Modulkatalog Hauptstudium

Methoden

H13 Statistik II

Koordinator

Dr. E. Rommelfanger (SS), Prof. Dr. B. Ludwig (WS)

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

WS und SS

Lehrinhalte

  • Wiederholung von statistischen Grundlagen (grundlegende Versuchsplanung – Teil I, Boxplots, QQ-Plots, Verteilungen, klassische Tests, Korrelationen, Umgang mit Zähldaten und Anteilsdaten)
  • Einarbeitung in die Software R – Teil I
  • Statistische Modellierung
  • Regression (lineare, polynomische, nicht-lineare, multiple)
  • Transformationen
  • Planung und Auswertung von Versuchen – Teil II
  • Varianzanalyse und multiple Mittelwertvergleiche
  • Kovarianzanalyse
  • Einarbeitung in die Software R - Teil II

Qualifikationsziel

Die Studierenden verfügen über ein fundiertes biometrisches Grundwissen, das es ihnen erlaubt, geeignete Versuche und Erhebungen zu planen, sowie die passende statistische Auswertung empirischer Daten aus Versuchen und Erhebungen zu identifizieren und anzuwenden.

 

Die Studierenden können die "richtige" Grafik zu den verschiedenen Analyseverfahren erstellen und interpretieren. Die Studierenden sind in der Lage, diese Analyseverfahren in einer Softwareumgebung umzusetzen.

Literaturhinweis

  • Crawley, M.J. 2012. The R Book, Wiley
  • Field, A., Miles, J., Field, Z. 2012. Discovering Statistics using R, SAGE

Lehrform

Vorlesung 30h, Übungen mit R 30h

Leistungsnachweis

Klausur (2h) 100%

Verwendbarkeit

Pflichtfach gemäß § 9 (3) PO MSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Grundlagen und Methoden der Statistik; begrenzte Teilnehmerzahl, Auswahl siehe aktueller Aushang

H14 Methoden der empirischen Sozialforschung

Koordinator

Dr. T. Krikser

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

WS, jährlich

Lehrinhalte

Quantitative Methoden: quantitative empirische Methoden, Begriffstheorien, Formulierung von Arbeitshypothesen; praktische Anwendung von unterschiedlichen Methoden der Datensammlung wie Interviews, Befragung, Experimente, Auswertung und Interpretation der Ergebnisse, Berichtschreiben
Methoden der Evaluation: Modelle und Ziele von Evaluation und Evaluationsforschung; Kontexte, Gegenstände, Kriterien von Evaluation; Datensammlung, Analyse, Berichterstattung; Wirkungen von Prozess und Resultaten; Evaluation von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit
Partizipative Methoden: ”Lokales Wissen”; Partizipatorische Handlungsforschung; Participatory Rural Appraisal

Qualifikationsziel

Befähigung zum sozialwissenschaftlichen Arbeiten.
Studierende sollen Grundwissen über Evaluation erwerben und dazu praktische Fertigkeiten üben.
Die Studierenden sollen die Bedeutung von partizipativen Methoden der Datenerhebung erkennen und lernen, mit solchen Methoden umzugehen.

Literaturhinweis

Vorlesungsbegleitende Materialien

Lehrform

Vorlesung 40h, Felderhebung 15h, Seminar 5h

Leistungsnachweis

Teilnahme Felderhebung, Studienarbeit (ca. 5 S) 75%, Referat in der Gruppe (ca. 20 min) 25%

Verwendbarkeit

Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Module Mathematik, Statistik

H15 Kommunikation und Beratung

Koordinator

Dr. B. Bartsch

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

WS, jährlich

Lehrinhalte

Grundlagen der Kommunikation: Zur Evolution von Wahrnehmung und Kommunikation; Kommunikationsmodelle, Emotion und Kognition; Sprache und ”Körper”-Sprache; Konfusion – Desinformation: Kommunikationshindernisse; ”ökologische“ Kommunikation
Organisationsentwicklung: “lernende Organisation”; Teamarbeit; Umgang mit Konflikt und Widerstand
Beratung in der ländlichen Entwicklung: Wahrnehmung und Dialog in Beratungssituationen; Beratungsmodelle; Beraterrollen

Qualifikationsziel

Studierende sollen ihr Grundwissen über Kommunikation vertiefen und ihr Kommunikationsverhalten erweitern. Die Studenten sollen die Dynamik organisatorischer Prozesse erkennen und Fähigkeiten zum Arbeiten im Team erwerben. Die Studierenden sollen Beratung als einen kommunikativen Prozess erfahren und dabei die Möglichkeiten und Grenzen von Beratung erkennen.

Literaturhinweis

Nevis, E. C. 1988: Organisationsberatung. Köln; Palmowski, W. 1998: Der Anstoß des Steines: Systemische Beratungsstrategien. Dortmund; Rogers, C. 2004: Die nicht-direktive Beratung. Frankfurt/Main; Schulz v. Thun, F. et al 1976: Kommunizieren lernen (und umlernen). Hamburg; Senge, P. M. 1996: Die fünfte Disziplin. Stuttgart; Watzlawick, P. 2003: Die erfundene Wirklichkeit. München.

Lehrform

Seminar 36h, Übung 24h bzw. wahlweise Projekt 24h

Leistungsnachweis

Projektpräsentation mündlich (ca. 20 min) 50%, Projektbericht (ca. 15 S) 50%

Verwendbarkeit

Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Modul Agrargeschichte, -soziologie und Agrarpolitik sowie Projektwochen Ökologie, Einführung in Agrarsysteme, Teilnehmerbegrenzung, Auswahl siehe aktueller Aushang

H16 Veranstaltungsmanagement

Koordinator

MSc. H. Mittelstraß

Sprache

Deutsch / English

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Dauer (Kontaktstunden)

60

Häufigkeit (WS / SS)

WS / SS, halbjährlich

Lehrinhalte

Konferenz: Herstellen eines intensiven Austausches mit ”ExpertInnen” aus dem Berufsfeld; Moderation einer Tagung; Finanzabwicklung, Teilnehmerbetreuung; Inhaltliche Vor- und Nachbereitung; interdisziplinäres Erarbeiten eines aktuellen Themas zum Ökologischen Landbau in Vorträgen und Arbeitsgruppen; Kontaktaufnahme zu ReferentInnen, Finanzbeschaffung, Werbungsmaßnahmen
Exkursion: Erarbeiten eines Programmplanes zum Ökologischen Landbau in einem europäischen Nachbarland; Herstellen von Kontakten, Finanzbeschaffung; Durchführung einer Vorexkursion
Besonderheiten in der landwirtschaftlichen Praxis / im Ökologischen Landbau / in der Verarbeitung / in der Vermarktung / im Naturschutz eines Nachbarlandes kennen lernen; politische Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft/ für den Ökolandbau einschätzen; zukunftsweisende ökologische Initiativen / Forschungsvorhaben beurteilen; Studien- bzw. Ausbildungssituation

Qualifikationsziel

Konferenz: selbständige Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung einer Konferenz
Exkursion: selbständige Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung einer Exkursion ins benachbarte europäische Ausland

Literaturhinweis

Klein S. und H. Mittelstraß 1997; Leitfaden zur Vorbereitung von Konferenzen. Kassel; Voigt K. und H. Mittelstraß 1996: Leitfaden zur Vorbereitung von Exkursionen. Kassel

Lehrform

Interdisziplinäre Projektarbeit 180h

Leistungsnachweis

Projektbericht (ca. 80 S.) und –präsentation (Tagung bzw. Exkursion) 100%

Verwendbarkeit

Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Module gemäß § 9 (3)  PO BSc Ökologische Landwirtschaft. Das Modul ist verbunden mit der interdisziplinären Projektarbeit, die weitere 6 Credits umfasst. Ausnahmen nach Absprache. Teilnehmerbegrenzung, Auswahl siehe aktueller Aushang.

H18 Umweltkommunikation: Landwirtschaft und Nachhaltigkeit vermitteln

Koordinator

MSc M. Hethke

Sprache

Deutsch

Stud. Workload

180h, davon 60h Kontaktstunden

Credits

6

Häufigkeit (WS / SS)

SS, jährlich

Teilmodul 1

Von der Umweltbildung zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung

Lehrinhalte 1

Inhalte und Didaktik der Bildung für Nachhaltige Entwicklung - Bildungskonzepte mit Nachhaltigkeitsrelevanz
„Führungen“ als Vermittlungsmethode – Inhalte und Gestaltung (Schwerpunkt tropische Nutzpflanzen) und Evaluierung von Bildungsveranstaltungen

Lernziele 1

Die LV soll Studierende befähigen, eine professionelle Bildungsveranstaltung zu einem nachhaltigkeitsrelevanten Thema zielgruppenorientiert zu konzipieren, zu gestalten, durchzuführen und zu evaluieren.

Literatur 1

Lieberei/Reissdorf, Nutzpflanzenkunde, Thieme, 2007
Ham, S. : Environmental Interpretation North American Press, 1992
Hethke/Wöhrmann, Herzlich willkommen und dann?, 2002, Reader
Munro P. et al. Wegweiser Evaluation, oekom verlag, München 2009

Teilmodul 2

Lernfeld Bauernhof

Inhalte 2

Überblick zum Lernort (Schul-)Bauernhof: Idee, Konzepte, Verbreitung, Entwicklungen und wissenschaftlich-theoretische Fundierung
Konzeptioneller Ansatz und praktisches Arbeiten in der Naturpädagogik als erlebnisbetontes und sinnliches Lehr- und Lernkonzept

Lernziele 2

Die Studierenden erlangen Kenntnisse über den Schulbauernhof als Form von multifunktionaler Landwirtschaft und als landwirtschaftlich-pädagogisches Arbeitsfeld. Sie erlernen zudem didaktische Prinzipien und konkrete Ansätze, Menschen in naturpädagogischen Veranstaltungen für die Natur zu begeistern.

Literatur 2

Bickel, M. (2006): Ernährungsbildung auf Schulbauernhöfen. Diplomarbeit, Uni Kassel /Witzenhausen
Cornell, J. (1998): Mit Kindern die Natur erleben. Mühlheim a. d. Ruhr: Verlag an der Ruhr
Matz, S. (2008): Landwirtschaft erleben: zur Vermittlung agrarischer Umweltbildungsinhalte. München: oekom Verlag

Lehrform

Seminar/Vorlesung 30h, Exkursion 8h, Praktikum 22h

Leistungsnachweis

Teilnahmeverpflichtung, Hausarbeit (ca. 15 S) 100%

Verwendbarkeit

Wahlpflichtmodul gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Teilnehmerbegrenzung, Auswahl siehe aktueller Aushang.


