit dem VEN zum Jahresgemüse einen Themennachmittag. Wir laden Sie herzlich ein, am Sonntag, den 1. Oktober 2017 bei einer zweistündigen Veranstaltung im Gewächshaus und im angrenzenden Lehr- und Lerngarten viel Neues über die unbekannte Rübe zu erfahren. Neben einem spannenden Vortrag gibt es eine Verkostung verschiedener Streckrübensorten. Sie erfahren, wie Sie die Steckrübe selber anbauen können und wie eine erfolgreiche Überwinterung für die Saatgutgewinnung gelingt.
Die Steckrübe ist aus einer zufälligen Kreuzung von Rübsen und Gemüsekohl hervorgegangen. Sie bildete zusammen mit anderen Hackfrüchten die Basis für den Aufschwung der Viehwirtschaft ab dem 18. Jahrhundert. Darüber hinaus war sie in Notzeiten, wenn beispielsweise die Kartoffelernte schlecht ausfiel, ein wichtiges und preiswertes Nahrungsmittel für die Bevölkerung. Die Rübe konnte die langen Wintermonate im Keller gelagert überdauern. Man kann sich gut vorstellen, dass manch einem die Lust auf ein Gemüse vergeht, wenn es tagtäglich auf dem Speiseplan steht! Mit Bezeichnungen wie „Ostpreußische Ananas“ sollte die Rübe der Bevölkerung schmackhaft gemacht werden. Doch leider half auch das nichts! Seit Ende des zweiten Weltkriegs war die Steckrübe beinahe völlig von unserer Speisekarte verschwunden.
Erst heute findet die Rübe im Zuge der Rückbesinnung auf alte Gemüsearten und -sorten wieder häufiger den Weg auf den Teller –aus gutem Grund! Sie enthält viel Vitamin C und Kohlenhydrate. Sie lässt sich zu Püree, Eintopf oder Gratin verarbeiten oder dient als Gemüsebeilage. Geschmacklich erinnert Sie an Kohlrabi, kocht man sie allerdings zu lange, entwickelt sie einen stark kohligen Geschmack.
Ob nun Steckrüben-Liebhaber oder Gartenfreund - holen Sie sich Inspiration für Ihren eigenen Garten und Ihre Küche!


Voranmeldung bis Dienstag, 27.9.2017 unter: tropengewaechshaus@uni-kassel.de  oder  05542-981231
Universität Kassel/Gewächshaus für tropische Nutzpflanzen Steinstraße 19 - 37213 Witzenhausen

Ferien-Kinder-Uni, 9.-11. Oktober 2017

Die Kleiderschrank-Detektive
Ferien-Kinder-Uni im Tropengewächshaus Witzenhausen

in Kooperation mit dem Bündnis für Familie, WeltGarten Witzenhausen und Bildung trifft Entwicklung, Göttingen

Montag, 9. Oktober bis Mittwoch, 11. Oktober 2017 jeweils 9.00-13.15 Uhr

Alter: 8 – 12 Jahre

Gruppe: mind. 10 bis max. 18 Kinder

Zeit: täglich von 9.00 – 13.15 Uhr 

Ort: Tropengewächshaus der Universität Kassel, Steinstraße 19, 

37213 Witzenhausen

Anmeldung  verbindlich bis 2.10.2017 Universität Kassel, 
Tel: 05542-72812, tropengewaechshaus@uni-kassel.de 

Kosten 50 €/Kind incl. Snacks und Material

Kleidung – wir tragen sie täglich, lieben sie oder schieben sie immer wieder nach hinten im Regal. Aber woher kommen die Klamotten im Schrank, wer hat sie gemacht und was steckt drin? Jeder Mensch in Deutschland verbraucht im Jahr 14 kg Kleidung – das sind umberechnet 140 T-Shirts!

Die Kinder erforschen drei Vormittage lang unter fachlicher Anleitung spannende Pflanzenfasern von der Banane bis zur Brennnessel. Sie gebrauchen all ihre Sinne im Tropengewächshaus, empfinden Herstellungsprozesse nach und erkunden mit Hilfe von Forscheraufträgen, Mikroskopen und praktischen Aufgaben den Weg ihrer Kleidung vom Feld bis in den Kleiderschrank und noch darüber hinaus. 

