

Zum nachhaltigen Umgang mit begrenzten Ressourcen existiert eine breite Palette von Strategien wie z.B. die Kreislaufführung, die Verlängerung der Nutzungsdauer oder der Ersatz problematischer Stoffe im Produkt. Das Ausmaß der Umsetzung dieser Strategien bleibt jedoch deutlich hinter den Erwartungen zurück.
Mit einer systematischen Erfassung von Erfolgskriterien und Hemmfaktoren werden die Bedingungen erforscht, die zur Implementierung nachhaltiger Stoffstromsysteme führen. Basis bildet die Beschreibung und Analyse von Fallbeispielen, anhand derer bisher verwendete Instrumente und Methoden untersucht werden. Verschiedenste Einflüsse aus den Bereichen der Technik, der Wirtschaft sowie individueller und gesellschaftlicher Handlungsspielräume sind zu berücksichtigen.
Ein weiterer Aspekt ist die Entwicklung eines Bewertungssystems für Stoffstromsysteme, welches nicht nur technische Kriterien wie die Verringerung des Energie- und Ressourceneinsatzes berücksichtigt, sondern auch wirtschaftliche und soziale Auswirkungen (z. B. auf dem Arbeitsmarkt) einbezieht.
Auf dieser Basis können Randbedingungen so gestaltet werden, dass sie förderlich für eine erfolgreiche, da auf allen Ebenen nachhaltige, Stoffstromwirtschaft sind.

Kreislaufwirtschaft als Beispiel für ein nachhaltiges Stoffstromsystem
Dieser Forschungsschwerpunkt ist aufgrund der Vielschichtigkeit des Nachhaltigkeitsbegriffs in die interdisziplinäre Arbeitsgruppe „3S – Strategien für die Umsetzung nachhaltiger Stoffstromsysteme“ eingebunden. In dieser Arbeitsgruppe sind zehn Fachgebiete und somit Vertreter aus den Technik-, Wirtschafts-, Gesellschafts-, System-, Agrar-, Rechts- und Geisteswissenschaften zusammengeführt worden, so dass eine ganzheitlich orientierte Forschung möglich ist.

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zuletzt
aktualisiert:
22.10.2010
, Gregor Dürl