Boden- und Pflanzenbauwissenschaften

H21 Bodenfruchtbarkeit, Nährstoffkreisläufe

Koordinator

Prof. Dr. J. Heß

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

SS, jährlich

Lehrinhalte

Angewandte Bodenbiologie (mikrobiologische Forschungen im ÖL, Parameter, Biologie von Bodentieren, Lebensgemeinschaften, Interaktionen, Bedeutung für Bodenfruchtbarkeit (Auswirkung von Anbaumaßnahmen), Kreislaufwirtschaft (global, regional, betrieblich), Nährstoffbilanzierungsmethoden, Kompostierung und Düngung (Aufbereitung von Wirtschaftsdüngern, Nährstoffkreisläufe und –mobilisierung, Zukaufdüngemittel), Humus- und Konzepte und Maßnahmen zum Erhalt und zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit in der Biologisch-Dynamischen Landwirtschaft, Vertiefung von technischen Verfahren im Ökologischen Landbau;

Qualifikationsziel

Fachlich: Verständnis von agrarökologischen Zusammenhängen in Bezug auf die Bodenfruchtbarkeit und Nährstoffkreisläufe, die die Eigendynamik und das Management von Anbausystemen bestimmen;  Anwendung erworbenen Wissens und Fähigkeiten auf konkrete Fallbeispiele im Ökologischen Landbau


Überfachlich: Erwerb von kommunikativen, didaktischen und organisatorischen Kompetenzen, Übertragen von Methoden des Erarbeitens von Lerninhalten, Stärkung des individuellen Lerninteresses, Denken in vernetzten Systemen

Literaturhinweis

Stein-Bachinger K. et al. 2004: Nährstoffmanagement im Ökologischen Landbau, KTBL-Handbuch 423; Benzing, A und H. Mittelstraß (1998): Leitfaden für Tutorien; König U.J. 1999: Ergebnisse aus der Präparateforschung. Institut für biologisch-dynamische Forschung Band 12; Bockemühl J. und K. Järvinen 2004. Auf der Spur der biologisch dynamischen Präparatpflanze; FiBL 2001: Bio fördert Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt.  Erkenntnisse aus 21 Jahren DOK-Versuch. FiBL Dossier Nr. 1; vorlesungsbegleitende Materialien

Lehrform

Vorlesung 10h, Exkursion 8h, Übung 8h, Seminar-Tutorium 34h

Leistungsnachweis

Fachgespräch (ca. 15min) 50%, Referat (ca. 30min + ca. 15 S) 50% oder Studienarbeit (ca. 25 S) 50%; Arbeitsbericht für Tutoren (ca. 15 S) 100%

Verwendbarkeit

Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Module Nutzpflanzenkunde I und II, Ökologische Landbausysteme

H22 Regulation der Agrarbiozönose

Koordinator

Prof. Dr. M. Finckh

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

SS, jährlich

Lehrinhalte

Pflanzenkrankheiten: Pathogene: Grundlagenwissen vertiefen; Resistenzzucht und Diversifikationsstrategien (Vertiefung als Tutorium); samenbürtige Krankheiten ; biologische Kontrolle;  Methoden zur Populationsuntersuchung von Pathogenen (epidemiologisch und populationsgenetisch); Pflanzenschädlinge: Insekten im Agrarökosystem: Relevanz von Schadinsekten allgemein, Vektoren von Pflanzenkrankheiten  abiotische und biotische Regulative, Maßnahmen zur Prävention, Strategien zur räumlich zeitl. Koinzidenz, Nützlingsförderung; pflanzliche & mikrobielle Insektizide, transgenen Bt-Nutzpflanzen unter Nachhaltigkeitsaspekten.

Qualifikationsziel

Die relevanten Fragen, die beim Ökologischen Pflanzenbau in Bezug auf Krankheiten und Schädlinge eine Rolle spielen, im Zusammenspiel mit anderen relevanten produktionstechnischen und wirtschaftlichen Fragen bringen und auswerten.
Pflanzenzüchterische Grundlagen im Hinblick auf die allgemeinen Grundlagen und die Zuchtmethodik unter Berücksichtigung des Ökologischen Landbaus erlernen.
Erkennen von Merkmalen und Krankheiten im Feld, Verbinden pflanzenbaulicher Fragen.

Literaturhinweis

Skripten in der Vorlesung; Ohnesorge B. 1976: Tiere als Pflanzenschädlinge; Dettner, K., W. Peters 1999: Lehrbuch der Entomologie; Crüger G. et al. 2002: Pflanzenschutz im Gemüsebau; Hoffmann, G. M. und H. Schmutterer 1999: Parasitäre Krankheiten und Schädlinge an landwirtschaftlichen Nutzpflanzen;

Becker, H. 1993: Pflanzenzüchtung

Lehrform

Vorlesung 40h, Seminar-Tutorium 16h, Seminar 4h

Leistungsnachweis

Fachgespräch (ca. 15 min) 50%; Studienarbeit oder Referat oder Arbeitsbericht (ca. 10 S) 50%

Verwendbarkeit

Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Module Nutzpflanzenkunde I, II, Ökologische Landbausysteme

H24 Grünlandwirtschaft, Landschaftsökologie

Koordinator

Dr. T. Fricke

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

SS, jährlich

Lehrinhalte

Grünlandwirtschaft: Vermittlung von Grundlagen des Artenspektrums und der Systematik des Grünlands; Management von Grünlandsystemen unterschiedlicher Standorte und Bewirtschaftungsintensitäten. Nährstoffflüsse und -verluste sowie Energieeffizienz, Klimarelevanz und Naturschutzkonflikte von Futterproduktionssystemen.


Landschaftsökologie: Auf ökologisch bewirtschaftenden Höfen werden die Auswirkungen der ökologischen Landwirtschaft auf Landschaft, Biotopstrukturen und Arteninventar bearbeitet. Neben der Vermittlung von Grundlagenwissen zum Einfluss der Landbewirtschaftung auf die historische und aktuelle Kulturlandschaft steht die Erfassung und Bewertung der Landschaft konkreter Höfe im Vordergrund. Wo gibt es aus naturschutzfachlicher Sicht Defizite, welche Möglichkeiten bestehen zur Optimierung im jeweiligen Hofzusammenhang? Im Rahmen des Tutoriums wird auf dieser Grundlage ein (jährlich anderer) Hof vertiefend untersucht.

Qualifikationsziel

Studierende sind in der Lage, die Zusammenhänge zwischen Umwelt bzw. Standort und Grünlandvegetation zu verstehen und in Ansätzen standortadaptierte Futterproduktionssysteme zu entwerfen. Studierende kennen die Implikationen der Futterproduktion für die Umwelt (Grundwasser, Atmosphäre) in Grundzügen.
Studierende verfügen über vertiefte Kenntnisse zum Einfluss der Landbewirtschaftung auf die Kulturlandschaft und ihr Arteninventar; Sie verfügen über methodische Grundlagen zur Beurteilung von ”Landschaft” und kennen Möglichkeiten der Integration von Naturschutzzielen in die Bewirtschaftung. Studierende sind befähigt zur Teamarbeit, Organisation von Wissensbeschaffung und Darstellung.

Literaturhinweis

Hopkins, A. 2000: Grass, its production and utilization, Blackwell Scientific Publication; Opitz v. Boberfeld, W., 1994: Grünlandlehre. Stuttgart; Voigtländer, G. u. H. Jacob, 1987: Grünlandwirtschaft und Futterbau. Stuttgart; van Elsen, T., Daniel, G. (2000): Naturschutz praktisch. Ein Handbuch für den ökologischen Landbau. – (Praxis des Ökolandbaus) Bioland Verlag, Mainz, 108 S.; van Elsen, T. et al. (2003): Praxisansätze und Naturschutzpotenziale auf Höfen des Ökologischen Landbaus zur Entwicklung von Kulturlandschaft. Angewandte Landschaftsökologie 60, Bonn, 359 S.

Lehrform

Vorlesung 15h, Seminar 15h, Übung 15h, Exkursion 15h

Leistungsnachweis

Arbeitsbericht Tutoren (ca. 15 S) 100% oder: Fachgespräch (ca. 15 min) 50% oder Klausur (1h) 50% oder Referat (ca. 30 min + ca. 15 S) 50% oder vertiefte Protokolle der Exkursion/Übungen (ca. 15 S) 50%; Anwesenheitspflicht bei Wochenendexkursion

Verwendbarkeit

Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Module Nutzpflanzenkunde I und II, Ökologische Landbausysteme; begrenzte Teilnehmerzahl, Auswahl siehe aktueller Aushang

H26 Nachwachsende Rohstoffe zur Energieerzeugung

Koordinator

Dr. R. Graß

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

SS, jährlich

Lehrinhalte

Nachwachsende Rohstoffe – Biomasse zur energetischen Verwertung als Bereicherung und Flexibilisierung für landwirtschaftliche Betriebe: Energieangebot und –nachfrage, aktueller und zukünftiger gesetzlicher Rahmen für die Energienutzung, politische Zielsetzung und fachliche Begründung; eingehende Darstellung der thermischen (Verbrennung, Vergasung, Pyrolyse) und biochemischen Wandlungssysteme (Biogas, Ethanol) für Biomasse zu Endenergie oder zu festen, flüssigen und gasförmigen Brenn- bzw. Kraftstoffen; Anbau, Konservierung, Aufbereitung und Bereitstellung der Biomassen einschl. der Nutzung von Koppelprodukten pflanzlicher und tierischer Erzeugung; Anforderungen des Wandlungssystems an den Rohstoff; Darstellung der Bereicherung und Flexibilisierung in der Nutzung landwirtschaftlicher Nutzfläche (landw. genutzte Fläche (Acker- und Grünland) + Flächen mit Nutzungsauflagen) durch die Bereitstellung von Bioenergie.
Exkurs zu Biomassen zur stofflichen Verwertung: Stärke, Zucker, Fett/Öl und Fasern mit Rohstoffen und Bereitstellungsketten sowie Verknüpfung der stofflichen Verwertung mit der energetischen Verwertung.

Qualifikationsziel

Studierende sollen eine umfassende Einführung in die Bereitstellungskette Nachwachsender Rohstoffe erhalten und den Gewinn für Landwirtschaft, Umwelt und Gesellschaft durch diese Verwertung von Biomassen erkennen.