Es gilt, eine ganze Reihe von Fragen zu beantworten: Am Montag geht es um den Weg der Kleidung von der Pflanze bis in den Schrank. Welche Pflanze versteckt sich in meiner Jeans? Was braucht die Baumwolle zum Wachsen und was hat ein verschwundener See mit meiner Jeans zu tun? Gibt es tatsächlich Kinder, die bei der Ernte der Fasern helfen und deshalb nicht in die Schule gehen? Gefällt ihnen das? Die Kinder forschen, spinnen und weben, erleben wie es sich wohl anfühlt in einer Nähfabrik zu arbeiten, sie begegnen „giftigen“ T-Shirts und lernen Alternativen kennen.

Am Dienstag steht der Mensch im Mittelpunkt. Was ist meine Lieblingskleidung und warum? Ist das in anderen Ländern ähnlich? Die Kinder erleben im Völkerkundlichen Museum westafrikanische Handwerkstechniken, lernen den Unterschied zwischen industriell gefertigten Stücken und Handgefertigtem kennen und dürfen selber in Batiktechnik gestalten. Entdecker können anschließend verschiedene Fasern auf ihre Eigenschaften testen. Warum eignet sich die Baumwolle gut als Verbandsmaterial und was macht die Banane im Teebeutel? Wozu haben Pflanzen überhaupt Fasern?

Der Mittwoch ist für ModedesignerInnen und DetektivInnen: Mit detektivischem Geschick sollen die JungforscherInnen herausfinden, welche Kleidung der Täter trug. Genaues Beobachten und Kombinieren ist gefragt. Zur Hilfe gibt es Mikroskope und Lupen. Was passiert eigentlich mit unserer alten Kleidung? Ganz einfach, wir machen etwas Neues daraus in unserer Modewerkstatt, Je nach Geschmack z.B. Umhängebeutel, Haarbänder oder Kleinkram-Boxen. Kreativität ist gefragt!

Um die anstrengende Forscherarbeit durchzuhalten, bereiten wir täglich gemeinsam passende kleine Snacks zu – zum Glück gibt es auch einige leckere Faserpflanzen! 

Mit der Agraringenieurin Ines Fehrmann.

Die Kinder sollten strapazierfähige Kleidung tragen.

Mit freundlicher Unterstützung: 

Bündnis für Familie Witzenhausen, Katja Eggert, Am Markt 1 -37213 Witzenhausen 

Zuckerrohr, Rüben & Co – vom bittersüßen Wohlgeschmack Seminar 20. & 21. Oktober 2017

 
Zuckerrohr, Rüben & Co – vom bittersüßen Wohlgeschmack
Seminar in Witzenhausen am 20. & 21. Oktober 2017


