Aktuelle Themen für studentische Arbeiten

Studentische Arbeiten im Verbundvorhaben: Allokation von N Ressourcen im landwirtschaftlichen Betrieb

Um die Nutzungspotentials von Nr-Verbindungen für die Erzeugung von Biomasse ausschöpfen und gleichzeitig die vielfältigen negativen Umweltwirkungen zu mindern, bedarf es zielführender Strategien der Allokation von diversen Ressourcen (Nährstoffe, Arbeitszeit, Know how, Investitionen, etc.) und einer integrierenden Betrachtungsweise. Integration ist ein Vorgang, bei dem dafür Sorge getragen wird, dass Untereinheiten bzw. Personen einem übergeordneten Ganzen zugeordnet werden bzw. sich zugehörig fühlen. Dies setzt gemeinsame Vorstellungen und Verständigungen über Ziele voraus, die mit dem „Ganzen“ angestrebt werden sollen und denen sich die Untereinheiten bis zu einem gewissen Grad unterzuordnen haben.

Eine Arbeitsgruppe am FB11 hat sich zur Aufgabe gemacht, sich der skizzierten Zielsetzung sukzessive zu nähern und diesen Weg durch die Beleuchtung der Nährstoff-Flüsse auf dem Betrieb Frankenhausen weiter zu konkretisieren und zu spezifizieren. Studierende sind herzlich willkommen, sich im Rahmen von Projekt- und/oder Bachelor-Arbeiten in Teilgebieten an der Durchleuchtung des Nährstoff- und Energieflüsse auf Frankenhausen und der Allokations-Strategien zu beteiligen.

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Beurteilung der Abweichung der Futterrationen von Milchkühen von der berechneten (geplanten) Rationen

Das Fachgebiet Tierernährung und Tiergesundheit hat im Rahmen des Projektes „Tier-wirt“ (Aggregiertes Indikatorkonzept zur Beurteilung von Tierschutzleistungen und deren ökonomische Implikationen in der Milchviehhaltung) eine Projekt- oder Bachelorarbeit zu vergeben.

Hintergrund:

Im Projekt Tier-Wirt sind 36 (überwiegend konventionelle) Milchviehbetriebe beteiligt. Ziele des Projektes sind u.a.

  • die Entwicklung eines Konzeptes zur ökonomischen Bewertung von Problemtieren
  • die Beurteilung des Tierwohlstatus anhand datenbasierter Gesundheitsparameter

Als Ursache vieler Gesundheitsprobleme ist die Bewertung der Energiebilanz der Kühe (Aufgenommene Energie minus Energiebedarf der Tiere) ein wichtiges Themenfeld im Projekt. In den Daten der Betriebe sind i.d.R. die berechneten Rationen verfügbar und damit die Grundlage der Ermittlung der aufgenommenen Energie. Neben verschiedenen anderen Störgrößen in der Einschätzung der tatsächlich gefressenen Rationen möchten wie hier die von den berechneten Rationen abweichenden Mengenverhältnisse in den gemischten und vorgelegten Futterrationen betrachten und den Einfluss beispielhaft aufgrund der guten Datenlage eines Betriebes abschätzen.

Themenbereich: 

  • Beurteilung der Abweichung gemischter von berechneten Futterrationen für Milchkühe
  • Ziel ist es, den Einfluss dieser Abweichungen auf die Energieversorgung der Milchkühe, bzw. die Berechnung der Energiebilanzen abzuschätze.

Aufgaben: 

  • Auswertung von Mischwagendaten (liegen vor) im Vergleich zu den berechneten Futterrationen
  • Beispielhafte Berechnung von Energiebilanzen
  • Bewertung der Unterschiede

Darüber hinaus besteht bei Interesse die Möglichkeit, die Fragestellung auszuweiten und weitere Aspekte der Futteraufnahme und Energieversorgung der Milchkühe zu bearbeiten. Die vorliegenden, recht umfangreichen Daten (Dairyfeeder, Herde) stammen von einem der insgesamt 36 Projektbetriebe.