Literaturhinweis

Vorlesungsbegleitende Materialien

Lehrform

Vorlesung 50h, Exkursion 10h

Leistungsnachweis

Fachgespräch (ca. 15min.) 100%

Verwendbarkeit

Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Module Nutzpflanzenkunde I und II

H27 Ökologischer Gemüse- und Kräuteranbau

Koordinator

NN

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

SS, jährlich

Lehrinhalte

Ökologischer Gemüsebau: Die Veranstaltung soll die Studierenden in die Lage versetzen, wesentliche Gemüsekulturen nach ihren botanischen, anbautechnischen sowie arbeitswirtschaftlichen Charakteristika zu kennen; Unterschiede zwischen landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Anbauverfahren zu beherrschen; Gemüse in wesentlichen Qualitätsmerkmalen zu definieren
Ökologischer Kräuterbau: Die Veranstaltung soll die Studierenden in die Lage versetzen wesentliche Gewürz- und Heilkräuter nach ihren botanischen, anbautechnischen sowie arbeitswirtschaftlichen Charakteristika zu kennen.
Ökologischer Obstbau: Die Veranstaltung soll die Studierenden in die Lage versetzen wesentliche Obstkulturen nach ihren botanischen, anbautechnischen sowie arbeitswirtschaftlichen Charakteristika zu kennen (Angebot nur in Ausnahmefällen)

Qualifikationsziel

Kennenlernen gartenbauspezifischer Grundkenntnisse, Vorstellung der wesentlichen Gemüsekulturen des Freilandgemüsebaus.
Vorstellung der wesentlichen Kräuterkulturen und ihrer Verarbeitung
Kennen lernen obstbaulicher Grundkenntnisse, Vorstellung der wesentlichen Obstarten.

Literaturhinweis

Wonneberger, C und Keller, F. 2004: Gemüsebau. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart; George, E und Eghbal, R. (Hrsg.) 2003: Ökologischer Gemüsebau - Handbuch für Beratung und Praxis. Bioland Verlag, Mainz; Heilmann, H und Zimmer, U.O. 1990: Ökologischer Feldgemüsebau. C.F.Müller, Karlsruhe;
Dachler, M und Pelzmann, H., 1999: Arznei- und Gewürzpflanzen. Österreichischer Agrarverlag, Klosterneuburg; Heeger, E.F. 1989:   Handbuch des Arznei- und Gewürzbaues. Verlag H. Deutsch, Thun; Ökoplan und Stiftung Ökologie & Landbau (Hrsg.) 1999: Praxis des ökologischen Kräuteranbaus. Bioland Verlag, Mainz.

Lehrform

Vorlesung 50h, Exkursion 10h

Leistungsnachweis

Fachgespräch (ca. 15min) 60%, Referat (ca. 20min + ca. 15 S) 40%; oder Projektarbeit (ca. 40 S) 100%

Verwendbarkeit

Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Module Nutzpflanzenkunde I und II, Ökologische Landbausysteme

H29 Grundlagen und angewandte Aspekte der Bodenbiologie

Koordinator

Prof. Dr. R. Jörgensen

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

WS, jährlich

Lehrinhalte

Bodenmikrobiologie: Morphologie, Systematik, Diversität, Physiologie; Messen von Mikroorganismen
Bodenzoologie: Abundanzen; Ökologie; Spezielle Bodenbiologie
Auswirkung von Bodenbearbeitung auf Bodenorganismen; Einsatz von Wirtschaftsdüngemitteln (Mist, Jauche, Gülle, Gründüngung); Kompostierung; Übungen im Freiland und Labor: Fangen und Bestimmen von Bodentieren: Protozoen, Regenwürmer, Collembolen

Qualifikationsziel

Die Studierenden sind in der Lage, bodenbiologische Kenntnisse auf aktuelle Probleme in der landwirtschaftlichen Praxis  selbständig  anzuwenden

Literaturhinweis

Gisi, U. 1997: Bodenökologie. 2.Aufl.. Stuttgart; Brucker, G. und Kalusche, D. 1990: Boden und Umwelt. Heidelberg

Lehrform

Vorlesung 38h, Seminar 8h, Exkursion 4h, Übung 10h

Leistungsnachweis

Voraussetzung Referat (ca. 20min), Fachgespräch (ca. 30min) 100% oder Projektarbeit (ca. 40 S) 100%

Verwendbarkeit

Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Module G02 (Organische Chemie, Biochemie und allgemeine Biologie), G04 (Biologie der Nutztiere) und G09 (Bodenkunde, -biologie)

H30 Crop Husbandry and Technology in the Tropics

Koordinator

Prof. Dr. Bürkert

Sprache

Englisch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

SS, jedes Jahr

Lehrinhalte

The origin, botany, agronomy and economic importance of selected annual and perennial tropical food, fiber and drug crops of the Mediterranean region, tropical highlands and the arid and humid (sub-)tropics will be presented. Where possible emphasis will be placed on the chances and limitations of organic crop husbandry and the crops‘ role in small farmers‘ agricultural production systems. Aspects of pest problems, crop quality, adaptation, genetic improvement and physiology will also be considered. For selected crops particularities of agricultural technology (harvest and post-harvest technologies, irrigation management) will be mentioned. Selected pests (insects, diseases and weeds) and their natural enemies in tropical agriculture will be presented stressing the importance of bio-diversity in the management of pests

Qualifikationsziel

Provide a basic understanding of (sub-)tropical crops as a part of integrated cropping systems with multiple uses and constraints
Deliver knowledge on ecological and more sustainable modes of production
Transmit the capability to make rational choices about agricultural equipment and production techniques taking into account the needs for soil conservation, energy efficiency and social welfare as well as infrastructural constraints.

Literaturhinweis

Rehm und Espig (1996). Die Kulturpflanzen der Tropen und Subtropen. Ulmer Verlag.

Lehrform

Vorlesung 60h

Leistungsnachweis

Fachgespräch (ca. 15min) 100%

Verwendbarkeit

Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Module Nutzpflanzenkunde I und II, Ökologische Landbausysteme

H33 Agrartechnik II

Koordinator

Prof. Dr. O. Hensel

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

Jährlich; WS

Lehrinhalte

Planerische und technische Gestaltung von Maschinen sowie von Anlagen der Tierhaltung  (CAD gestützt); Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens in agrartechnischen Anwendungen

Qualifikationsziel

Fähigkeit, konkrete Fragestellungen unter Zuhilfenahme geeigneter Methode und Technik selbstständig bearbeiten zu können

Lehrform

Vorlesung 25h, Seminar 25h, Exkursion 10h

Leistungsnachweis

Referat (ca. 20min + ca. 15 S) 75%; Fachgespräch (ca. 15min) 25%

Verwendbarkeit

Wahlpflichtmodul gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Module Physik und Agrartechnik

H36 Agrikulturchemisches Praktikum

Koordinator

Dr. P. Kössler

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

SS, jährlich

Lehrinhalte

Übungen zur Pflanzenernährung und Bodenbiologie

Qualifikationsziel

Kenntnisse über Arbeiten im Labor, Nährstoffanalysen, Methoden der Bodenbiologie, den Umgang und die Auswertung von erhobenen Daten, Anlage und Auswertung von Experimenten

Literaturhinweis

  • Skript zur Veranstaltung
  • Schilling, G. (2000): Pflanzenernährung und Düngung. Eugen Ulmer, Stuttgart
  • Kuntze, H., Roeschmann, G., Schwerdtfeger, G. (1994): Bodenkunde,  5. Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart.

Lehrform

Seminar 15 h, Praktikum 45 h

Leistungsnachweis

Arbeitsbericht (ca. 15 S) 100%, erfolgreiche Projektpräsentation

Verwendbarkeit

Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

G01 Allgemeine und Agrikulturchemie, G02 Organische Chemie, Biochemie und allg. Biologie; Anmeldung erforderlich

H37 Bio- dynamische Landwirtschaft - Basismodul

Koordinator

Dr. J. Fritz

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

WS, jährlich

Lehrinhalte

Einführung in die biologisch-dynamischen Landwirtschaft mit Ergebnissen von wissenschaftlichen Untersuchungen und Übungen zu den Arbeitsgebieten: a) biologisch-dynamische Präparate (Herstellung, Pflanzenreaktionen, Produktqualität), b) chronobiologische Rhythmen im Pflanzenwachstum, c) biologisch-dynamische Pflanzen- und Tierzüchtung.
Ein Problem beim Umgang mit den Grundlagen des biologisch-dynamischen Landbaues ist, dass Aussagen gemacht werden die häufig nicht unmittelbar nachprüfbar sind. In der Vorlesung wird eine methodische Vorgehensweise dargestellt, die geeignet ist biologisch-dynamische Aussagen zu prüfen. Angewendet wird sie am Beispiel der pflanzenökologischen Vorstellungen des biologisch-dynamischen Pflanzenbaues und an Phänomenen der Pflanzenhormone. Versuchsergebnisse zur Prüfung dieser Zusammenhänge werden dargestellt.

Qualifikationsziel

Vermittlung von Grundlagen der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise für eine selbständige Urteilsfähigkeit im Umgang mit Inhalten der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise.
Verständnis der Grundlagen und praktische Handhabung der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise.

Literaturhinweis

Forschungsring und Universität Kassel (Hrsg.) 2001: Biologisch-dynamische Landwirtschaft in der Forschung. Verlag Lebendige Erde, Darmstadt.
Baars T., Kusche D., Werren D. (Hrsg.) 2009: Erforschung des Lebendigen – An den Grenzen herkömmlicher Wissenschaft. Verlage Lebendige Erde, Darmstadt. 

Lehrform

Vorlesung, Seminar

Leistungsnachweis

Klausur 2h (100%)

Verwendbarkeit

Wahlpflichtfach gemäß § 6 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Modul Ökologie und Einführung in Agrarsysteme

H38 Grundlagen der Bodenphysik und -hydrologie

Koordinator

Prof. Dr. S. Peth

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

WS, jährlich

Lehrinhalte

Grundlagen zu bodenphysikalischen Eigenschaften und Prozessen: Textur; Gefügeentwicklung; Boden als Mehrphasensystem; Benetzung; Hydrostatik und Hydrodynamik, Strömungsgleichungen für Wasser, Gas und Wärme; Boden- und Landschaftswasserhaushalt; Gas- und Wärmehaushalt; räumliche Verbreitung physikalischer/hydraulischer Bodeneigenschaften; Komponenten der Wasserbilanz, bodenmechanische Kenngrößen.
Bodenphysikalische Rechenübungen: Berechnung und Darstellung von Körnungsanalysen; Ableitung von Funktionen und Eigenschaften aus der Textur; Wasserhaushaltskenngrößen; Anwendung der Darcy-Gleichung; Potenzialkonzept; ungesättigte Wasserleitfähigkeitsfunktion; Wärmetransport im Boden; Spannungsausbreitung unter Radlasten, Bodenstabilitätskenngrößen.
Seminar zu bodenphysikalischen und hydrologischen Untersuchungsmethoden und Fachthemen

Qualifikationsziel

Die Studenten verstehen grundlegende physikalische Prozesse in Böden. Sie verfügen über ein kritisches Verständnis von Theorien, Prinzipien und Methoden und können diese anwenden. Sie können Fehlerquellen von Analyseverfahren einschätzen, fachbezogene Inhalte vermitteln und verfügen über kommunikative Kompetenzen.