“Sweet dreams are made of this…” Wir lieben Süßes, aber die süße Versuchung hat auch andere Seiten! Zucker war und ist ein bedeutendes Handelsgut mit weltweit steigendem Verbrauch. Die wachsenden Anbauflächen sind allerdings nicht nur dem menschlichen Konsum geschuldet, sondern auch der Herstellung von Kraftstoff, dem „Bio-Ethanol“.
Von Freitag, 20. Oktober, 16:30 Uhr bis Samstag, 21. Oktober 2017 um 17:30 Uhr dreht sich im Tropengewächshaus alles um Zucker.
Am Freitagabend erwartet die Teilnehmenden ein Einstieg zu den wichtigsten Zuckerpflanzen, ihrer Geschichte, Anbau, Verarbeitung und Bedeutung. Wo genau liegt der Unterschied zwischen Vollrohrzucker, Rohrohrzucker und braunem Zucker? Und wie wirkt sich der Anbau von Zuckerrohrmonokulturen oder Zuckerrübenfeldern auf die Umwelt aus? Wir werden uns auch mit der Bedeutung des europäischen Hungers nach Zuckerrohr und Rum beschäftigen, der das abscheuliche System der Sklaverei ankurbelte. Bis heute bedeutet die Arbeit auf einem Zuckerrohrfeld extrem harte körperliche Arbeit. Was hat sich an den Verhältnissen seither eigentlich geändert? Nach diesen Impulsen gibt es „Süßes zum Nachtisch“: im Lichtkegel der abendlichen Taschenlampenführung im Tropengewächshaus steht die wohlschmeckende Seite des Zuckers, mit Häppchen aus Literatur und Küche.
Am Samstag geht es weiter im Gewächshaus – wir beschäftigen uns bei einem Rundgang mit botanischen, landwirtschaftlichen, ökonomischen, politischen und sozialen Aspekten von verschiedenen Zuckerpflanzen. Was verbirgt sich hinter Agavensirup oder Palmzucker, woher kommt der Kokosblütenzucker und wem gehört die Stevia? Einige Zuckerarten nehmen wir richtig unter die Lupe! Natürlich dürfen auch Verkostungen unterschiedlicher Süßmittel nicht fehlen. Noch vor 200 Jahren galt Zucker noch als Luxusartikel. Aus der Zuckerrohrpflanze gewonnen, gelangte das so genannte „weiße Gold“ über die Kolonien nach Europa. Bereits 1806 begannen mit der Kontinentalsperre von Napoleon die Handelsbeschränkungen. Eine Folge davon ist die Zuckerrübe, deren Züchtung damals forciert wurde, um unabhängig vom tropischen Zuckerrohr zu werden. Heute stehen sich Rohr und Rübe auf dem Weltmarkt als Konkurrenten gegenüber, Handelsbeschränkungen und Ausnahmen sind vielfältig. Ganz aktuell laufen zum 30. September 2017 die EU-Quotenreglungen für den Anbau aus. Wir diskutieren Marktmechanismen, Arbeitsbedingungen, Biopiraterie und fairen Handel.
Außerdem berichtet Cristina Pflaum über fair und biologisch erzeugten Kokosblütenzucker aus Indonesien. Sagen Ihnen die Begriffe Maltodextrin, Glucosesirup, Invertzuckersirup oder Laktose etwas? Falls nicht, freut dies zumindest die Lebensmittelindustrie. Wir sprechen auch über die Deklaration auf Verpackungen anhand praktischer Beispielen.
Nora Taleb, Mitarbeiterin beim Bio-Anbauverband Naturland, klärt uns am Samstagnachmittag über Sozial- und Fairhandelskriterien für Zuckerpflanzen und deren Zertifizierungsmechanismen auf. Sie kann uns aus erster Hand von Zuckerrohrbäuerinnen und Bauern aus Paraguay berichten.
Zuckerrübe vs. Zuckerrohr – Welche Auswirkungen auf Umwelt und Menschen haben der Anbau von Rohr und Rübe? Vielleicht finden wir am Ende eine Antwort auf die Frage, welcher Zucker denn nun am nachhaltigsten ist.
P.S.: Auf die ernährungsphysiologischen Eigenschaften von Süßmitteln gehen wir in diesem Seminar weniger ein.

Zeit: Das Seminar beginnt am Freitag, den 20. Oktober 2017 um 16:30 Uhr und endet am Samstag, den 21. Oktober 2017 um 17:30 Uhr.
Ort: Tropengewächshaus der Universität Kassel, Steinstraße 19, 37213 Witzenhausen
Übernachtung und Verpflegung: DEULA, Am Sande 20, 37213 Witzenhausen
Referentinnen: Ines Fehrmann (Universität Kassel), Cristina Pflaum (Weltläden in Hessen e.V.), Nora Taleb (Naturland)
Teilnahmegebühr (inklusive Unterkunft + Verpflegung): 45€/Person im Doppelzimmer, 50€/Person im Einzelzimmer. Ohne Übernachtung 35€. Ermäßigung auf Anfrage möglich.
Anmeldungen bis zum 09.10.2017 an: cpflaum@weltlaeden-hessen.de; Tel.: 06421/620127
Das Seminar ist eine Kooperation von Weltläden in Hessen e.V., Tropengewächshaus Witzenhausen/Universität Kassel und WeltGarten Witzenhausen.

          





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Jahresprogramm

Hier finden Sie das vorläufige Programm 2017