Ablauf:

  • Nach Absprache

Kontakt:

Lara Ebert

laraebert@uni-kassel.de

Gemeinwohl und Unternehmerisches Handeln in Kooperationsmodellen der Futtererzeugung

Die Fachgebiete Tierernährung/Tiergesundheit und Betriebswirtschaft haben im Rahmen des Projektes „Systemische Analyse des Wertschöpfungspotentials heimischer Proteinträger in der ökologischen Monogastrierfütterung“ Potential Analyse- eine Bachelor- oder Masterarbeit zu vergeben.

Themenbereich: 

Charakterisierung von Kooperationsmodellen, welche in der Lage sind, die  Interessen des Gemeinwohls mit unternehmerischem Handeln zu verbinden

Aufgaben: 

  • Umfassende Recherche zu bestehenden Modellen

  • Aufzeigen bestehender Kooperationen im Futtermittelsektor in Deutschland und im europäischen Ausland. Hauptsächlich zwischen Primärerzeugern und Futtermittelindustrie.

  • Einbeziehung von nicht landwirtschaftlichen Kooperationen, die Gemeinwohl und unternehmerisches Handeln verbinden.
      
  • In Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Betriebswirtschaft: Ausarbeitung sozio-ökonomischer Aspekte.

Kontakt:

Leonie Blume
leonie.blume@uni-kassel.de
Tel.: 981662

Innerbetrieblicher Wert des Leguminosenanbaus

Die Fachgebiete Betriebswirtschaft und Tierernährung und Tiergesundheit haben im Rahmen des Projektes Potentialanalyse (Systemische Analyse des Wertschöpfungspotentials heimischer Proteinträger in der ökologischen Monogastrierfütterung) eine Bachelor- oder Masterarbeit, gegebenenfalls auch Projektarbeit zu vergeben.

Aufgaben: 

    • Interdisziplinär angelegte Systemanalyse (Ackerbau, Tierernährung, Ökonomie)  zwecks systematischer Identifizierung von Kausalbeziehungen auf der Basis einer Literaturanalyse
    • Modellrechnungen zur Quantifizierung von betrieblichen „ecosystem services“
    • Schwerpunkt der Untersuchung soll die Integration feinsamiger Leguminosen in viehschwache bzw. bodenarme Betriebe sein

    Kontakt:

    Anne Oltersdorff (BWL)
    oltersdorff@uni-kassel.de
    Tel.: 981268

    Identifizierung von Wertschöpfungsnetzen in der ökologischen Futtermittelwirtschaft

    Die Fachgebiete Betriebswirtschaft und Tierernährung und Tiergesundheit haben im Rahmen des Projektes Potentialanalyse (Systemische Analyse des Wertschöpfungspotentials heimischer Proteinträger in der ökologischen Monogastrierfütterung) eine Bachelor- oder Masterarbeit, gegebenenfalls auch Projektarbeit zu vergeben.

    Aufgaben: 

        • Interdisziplinär angelegte Recherche (Tierernährung, Ökonomie) zu aktuellen Strukturen der ökologischen Futtermittelwirtschaft (Orte, Produkte, Kapazitäten, Logistik) mit Schwerpunkt Monogastrierfütterung,
        • Erstellung von (graphischen) Wertschöpfungsnetzen
        • Durchführung von überschlägigen Szenariorechnungen zu Umsätzen und Kapazitäten
        • Vorhandene Einblicke in die Branche sind von Vorteil


        Kontakt:

        Anne Oltersdorff (BWL)
        oltersdorff@uni-kassel.de
        Tel.: 981268

        Vergleich aktueller Herdenmanagement-Software

        Hinsichtlich:

        • Schnittstellen mit verschiedenen Datenquellen/-herkünften
        • Module für Monitoring & Steuerung der betrieblichen Prozesse
        • Analyse des Tiergesundheitsstatus
        • Anwendbarkeit in der täglichen Praxis des Herdenmanagements