Literaturhinweis

Hartge, K. H. und R. Horn (1999): Einführung in die Bodenphysik. 3. Auflage 304 S. Enke (neue 4. Auflage in Arbeit, erscheint voraussichtlich Sept.-Okt.)
Hartge, K. H. und R. Horn (2009): Die physikalische Untersuchung von Böden. 4. Auflage. 178 S. Enke
Hillel, D. (1998): Environmental Soil Physics. 771 S. Academic Press
Jury and Horton (2004): Soil Physics. 370 S. Wiley-VCH
Vorlesungsbegleitende Materialien

Lehrform

Vorlesung 30h, Seminar 15h, Übung 15h

Leistungsnachweis

Fachgespräch ca. 20 min (50%), Referat 20 min + 5 min Diskussion (50%)

Verwendbarkeit

Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

G09 Bodenkunde, -biologie

H39 Bodenkundliches Praktikum

Koordinator

Dr. D. Uteau Puschmann

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

WS, jährlich

Lehrinhalte

Erhebung, Auswertung und Interpretation bondenkundlicher Daten. Standort Versuchsgut Frankenhausen: Bodenprofilbeschreibung; Probennahme; Anwendung verschiedener Labormethoden zur Bestimmung physikalischer, chemischer und biologischer Bodenkenngrößen; Anwendung statistischer Auswerteverfahren, Interpretation und Dokumentation der Ergebnisse.

Qualifikationsziel

Die Studenten können physikalische, chemische und biologische Untersuchungsmethoden selbstständig anwenden. Sie können Untersuchungsergebnisse innerhalb der Gruppe diskutieren und präsentieren.

Literaturhinweis

Hartge, K. H. und R. Horn (1999): Einführung in die Bodenphysik. 3. Auflage 304 S.
Hartge, K. H. und R. Horn (2009): Die physikalische Untersuchung von Böden. 4. Auflage. 178 S.
Labor- und Feldpraktikum Skript.

Lehrform

Seminar 15h,  Übung 45h

Leistungsnachweis

Teilnahmeverpflichtung, Referat (ca. 20 min) 50%, Protokoll Ergebnisse (ca. 20 S.) 50%

Verwendbarkeit

Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

G09 Bodenkunde, -biologie, Teilnehmerbegrenzung, Auswahl siehe aktueller Aushang, max. 14 Plätze.

H49 Labormethoden zur qualitativen Analyse von Boden-, Pflanzen- und Dungproben

Koordinator

Dr. Ingold

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden, geblockt in 2 Wochen

Häufigkeit (WS / SS)

SS/WS, jährlich (Mitte-Ende Februar oder Mitte-Ende März; abhängig vom Agreement der TeilnehmerInnen)

Lehrinhalte

Die Studierenden erhalten eine solide Ausbildung in der Theorie sowie der Anwendung praktischer naturwissenschaftlicher Laborverfahren im Bereich der Analytik von Boden-, Pflanzen- und Dungproben auf Restfeuchte, organische Substanz, Makronährstoffe (N, P, K, ggf. Ca, Mg, S), Zellwandbestandteile (nach van Soest) und sekundären Pflanzeninhaltsstoffe (v.a. Phenole). Anhand von Fallbeispielen und Proben aus der aktuellen Forschungsarbeit der beiden Fachgebiete werden den Studierenden die Grundprinzipien für die Planung, Durchführung und Auswertung von Versuchsansätzen vermittelt. Die erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten ermöglichen es ihnen, sich experimentellen und praxisrelevanten Fragestellungen im Bereich des Nährstoffstransfers, ‑managements und ‑recyclings in Agrarökosystemen kompetent zu stellen (z.B. Fragen der Beprobung: wo, wann, wie oft, wie viele… Proben, der Auswahl des Analyseverfahrens, der Anzahl von Replikaten, der Frage der Akzeptanz/des Verwerfens von Laborergebnissen).

Qualifikationsziele

 

Die Studierenden sollen anhand von Fallbeispielen die Hintergründe für die und Grundzüge der Beprobung und Analyse von Boden, Pflanzenbeständen und Dung/tierischen Exkrementen kennen lernen und dabei die im Grundstudium erworbenen Grundlagen der Bodenphysik und –chemie, der Pflanzen- und der Tierernährung anwenden.
Die Studierenden sollen in der Lage sein, Boden-, Pflanzen- und Dungproben sachgerecht zu gewinnen, für die o.g. laboranalytischen Verfahren vorzubereiten und zu analysieren bzw. der Fragestellung angemessene Analyseverfahren auszuwählen.
Die Studierenden sollen die Ergebnisse qualitativer Laboruntersuchungen von Boden-, Pflanzen- und Dungproben verstehen und diese interpretieren bzw. kritisch hinterfragen können.

 

Literaturhinweis

Skripten und Laborhandbücher werden in die Lehrplattform Moodle eingestellt

Lehrform

Vorlesungen 12h, Übungen 40h, Seminar 8h

Leistungsnachweis

Laborprotokoll ca. 15 S. (100%)

Verwendbarkeit

Wahlpflichtmodul gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Teilnehmerbegrenzung, Auswahl siehe aktueller Aushang.

H50 Biologisch-dynamische Landwirtschaft - Vertiefungsmodul

Koordinator

Dr. J. Fritz

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

SS, jährlich

Lehrinhalte

Inhalt des Moduls ist die Vermittlung und Vertiefung von klimatologischen, landwirtschaftlich-bodenkundlichen und statistischen Grundlagen. Speziell werden folgende Themen behandelt:

  • Klimatologie: Klimaelemente & Klimafaktoren, Atmosphäre, Luftdruck & Temperatur, Strahlung & Strahlungshaushalt, Wasser & Wind, Klimatypen & Klassifikation, Klimarekonstruktion, Klimaänderung und Klimaprognose
  • Freisetzung von klimarelevanten Spurengasen durch die Landwirtschaft: wichtige Kennzahlen für Deutschland, Spurengasfreisetzung in der Tierhaltung und Spurengasfreisetzung aus Acker- & Grünlandböden
  • Landwirtschaftlich-bodenkundliche Experimente & Statistik:
  • Anwendung der Statistiksoftware R für eine Untersuchung der Umweltauswirkungen der Landwirtschaft. Populationsbeschreibungen, Versuchsdesigns und statistische Tests
  • Freisetzung von Ammoniak durch die Landwirtschaft: Bildung & Quellen, Auswirkungen des NH3, Prozesse und Empfehlungen für die Landwirtschaft
  • Landwirtschaft, Bodenbewirtschaftung & Erosion: Ausmaß und Ursachen der globalen Bodendegradation, Wassererosion, Winderosion und Schutzmaßnahmen
  • Landwirtschaft & Bodenverdichtung

Qualifikationsziel

Aneignung und Vertiefung grundlegender klimatologischer, landwirtschaftlich-bodenkundlicher und statistischer Kenntnisse; Verständnis wichtiger Zusammenhänge und Einsicht in die durch landwirtschaftliche Aktivitäten verursachten Umweltprobleme

Literaturhinweis

  • KTBL 2008: Klimawandel und Ökolandbau: Situation, Anpassungsstrategien und Forschungsbedarf.
  • KTBL-Schrift 472, Darmstadt. Kuttler, W. 2013.: Klimatologie, 2. Auflage. Schöningh UTB.
  • Scheffer/Schachtschabel 2010: Lehrbuch der Bodenkunde. 16. Aufl. Spektrum Akademischer Verlag. Field, A., Miles, J., Field, Z. 2012: Discovering Statistics using R, SAGE

Lehrform

Vorlesung 20h, Seminar 30h, Übung 10h

Leistungsnachweis

Fachgespräch (ca. 30 min) 100 %

Verwendbarkeit

Wahlpflichtfach gemäß § 6 (6) PO Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Pflichtmodule gemäß § 9 (3) und (4) PO Ökologische Landwirtschaft

H51 Umweltauswirkungen der Landwirtschaft: Einflussfaktoren und Auswertungsverfahren

Koordinator

Prof. Dr. B. Ludwig

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

SS, jährlich

Lehrinhalte

Aus der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise entstandene Forschungsfragen werden im Überblick dargestellt. Methodische Ansätze diese Fragen zu bearbeiten, werden beschrieben und diskutiert. Die methodische Vorgehensweise wird bei ausgewählten Forschungsmethoden, wie den Bildschaffenden Methoden, erarbeitet und an Fallbeispielen angewendet.
Auf einem Praxisbetrieb werden biologisch-dynamische Fragen und Lösungsansätze zu ausgewählten Arbeitsgebieten, wie Obstbau, Weinbau, Hühnerhaltung, Milchviehhaltung, dargestellt und diskutiert.

Qualifikationsziel

Einarbeitung in die methodische Vorgehensweise von Untersuchungsmethoden für ausgewählte Themengebiete mit dem Schwerpunkt Qualitätsuntersuchungen. Beurteilung der Möglichkeiten und Grenzen der verschiedenen Forschungsmethoden.

