Forschung

Das Fachgebiet OPATS vertritt ein breites Spektrum von Forschungsthemen. Anhand klassischer, produktionsorientierter Fragestellungen im ökologischen Pflanzenbau entwickeln wir wissenschaftliche Grundlagen für nachhaltige Bewirtschaftungsformen, um Erträge auch unter schwierigen oder sich wandelnden Boden- und Klimabedingungen zu sichern oder zu verbessern.

In der Agrarökosystemforschung liegt unser Schwerpunkt auf Nährstoffzyklen in intensiven sowie extensiven/ökologischen Anbausystemen, sowohl vertikal innerhalb eines Feldes im Austausch zwischen Boden und Pflanzen, als auch horizontal auf regionaler Ebene, z.B. in urbaner und periurbaner Landwirtschaft. Wir wenden etablierte und innovative Methoden an, um den Nährstoffgehalt in verschiedenen Pflanzen- und Bodenfraktionen zu bestimmen, quantifizeren Verluste durch Auswaschung und Gasemmission, und modellieren die zugehörigen Stoffflüsse. Interaktionen zwischen Pflanzenbau und Tierhaltung werden durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet „Animal Husbandry in the Tropics and Subtropics“ abgedeckt.

Die Landwirtschaft in den Tropen und Subtropen steht in einem besonderen Spannungsfeld zwischen Ernährungssicherung für eine schnell wachsende Bevölkerung und Ressourcenknappheit bzw Ressourcenschutz, noch dazu oftmals vor einem Hintergrund ökologischer, sozialer und politischer Instabilität. Wir arbeiten bewusst auch in solchen vernachlässigten Regionen. 

Die Wechselwirkungen und Abhängigkeiten von Agrarökosystemen und menschlichem Handeln sind komplex und fordern eine ganzheitliche Betrachtung gekoppelter Sozial-Ökologischer Systeme. Dieses theoretische Konzept steht im Zentrum einiger unserer interdisziplinären Verbundforschungsprojekte.

Der Fachbereich zeichnet sich durch eine Vielzahl drittmittelgeförderter Forschungsprojekte aus, sowohl Einzelvorhaben als auch Verbundprojekte. Fördergeber sind u.a. DFG, BMBF, VW-Stiftung und DAAD. An verschiedensten Standorten und unter entsprechend unterschiedlichen Rahmenbedingungen sind die Leitthemen unserer Forschung:

  • Nachhaltige Landnutzungssysteme
    Boden, Klima, Nährstoffzyklen
    Erträge und Produktqualität
    GIS und Fernerkundung
  • Urbane und peri-urbane Landwirtschaft
  • Kleinbäuerliche Haushalte

>>> Zur Übersicht laufender und abgeschlossener Forschungsprojekte.


Arbeitsethik: Gemäß der Regeln guter wissenschaftlicher Praxis streben wir nach vorurteilsfreier, unabhängiger und exzellenter Forschung, getrieben von wissenschaftlicher Neugier. Wir ermutigen zu kritischem und kreativem Denken, das die Verantwortung der Wissenschaftler/innen für die Auswirkungen ihrer Forschung im Blick behält. Wir erwarten und verpflichten uns zu Sensibilität, Toleranz und Respekt im Umgang mit Kollegen/innen aus anderen Kulturkreisen und Glaubensgemeinschaften. Wir sind überzeugt, daß zukunftsweisende, gemeinsamen Forschung dazu beitragen kann, historische Barrieren aufzubrechen und die nachhaltige Entwicklung menschlicher Gesellschaften voranzubringen.


Richtlinien der Universität Kassel zu Guter Wissenschaftlicher Praxis:
Mitteilungsblatt der Universität Kassel vom 13.06.2014
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Empfehlungen der Kommission "Selbstkontrolle in der Wissenschaft"
Vorschläge zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis (Quelle: DFG)
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