Literaturhinweis

Weibel F. et al (2000): Are organically grown apples tastier and healthier? A comparative study using conventional and alternative methods to measure fruit quality. Acta Horticulturae 517, 417-427. Huber M. et al (2010): Standardization and Validation of the Visual Evaluation of Biocrystallizations. Biol Agric Hort 27, 25-40. Fritz J., Athmann M., Kautz T. and Köpke U. (2011): Grouping and classification of wheat from organic and conventional production systems by combining three image forming methods. Biol Agric Hort 27, 320-336. Athmann, M. (2011): Produktqualität von Salatrauke (Eruca sativa L.) und Weizen (Triticum aestivum L.): Einfluss von Einstrahlungsintensität, Stickstoffangebot, Düngungsart und Hornkieselapplikation auf Wachstum und Differenzierung. PhD Thesis, Bonn University, Bonn. Geier U. et al (2012): First steps in the development of a psychological test on the effects of food on mental well-being. J Sci Food Agric DOI 10.1002. Kahl, J. (2006): Entwicklung, in-house Validierung und Anwendung des ganzheitlichen Verfahrens Biokristallisation für die Unterscheidung von Weizen-, Möhren- und Apfelproben aus unterschiedlichem Anbau und Verarbeitungsschritten. Habilitation Thesis, Kassel University, Kassel

Lehrform

Vorlesung 16h, Seminar 20h, Exkursion 24h

Leistungsnachweis

Teilnahmeverpflichtung, Fachgespräch (ca. 30 min) 100 %, Referat (ca. 30 min + ca. 10 S) 100%, vertiefte Protokolle der Exkursion (ca. 15 S) 100% oder Hausarbeit (ca. 15 S) 100 %

Verwendbarkeit

Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Biologisch-dynamische Landwirtschaft - Basismodul


Nutztierwissenschaften

H41 Nutztierwissenschaften - Wiederkäuer

Koordinator

Prof. Dr. U. Knierim

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

WS, jährlich

Lehrinhalte

Rinder: Ausgewählte, vertiefende Themen der ökologischen Rinderfütterung, -haltung und -zucht, beispielhafte Analyse individueller Betriebe bezüglich Tiergerechtheit, Fütterungs- und Zuchtstrategien


Schafe und Ziegen: spezifische Haltungs- und Fütterungserfordernisse; Weidemanagement, Eignung alter Haustierrassen; Ökonomie von Schaf- und Ziegenprodukten (Fleisch, Milch, Wolle)

Qualifikationsziel

Umsetzung von Grundlagenwissen in konkrete Optimierungs- und Handlungsstrategien; Verständnis von nutztierwissenschaftlichen Zusammenhängen, die die Eigendynamik und das Management von Haltungssystemen bestimmen; Erwerb von kommunikativen und didaktischen Kompetenzen; Reflexion über und Denken in vernetzten Systemen

Literaturhinweis

Abel, H. et al. 1995: Nutztierernährung. Gustav Fischer Jena; Phillips, C. 2002: Cattle behaviour and welfare. 2. Aufl.. Blackwell Science. Oxford; Bartussek, H. et al. 1995: Rinderstallbau. Leopold Stocker Verlag. Graz

Lehrform

45h Seminar, 15h Exkursion

Leistungsnachweis

Klausur 2 Std. 100% oder Klausur 1 Std. 50% + Referat (ca. 20min + ca. 10 S) 50 %

Verwendbarkeit

Wahlpflichtmodul gemäß §9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Module Biologie der Nutztiere, Tiergesundheit –haltung, Tiernährung -zucht

H42 Nutztierwissenschaften – Schweine, Geflügel

Koordinator

Prof. Dr. A. Sundrum

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

WS, jährlich

Lehrinhalte

Schweine: züchterische und fütterungstechnische Anforderungen zur Erzeugung hochwertigen Schweinefleisches; Schweineaufzucht; spezifische Anforderungen der EU-Okotierverordnung

Hühner: Verhalten, Haltung, Zucht und Fütterung von Geflügel; Auslaufgestaltung; Legehennenaufzucht

Qualifikationsziel

Umsetzung von Grundlagenwissen in konkrete Optimierungs- und Handlungsstrategien; Verständnis von nutztierwissenschaftlichen Zusammenhängen, die die Eigendynamik und das Management von Haltungssystemen bestimmen; Erwerb von kommunikativen und didaktischen Kompetenzen; Reflexion über und Denken in vernetzten Systemen

Literaturhinweis

Bussemas, R. 2011: Ökologische Schweinehaltung, bioland-Verlag; Busch W., W. Methling und W. M. Amselgruber 2004: Tiergesundheits- und Tierkrankheitslehre. Parey Verlag Stuttgart; Kallweit E. et al. 1988: Qualität tierischer Nahrungsmittel - Fleisch – Milch – Eier. Verlag Eugen Ulmer Stuttgart; Deerberg, F., Joost-Meyer zu Bakum, R., Staack, M. (Hrsg.) 2004: Ökologische Geflügelerzeugung. Fütterung und Management. Bioland Verlags GmbH. Mainz; Baumann, W. 2004: Artgerechte Hühnerhaltung. Bioland Verlags GmbH. Mainz

Lehrform

Seminar 48h, Exkursion 12h

Leistungsnachweis

Klausur (ca. 2h) 100%

Verwendbarkeit

Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Module Biologie der Nutztiere, Tiergesundheit –haltung, Tiernährung -zucht

H43 Nutztierwissenschaften-Pferde

Koordinator

NN

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

SS, jährlich

Lehrinhalte

Zucht: Strukturen der Rassen und Verbände, Leistungsprüfungen und Zuchtprogramme; Beurteilung von Stallbau und Haltungssystemen; Reitweisen, Interieur und Verhalten; Ernährungsphysiologie und Rationsberechnungen; Rechtliche und gesetzliche Grundlagen; Produktqualität und alternative Nutzungsformen

Qualifikationsziel

Umsetzung von Grundlagenwissen in konkrete Optimierungs- und Handlungsstrategien unter gegeben Rahmenbedingungen und Berücksichtigung von Zucht, Haltung und Ernährung

Literaturhinweis

Hartman: Pferdezucht, Verlag Ulmer; Linder: Fütterung, Aufzucht und Haltung, Lensing-Druck, Dortmung;

Pirkelmann: Haltungsalternativen für Zuchtpferde, DGfZ-Schriftenreihe 5.

Lehrform

Vorlesung 56h, 4h Exkursion

Leistungsnachweis

Klausur (2h) 50%, Referat mündlich (ca. 15 min) 50%

Verwendbarkeit

Wahlpflichtmodul gemäß §9 (6)  PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Modul Tierernährung, Tierzucht

H44 Spezielle Tierzucht

Koordinator

NN

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

SS, jährlich

Lehrinhalte

Fokussiert wird auf die theoretischen Hintergründe und praktische Anwendung der Zuchtwertschätzung und Zuchtplanung bei landwirtschaftlichen Nutztieren. Für den Bereich der Zuchtwertschätzung wird vermittelt, welche Effekte genetischer und umweltbedingter Natur  bei verschiedenen Merkmalen und für verschiedene Tierarten zu berücksichtigen sind. Weiter werden die Studierenden in  die Lage versetzt, selbständig am PC Zuchtwerte mittels BLUP-Methodik und Selektionsindex zu berechnen. Für den Bereich der Zuchtplanung werden die wesentlichen Bestimmungsgrößen in Zuchtplanungsrechnungen vermittelt. Auswirkungen und Rahmenbedingungen alternativer und ökologischer Zuchtprogramme werden auf Bestimmungsgrößen wie Zuchtfortschritt oder verwandtschaftlicher Strukturen untersucht. Auch hierzu werden die theoretischen Überlegungen mittels praktischer Übungen am PC vertieft. Die Studierenden werden anhand definierter Problemstellungen ein eigenes Zuchtprogramm entwickeln.

Qualifikationsziel

Verständnis der grundlegenden Prinzipien von Selektionsindex und BLUP-Zuchtwertschätzung; Durchführung einer Zuchtwertschätzung mittels verfügbarer Softwarepakete, Beurteilung von Szenarien der Zuchtplanung

Literaturhinweis

Schüler, Swalve, Götz: Grundlagen der quantitativen Genetik, Verlag Ulmer;

Kräußlich: Tierzüchtungslehre, 4. Auflage, Verlag Ulmer.

Lehrform

Vorlesung 30h, Seminar 30h

Leistungsnachweis

Fachgespräch (ca. 15 min) 50%, Referat mündlich (ca. 15 min) 25%, Referat schriftlich (ca. 8 S) 25%

Verwendbarkeit

Wahlpflichtmodul gemäß §9 (6)  PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Modul Tierernährung, Tierzucht

H45 Spezielle Tierhaltung

Koordinator

Prof. Dr. U. Knierim

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

WS, jährlich

Lehrinhalte

Tierschutz und spezielle Nutztiere bzw. Haltungsformen: es wird eine Auswahl an Themen angeboten: Tierschutz-Recht, Tierhaltungsrecht (ökologische und konventionell), Ethik und Tierhaltung, Tiertransport, Schlachtung, Kaninchen, Enten, Gänse, Muttergebundene Kälberaufzucht, Mensch-Tier-Beziehung

Stallplanung: Vermittlung von Grundlagen für die Stallplanung (Rechtsvorschriften, Planungsgrundlagen für verschiedene Tierarten). Planung einer Neu- oder Umbaulösungen für ein konkretes Stallbauprojekt (inkl. Kostenkalkulation) in Gruppen

Qualifikationsziel

Die Studierenden sollen anhand von Fallbeispielen die Grundzüge der Stallbauplanung kennen lernen und dabei die im Grundstudium erworbenen Grundlagen des Tierverhaltens bzw. der Tierhaltung anwenden.

Die Studierenden sollen vertiefte Kenntnisse bezüglich Tierhaltung und Tierschutz erlangen und kontroverse Standpunkte nachvollziehen können.Kennenlernen des Spannungsfeldes zwischen Tierschutz und Nutzungsinteressen bei der Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere anhand ausgewählter Beispiele.

Literaturhinweis

Appleby, M.C. und Hughes, B.O. (Hrsg.) 1997: Animal welfare. CAB International; Sambraus, H.H. und Steiger, A. (Hrsg.) 1997: Das Buch vom Tierschutz. Enke Verlag;

Dawkins, M.S. 1982: Leiden und Wohlbefinden bei Tieren. Ulmer. Stuttgart

Lehrform

Seminar 56h, 4h Exkursion

Leistungsnachweis

Projektarbeit (ca. 20 S) 50 % + Klausur 1 Std. 50%

Verwendbarkeit

Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Module Biologie der Nutztiere, Tiergesundheit –haltung, Tiernährung -zucht

H46 Gesundheitsmanagement

Koordinator

Prof. Dr. A. Sundrum

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

WS, in der Regel jährlich

Lehrinhalte

Gesundheitsmanagement: Risikofaktoren für die Entstehung von Faktorenkrankheiten und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung unter Berücksichtigung betriebsspezifischer und ökologischer Rahmenbedingungen.

Alternative Heilmethoden: Grundlagen der Homöopathie und der Akupunktur (traditionelle chinesische Medizin, TCM), Einsatz der Therapienmaßnahmen in der Rinderbestandbetreuung.

Qualifikationsziel

Vertiefung von Kenntnissen zur Tiergesundheit und Erstellung von Tiergesundheitsplänen.

Vermittlung der Möglichkeiten und der Grenzen des Einsatzes alternativer Heilverfahren in der Nutztierhaltung.

Literaturhinweis

de Kruif, A., R. Mansfeld und M. Hoedemaker 1998: Tierärztliche Bestandsbetreuung beim Milchrind. Ferdinand Enke Stuttgart;

 

Brand, A., J.P.T.M.  Noordhuizen, und Y.H. Schukken 2001: Herd Health and Production Management in Dairy Practice. Wageningen Pers, Wageningen;

 

Steingassner, H. M. 2004: Homöopathische Materia Medica für Veterinärmediziner.  Wilhelm Maudrich, Wien – München – Bern

Lehrform

Seminar 30h, Gruppenarbeit 30h

Leistungsnachweis

Arbeitsbericht Gruppe (ca. 20 S) 50%, Präsentation (ca. 20min) 25% + Klausur über Blockveranstaltung (1h) 25%

Verwendbarkeit

Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Module Biologie der Nutztiere, Tiergesundheit –haltung, Tiernährung -zucht

H48 Livestock and crops in (sub)tropical systems

Koordinator

Prof. Dr. E. Schlecht

Sprache

Englisch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

WS, in der Regel jährlich

Lehrinhalte 1

(1) Tropical soils: formation processes as affected by climate, vegetation, parent material, topography; soil types, soil taxonomy, soil characteristics, soil surveys.

(2) Plant nutrition: P nutrition on low pH soils in the humid tropics and on high pH soils in dry areas, Mn and Al tolerance of plants on acid tropical soils, Fe deficiency and salinity as constraints for plant growth in dry regions; plant nutrient-soil interactions.

(3) Environmental chemistry: Drivers of nutrient leaching and volatilization losses, C and N dynamics in tropical soils, implications for sustainable agriculture.

(4) Organic plant production: Functioning of different agro-ecosystems with special emphasis on plant growth and matter fluxes. Possibilities and limitations for sustainable utilization of natural resources intercropping, mixed cropping, crop rotation, soil fertility management, prevention of erosion.

Lernziele 1

Students will become acquainted with basic principles of soil genesis and degradation, plant nutrition and growth in typical (sub)tropical cropping systems. Further, the peculiarity of (sub) tropical agro-ecosystems with respect to their suitability for agricultural land use as well as special aspects of soil fertility and crop management will be understood.

Literatur 1

Raemakers (2001): Crop production in tropical Africa;  Hilhorst & Muchena (2000): Nutrients on move;  van Wambeke (1991): Soils of the tropics;  Collins & Qualset (1998): Biodiversity in Agroecosystems;  Marschner (1995): Mineral nutrition of higher plants;  Vandermeer (Ed. 2002). Tropical Agroecosystems;  Buck et al. (1998): Agroforestry in sustainable agricultural systems.

Teilmodul 2

Livestock husbandry: systems and their environmental effects (30 contact hours)

Lehrinhalte 2

(1) Mobile animal system: access to resources, livestock-plant-soil interactions.
(2) Mixed crop-livestock husbandry: zero-grazing systems, agro-pastoral and agro-silvo
pastoral systems: crop residue feeding, livestock mediated nutrient transfers, nutritional quality of browse, aquaculture.

(3) (Peri-)urban animal husbandry: opportunities, challenges, environmental safety.

(4) Wildlife and unconventional livestock

(5) Examples for organic livestock production in the (sub)tropics.

Lernziele 2

Getting to know the wide variety of livestock systems of the tropics and their advantages and problems in view of agro-ecological and socio-economic conditions. Ability to critically assess constraints to and drivers of livestock systems’ evolution.

Literatur 2

Jahnke (1982). Livestock Production Systems and Livestock Development in Tropical Africa;  Ruthenberg (1984): Farming Systems in the Tropics;  Vaarst, Roderick, Lund, & Lockeretz (2004): Animal health and welfare in organic agriculture.

Lehrform

Vorlesung 60h

Leistungsnachweis

Fachgespräch (ca. 20min) 100%

Verwendbarkeit

Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Module Nutzpflanzenkunde I und II, Ecological Landuse Systems


Wirtschafts-, Sozial- und Lebensmittelwissenschaften

H61 Ökonomik der pflanzlichen und tierischen Erzeugung

Koordinator

Prof. Dr. D. Möller

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

SS, jährlich

Lehrinhalte

Landwirtschaftliche Kostenrechnung, Deckungsbeitragsrechnung, Betriebszweiganalysen, Organisations-, Finanzierungs- und Investitionsplanungen für den Bereich der ökologischen Bodennutzung und Tierhaltung.

Qualifikationsziel

Vermittlung von Analyse- und Planungsfähigkeiten für landw. Betriebe.

Literaturhinweis

Mußhoff O. & Hirschauer N. (2011): Modernes Agrarmanagement: Betriebswirtschaftliche Analyse und Planungsverfahren. Vahlen.
Redelberger H. 2004: Managementhandbuch für die ökologische Landwirtschaft - Verfahren - Kostenrechnungen – Baulösungen, Darmstadt

Lehrform

Vorlesung 60h

Leistungsnachweis

Klausur (2h) 100%, alternativ Projektarbeit (ca.25 S) 100%

Verwendbarkeit

Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Module Agrargeschichte –soziologie Agrarpolitik, Betriebswirtschaft

H62 Unternehmensführung, Controlling

Koordinator

Prof. Dr. D. Möller

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

SS, jährlich

Lehrinhalte

Unternehmensführung, Entscheidungsprozess Rechnungswesen landw. Unternehmen, Jahresabschlussanalyse, Controllingansätze; Lineare Programmierung, Unternehmenskultur, Investition und Finanzierung in landw. Unternehmen. Organisation von zwischenbetrieblicher Zusammenarbeit von ldw. Betrieben; Steuern in der Landwirtschaft, Taxation

Qualifikationsziel

Verständnis für die Datenerfassung und Datenverarbeitung. Interpretation der Kennzahlen. Schnittstelle steuerliche zu betriebswirtschaftlicher Buchführung erkennen und bewerten; Sensibilisierung für die Unternehmensführung im landw. Betrieb und Grundkenntnisse der Randbereiche Steuern, Taxation

Literaturhinweis

Mußhoff, O. und Hirschauer, N. (2011) Modernes Agrarmanagement, München; Bodmer, U. und  Heißenhuber, A. (1993): Rechnungswesen in der Landwirtschaft, Stuttgart; Schmaunz, F.( 2003): Buchführung in der Landwirtschaft, Stuttgart; Brandes W. und Odening, M. (1992): Investition, Finanzierung und Wachstum in der Landwirtschaft, Stuttgart

Lehrform

Seminar 60h

Leistungsnachweis

Klausur (2h) 100%, alternativ Projektarbeit (ca. 25 S) 100%

Verwendbarkeit

Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Module Agrargeschichte –soziologie Agrarpolitik, Betriebswirtschaft

H63 Betriebsumstellung, - optimierung

Koordinator

Dr. C. Krutzinna

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

SS / WS halbjährlich

Lehrinhalte

Einblick in die Problematik des konventionellen Landbaus; Verständnis für die Zusammenhänge im landwirtschaftlichen Betrieb und zu den Rahmenbedingungen; Aufnahme von Betriebsentwicklung und Status des IST-Betriebs; Darstellung der Produktionsverfahren und der sozioökonomischen Situation des Betriebs; Anwendung der Betriebsanalyse; Darstellung der Gründe bzw. Motive für die Umstellung
Beschreibung der Plansituation und Definition der Planungsziele; Entwicklung des Grundkonzeptes eines ökologisch wirtschaftenden Planbetriebs; Auswahl und Erstellung der Pläne für die einzelnen Produktionsverfahren incl. Deckungsbeiträge; Entwicklung eines groben Vermarktungskonzeptes; Erstellung und kritische Bewertung von Bilanzen für die Bereiche Nährstoffe, Humus, Stroh, Arbeitswirtschaft; Investitionsplan; Ermittlung ökonomischer Kenngrößen wie Gesamtdeckungsbeitrag, Gewinn, Eigenkapitalbildung und Kapitaldienstgrenze; Abstimmung der Planungen mit dem Betriebsinhaber; Erstellung des Planberichts und öffentliche Präsentation der Ergebnisse

Qualifikationsziel

Dokumentation eines landwirtschaftlichen Betriebes für die Vorbereitung auf Betriebszweigoptimierung oder Umstellung auf Ökologische Landwirtschaft.
Erarbeiten und überprüfen von Konzepten für Betriebszweige bzw. komplette Betriebe in Bezug auf Optimierung oder Umstellung auf ökologische Landbewirtschaftung.

Literaturhinweis

Redelberger H. 2004: Management-Handbuch für die ökologische Landwirtschaft (Verfahren-Kostenrechnung). Münster; Redelberger H. 2004: Management-Handbuch für die ökologische Landwirtschaft (Betriebswirtsch. Instrumente). Münster; Dlugowski S., Sonntag K. und E. Schimpf 1999: Leitfaden für das Umstellungsprojekt. Kassel

Lehrform

Projekt

Leistungsnachweis

Projektbericht und -präsentation

Verwendbarkeit

Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Module gemäß § 9 (3) und (4) PO BSc Ökologische Landwirtschaft. Das Modul ist verbunden mit der interdisziplinären Projektarbeit, die weitere 6 Credits umfasst.

Begrenzte Teilnehmerzahl, Auswahl siehe aktueller Aushang

H66 Agrar- und Lebensmittelmarketing

Koordinator

Prof. Dr. U. Hamm

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

SS, jährlich

Lehrinhalte

Grundzüge des Marketing, Marketinganalysen, -ziele, -strategien, -instrumente und –management jeweils mit Beispielen aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft.

Qualifikationsziel

Die Studierenden sind in der Lage bestehende Marketingkonzepte zu beurteilen und eigenständige grob zu entwerfen.

Literaturhinweis

Becker, J. 2009: Marketing-Konzeption. 9. Auflage. München; Hamm, U. 1991: Landwirtschaftliches Marketing. Stuttgart; Meffert, H., Burmann, C. und Kirchgeorg, M. 2008: Marketing, 10. Aufl., Wiesbaden; Kotler, P. und F. Bliemel 2005: Marketing-Management. 11. Auflage. Stuttgart; Nieschlag, R., Dichtl, E. und H. Hörschgen 2002: Marketing. 19. Auflage. Berlin.

Lehrform

Vorlesung 60h

Leistungsnachweis

Fachgespräch (ca. 30 min) 100%

Verwendbarkeit

Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Module Agrargeschichte –soziologie Agrarpolitik, Agrarmarktlehre

H68 Agrarrecht

Koordinator

Dipl. verw. J. Netz

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

WS und SS

Lehrinhalte

Agrarrecht 1:

Einführung in das deutsche Rechtssystem: Rechtsquellen, Europarecht, öffentliches Recht, Privatrecht;
Landwirtschaftliches Pachtrecht: Landpachtrecht des Bürgerlichen Gesetzbuches, Anzeige und Beanstandung von landwirtschaftlichen Pachtverträgen (Landpachtverkehrsgesetz);
Landwirtschaftsgerichtliches Verfahren: Gerichtliche Genehmigungsverfahren nach dem GrdstVG;
Landwirtschaftliches Erbrecht: Allgemeines Erbrecht nach BGB, Vererbung eines Landguts nach BGB, Anerbenrecht nach der Höfeordnung und der Landgüterordnung in Hessen, Zuweisungsverfahren nach GrdstVG;
Subventions- und Zuwendungsrecht

 

Agrarrecht 2:

Landwirtschaftliches Grundstückverkehrsrecht: Genehmigungsverfahren nach dem Grundstückverkehrsgesetz (GrdstVG), Vertragsarten, Eigentum und Besitz, Nutzungsrechte, siedlungsrechtliches Vorkaufsrecht für Landwirte
Allgemeines Verwaltungsrecht: Verwaltungsverfahrensgesetz, Grundbegriffe des Verwaltungsrechts, Nebenbestimmungen zum Verwaltungsakt, Rücknahme und Widerruf eines Verwaltungsaktes
Ordnungswidrigkeitenverfahren im landwirtschaftlichen Fachrecht;
Landwirtschaftliches Nachbarrecht: Grenzabstände für Pflanzen, Einfriedung, Zuführung unwägbarer Stoffe (Geruchsimmissionen aus der Landwirtschaft), Landwirtschaft und Wohnbebauung

Qualifikationsziel

Kennenlernen der Schwerpunkte des klassischen Agrarrechts; Übernahme und Führung eines landwirtschaftlichen Betriebs, ökonomische Auswirkungen von Rechtssituationen; Kennenlernen agrarrechtlicher Institutionen.

Literaturhinweis

Faßbender u.a., Landpachtecht;
Netz; Praxiskommentar zum GrdstVG;
Barnstedt / Steffen, Landwirtschaftsgerichtliches Verfahrensgesetz
Frank, Erbrecht

Detterbeck und Sodan, Zietow, Öffentliches Recht;

Netz. Nachbarrecht - leicht gemacht

Schäfer, Gesellschaftrecht

Lehrform

Seminar 60h

Leistungsnachweis

Klausur (2h) 100%

Verwendbarkeit

Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Module Agrargeschichte –soziologie Agrarpolitik, Betriebswirtschaft

H71 Verantwortungsbewußte Unternehmensführung im Agrifood-Sektor

Koordinator

Prof. Dr. Christian Herzig

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

SS, jährlich

Lehrinhalte

-    Theoretisch-konzeptionelle Perspektiven auf das Management von Unternehmen;
-    Management, Organisationen und Governance;
-    Globalisierung und das Management internationaler Unternehmenstätigkeiten;
-    Kollaboratives Management und interessenspolitische Prozesse in der Unternehmensführung;
-    Gestaltung von Unternehmensstrategien und Managementpraktiken im ökonomischen, technischen und sozialen Kontext des Agrifood-Sektors;
-    Managementsysteme, -konzepte und -instrumente zur verantwortlichen und nachhaltigen Unternehmensführung (Funktionsbereiche, Problemstellungen und Herausforderungen);
-    Vergleichende, internationale Studien zur nachhaltigen Unternehmensführung

Qualifikationsziel

Ziel der Veranstaltung ist es,
-    die gesellschaftliche Rolle von Unternehmen (einschl. deren Veränderung über die Zeit) kritisch reflektieren zu können;
-    zu vermitteln, was betriebswirtschaftliches Denken und Handeln kennzeichnet und welche Problemstellungen und Lösungsansätze existieren;
-    gesellschaftlich relevante ökonomische Probleme inter-/multidisziplinär analysieren zu können;
-    ausgewählte aktuelle Managementpraktiken einordnen zu können.

Literaturhinweis

Folgt.

Lehrform

Vorlesung 30h, Seminar 30h

Leistungsnachweis

Referat (ca. 20 min mit Ausarbeitung ca. 4 S.) 40% und Studienarbeit (ca. 10 S.) 60%.

Alternativ Referat (ca. 20 min mit Ausarbeitung ca. 15 S.) 100%

Verwendbarkeit

Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

Teilnahmevoraussetz.

Module gemäß § 9 (3) und (4) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

H72 Agrar- und Umweltgovernance

Koordinator

Prof. Dr. A. Thiel

Sprache

Deutsch

Credits

6

Stud. Arbeitsaufwand

180h, davon 60h Kontaktstunden

Häufigkeit (WS / SS)

SS, jährlich

Lehrinhalte

Agrarumweltpolitik ist ein wichtiges sektorübergreifendes Politkfeld, das gleichzeitig von besonderer Bedeutung für die ökologische Landwirtschaft ist und das aufgrund der Vielzahl einzubeziehender Akteure und Sektoren auf verschiedenen Ebenen speziell die Steuerungsproblematik (Governance) thematisiert. Das Modul behandelt insbesondere sektorübergreifende Politiken die Landwirtschaft betreffend mit speziellem Fokus auf Agrarumweltpolitik, Nachhaltigkeit, die Steuerungsproblematik (Governance) der Agrarumweltpolitik, Instrumente der Agrarumweltpolitik, ökonomische und gesellschaftliche Analyse und Bewertung von umweltpolitischen Instrumenten, Akteure und Funktionsweise der europäischen Agrarumweltpolitik und Politikfelder der europäischen Agrarumweltpolitik im Vergleich zu sektorspezifischen und anderen sektorübergreifenden Politiken und Governanceproblematiken den Agrarsektor betreffend.

Qualifikationsziel

Die Studierenden erlernen Konzepte und Theorien, die europäische Agrarumweltpolitik begründen, ebenso wie die theoretischen Grundlagen der verschiedenen Politikinstrumente und ihrer Funktionsweise, um diese kritisch zu würdigen und gegeneinander abzuwägen. Der Prozess der Gestaltung europäischer Politiken wird behandelt und die Governanceproblematik wird illustriert anhand des Vergleichs verschiedener Agrarumweltpolitiken mit Politiken, die spezifisch sind für den Agrarsektor, wie beispielsweise die Agrarmarktpolitik, oder die sektorübergreifend angelegt sind, wie die Tierschutzpolitik, die Gesundheitspolitik oder die Verbraucherschutzpolitik.
Das übergeordnete Ziel der Veranstaltung ist es, Studierende anhand der Agrarumweltpolitik in die Steuerungsproblematik einzuführen und zu befähigen, europäische Politiken, die für den Agrarsektor von großer Relevanz sind, und ihre Funktionsweise, kritisch zu bewerten.

Literaturhinweis

  • Anderegg, R., 1999. Grundzüge der Agrarpolitik. Oldenbourg, München, Wien.
  • Endres, A., 2012. Umweltökonomie: Lehrbuch, 4th ed. Kohlhammer, Stuttgart.
  • Weitere vorlesungsbegleitende Texte und Unterlagen

    Lehrform

    Vorlesung 30h, Seminar 12h, Übung 12h, Gruppenarbeit 6h

    Leistungsnachweis

    Referat mit Ausarbeitung (ca. 20 min. + ca. 4 S.) 50% und Klausur (90 min) 50%; oder Klausur (2h) 100%; Teilnahme an Exkursion

    Verwendbarkeit

    Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

    Teilnahmevoraussetz.

    Modul Agrargeschichte, -soziologie und Agrarpolitik

    H81 Dorf- und Regionengeschichte

    Koordinator

    Apl. Prof. Dr. W. Troßbach

    Veranstaltung

    Geschichte von Regionen

    Sprache

    Deutsch

    Credits

    6

    Stud. Arbeitsaufwand

    180h, davon 60h Kontaktstunden

    Häufigkeit (WS / SS)

    SS, jährlich

    Lehrinhalte

    Märkte und Regionen; Regionen und Globalisierung; Regionen und Spezialisierung; Umwelt und Regionen; Stadt-Land-Beziehungen; Konstruktion von Regionen; Zusammensetzung von Regionen. Dorfgeschichte: Siedlung, Herrschaft, Sozialstrukturen, Geschlechterverhältnisse, Patronage und soziale Konflikte. Zeitraum: 16. – 20. Jh.

    Qualifikationsziel

    Inhaltlich: Erkennen, dass Regionen gestaltbare, heterogene und vergängliche Gebilde sind, während Dörfer seit dem Spätmittelalter siedlungsstabile, sozial heterogene Orte darstellen, gleichwohl aber einem starken Wandel wirtschaftlicher Orientierungen unterliegen. Methodisch: Mikro- und Diskursgeschichte als Analyseelemente kennen lernen.

    Literaturhinweis

    Brakensiek, S. und A. Flügel, Axel (Hg.) 2000: Regionalgeschichte in Europa. Methoden und Erträge der Forschung zum 16. bis 19. Jahrhundert. Bielefeld;

    Klueting, E. (Hg.) 1991: Antimodernismus und Reform. Zur Geschichte der deutschen Heimatbewegung. Darmstadt;

    Lindner, R. (Hg.) 1994: Die Wiederkehr des Regionalen: über neue Formen kultureller Identität. Frankfurt a. M. / New York;

    Beck, R. 1993: Unterfinning. Ländliche Welt vor Anbruch der Moderne. München;

    Sabean, D. 1990: Warren, Property, Production, and Family in Neckarhausen, 1700 – 1870. Cambridge (Mass.)

    Lehrform

    Seminar 50h, Exkursion 10h

    Leistungsnachweis

    Referat mündlich (ca. 20min) 25%, Referat schriftlich (ca. 10 S.) 25%, Studienarbeit (ca. 15 S.) 50% 

    Verwendbarkeit

    Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

    Teilnahmevoraussetz.

    Module Agrargeschichte –soziologie Agrarpolitik

    H83 Neugründung landwirtschaftlicher Betriebe

    Koordinator

    MSc. Christian Vieth

    Sprache

    Deutsch

    Credits

    6

    Stud. Arbeitsaufwand

    180h, davon 60h Kontaktstunden

    Häufigkeit (WS / SS)

    WS, jährlich

    Lehrinhalte

    Das Modul vermittelt grundlegende Kenntnisse für die Neugründung eines landwirtschaftlichen Betriebes. Ebenso wird das Thema Hofnachfolge thematisiert. Neben der Vermittlung der ökonomischen Grundlagen (Finanzierung, Betriebsentwicklung, Förderung), stehen juristische und steuerliche Aspekte im Lernkontext der Lehrveranstaltung.
    Neben den vorgenannten Rahmenbedingungen werden Methoden vermittelt, mit denen persönliche Ziele und Werte erarbeitet und werden können und welche Fähigkeiten gefordert sind und welche Methoden sich für die Kommunikation mit Geschäftspartnern oder im familiären Kontext eignen.
    Die Lerninhalte werden nicht nur theoretisch sondern auch durch den Einbezug von Praktikerbeispielen und Exkursionen vermittelt.

    Qualifikationsziel

    Die Studierenden verfügen über Grundlagenwissen für die Gründung eines landwirtschaftlichen Betriebes (Finanzierung, Förderung, Recht, Steuer, soziale Gestaltung, Betriebsentwicklung).
    Sie sind befähigt Geschäftspläne zu entwickeln und die entsprechende Kommunikation mit beteiligten Projektpartner, Banken, etc. zu führen.
    Die Studierenden haben ein personales Verständnis über eigene Fähigkeiten, Wünsche und Erwartungen entwickelt und können Ihre Existenzgründungziele klarer formulieren.
    Die Teilnehmenden sind in der Lage, eine Basisanalyse von Betriebssituationen vorzunehmen und befähigt, entsprechende Projekte zu identifizieren.

    Literaturhinweis

    Vieth et.al. Leitfaden Höfe gründen und bewahren. Zukunftsstiftung Landwirtschaft 2009. Vieth et. al. Hofübergabe und Existenzgründung. aid 2011.

    Lehrform

    Seminar 48h, Exkursion 12h

    Leistungsnachweis

    Studienarbeit (ca. 20 S) 100% oder Projektarbeit (ca. 40 S) 100%, Aktive Teilnahme und Protokoll als Voraussetzung

    Verwendbarkeit

    Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

    Teilnahmevoraussetz.

    Module Agrargeschichte –soziologie Agrarpolitik, Agrarmarktlehre, Betriebswirtschaftslehre; begrenzte Teilnehmerzahl, Auswahl siehe aktueller Aushang

    H84 Direktvermarktung

    Koordinator

    PD Dr. K. Zander

    Sprache

    Deutsch

    Credits

    6

    Stud. Arbeitsaufwand

    180h, davon 60h Kontaktstunden

    Häufigkeit (WS / SS)

    WS, in der Regel jährlich

    Lehrinhalte

    In Zeiten der umfassenden Verfügbarkeit von Öko-Lebensmitteln steht der landwirtschaftliche Direktabsatz vor besonderen Herausforderungen. In diesem Seminar gehen die Studierenden der Frage nach den Voraussetzungen und Bedingungen nach, unter denen der Direktabsatz wirtschaftlich erfolgreich ist.
    Zu den Lehrinhalten gehört die Planung und Analyse des landwirtschaftlichen Direktabsatzes, mit dem Schwerpunkt auf
    •    der Entwicklung von Marketingkonzepten sowie
    •    der ökonomischen Bewertung
    Die Studierenden wenden vorhandenes Wissen auf konkrete und praxisrelevante Fragestellungen an, indem sie eigene Themenvorschläge aus der Praxis in Projekt-Kleingruppen bearbeiten.

    Qualifikationsziel

    •    Erwerb der Fähigkeit zur Analyse und Beurteilung der Vorteilhaftigkeit von Optionen des landwirtschaftlichen Direktabsatzes im Einzelfall
    •    Praktische Erfahrung in der Entwicklung von Marketingkonzepten
    •    Korrekter Einsatz von betriebswirtschaftlichen Instrumenten

    Literaturhinweis

    •    Sewing, U., und J. Borchert (2011): Erfolgreiche Direktvermarktung für Landwirte. Stuttgart.
    •    Redelberger, H., S. Rettner und W. Stegmann (2006): Direktvermarktung. Hofladen, Marktstand, Abo-Kiste - analysieren, optimieren, planen. Mainz und Bad Dürkheim.
    •    Michels, P. (2015): Agrarmarketing. AID-Heft, Bonn.
    •    Dabbert, S. und J. Braun (2006): Landwirtschaftliche Betriebslehre. Stuttgart.

    Lehrform

    Seminar mit Exkursionen

    Leistungsnachweis

    Projektarbeit in der Gruppe (pro Person ca. 10 S) 75% und
    Präsentation pro Gruppe (ca. 20 min) 25%

    Verwendbarkeit

    Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

    Teilnahmevoraussetz.

    •    Module Agrar- und Lebensmittelmarketing
    •    Ökonomie der tierischen und pflanzlichen Erzeugung

    H86 Ökologie und Politik im 20. Jahrhundert

    Koordinator

    Prof. Dr. W. Troßbach

    Sprache

    Deutsch

    Credits

    6

    Stud. Arbeitsaufwand

    180h, davon 60h Kontaktstunden

    Häufigkeit (WS / SS)

    WS, jährlich

    Lehrinhalte

    Geschichte von „Alternativbewegungen“ im Spannungsfeld von Politik und Ökologie. Schwerpunkte: Neue Parteien und neue soziale Bewegungen nach „1968“ sowie Bewegungen im Umkreis der „Lebensreform“ in Kaiserreich, Weimarer Republik und Nationalsozialismus. In diesem Kontext auch „Frühgeschichte des Ökolandbaus“.

    Qualifikationsziel

    Erkennen, wie unterschiedlich sich ökologische Bewegungen in verschiedenen politischen Kontexten ausprägen konnten, auf welche geistesgeschichtlichen Strömungen sie sich bezogen und welche gesellschaftliche und politische Gestaltungskraft sie jeweils entfaltet haben. 

    Literaturhinweis

    Conford, Ph. D. 2001: The Origins of the Organic Movement, Edinburgh; Kerbs, D. u.a. (Hg.) 1988: Handbuch der deutschen Reformbewegungen, Wuppertal;  Puscher, U. (Hg.) 2001: Die völkische Bewegung im wilhelminischen Kaiserreich, Darmstadt

    Lehrform

    Seminar 50 h, Exkursion 10 h

    Leistungsnachweis

    Referat mündlich (ca. 20min) 25%, Referat schriftlich (ca. 10 S.) 25%, Studienarbeit (ca. 15 S.) 50%

    Verwendbarkeit

    Wahlpflichtfach gemäß § 6 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

    Teilnahmevoraussetz.

    Modul Agrargeschichte –soziologie Agrarpolitik

    H87 Essen und Trinken als Forschungsgegenstand

    Koordinator

    MSc. Behrendt

    Sprache

    Deutsch

    Credits

    6

    Stud. Arbeitsaufwand

    180h, davon 60h Kontaktstunden

    Häufigkeit (WS/SS)

    WS, jährlich

    Lehrinhalte

    Sensorik: Grundlagen der sensorischen Analyse von Lebensmitteln (analytischer und hedonischer Ansatz); Sensorik in der Produktentwicklung und im Qualitätsmanagement; Durchführung von Standardtests in der Sensorik (DIN/ ISO-Normen); Schulung der sensorischen Fähigkeiten der Studierenden(Abschlussprüfung)
    Ernährungsverhalten: Grundlagen der Ernährung des Menschen unter naturwissenschaftlicher und soziologischer/ kultureller Betrachtung. Lebensstile- Ernährungsstile werden vorgestellt ebenso wie Methoden zur Erfassung des Ernährungsverhaltens und der Erfassung der Lebensmittelgruppen/Nährstoffe (z.B. Pyramide). Die Veranstaltung verdeutlicht, dass Ernährung als Forschungsgegenstand inter-/transdisziplinär behandelt werden muss.

    Qualifikationsziel

    Sensorik: Studierende sind in der Lage den Stellenwert der Sensorik in der Produktentwicklung und dem Qualitätsmanagement zu verstehen und anzuwenden. Studierende verfügen über Kenntnisse der  Sinnesphysiologie. Studierende sind in der Lage, eigene sensorische Fragestellungen zu bearbeiten (Warenkunde, Marktbeobachtung, sensorische Tests und deren Auswertung/Darstellung).
    Ernährungsverhalten: Studierende sind in der Lage den Stellenwert der Naturwissenschaft einerseits und der Sozial-/Kulturwissenschaft andererseits für das Forschungsfeld Ernährung zu benennen und anzuwenden (Methodenkenntnis). Sie haben Kenntnis über die Ernährungssituation in Deutschland und Europa sowie über die Einbindung von Ernährung in Lebensstile (Ernährungskultur).

    Literaturhinweis

    Busch-Stockfisch, M. (Hg.) 20xx: Praxishandbuch Sensorik in der Produktentwicklung und Qualitätssicherung. Behrs Verlag, Hamburg, Loseblattsammlung; Fliedner, I., Wilhelmi, F. 1995: Grundlagen und Prüfverfahren der Lebensmittelsensorik. Behrs Verlag, Hamburg; Foelsch, V. (Hg.) 20xx: Handbuch Produktentwicklung Lebensmittel. Behrs Verlag, Hamburg. Loseblattsammlung; Barlösius, Eva 1999: Soziologie des Essens. Eine sozial- und kulturwissenschaftliche Einführung in die Ernährungsforschung. Juventa. Weinheim, München; Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (Hg.) 2004: Ernährungsbericht 2004. Bonn

    Lehrform

    Seminar 60h

    Leistungsnachweis

    Referat (ca. 20min + ca. 15 S) 100%

    Verwendbarkeit

    Wahlpflichtfach gemäß § 9 (6) PO BSc Ökologische Landwirtschaft

    Teilnahmevoraussetz.

    Pflichtmodule gemäß § 9 (3) und (4) PO BSc Ökologische Landwirtschaft;  im Sommersemester (Sensorik) können jeweils nur 12 TeilnehmerInnen zugelassen werden (Prüfkabinen)