Neue Werkstoffe und Werkstoffverbindungen im Bauwesen

Es sind heute vor allem neue Qualitätsmerkmale, die von den Baustoffen und Baukonstruktionen gefordert werden. Dazu zählen multifunktionale Anforderungen, z.B. bei Fassaden und anderen raumabschließenden Bauteilen, erhöhte Anforderungen an die Dauerhaftigkeit sowie die Optimierung des Energieeinsatzes bei der Herstellung und beim Betrieb von Bauwerken. Vor dem Hintergrund, dass diese Anforderungen auch an die bereits vorhandene Bausubstanz gestellt werden, kommt dem „Bauen im Bestand“ eine besondere Bedeutung zu. Neben der Funktionalität der Baustoffe während ihrer Lebensdauer spielt ihre Wiederverwendbarkeit und Wiederverwertbarkeit eine immer wichtigere Rolle. Häufig wird über diese umfassenden Themenbereiche der verkürzte Begriff des „Nachhaltigen Bauens“ gesetzt. In diesem Sinne befasst sich der Schwerpunkt „Neue Werkstoffe und Werkstoffverbindungen“ mit der „Hardware“ des nachhaltigen Bauens.

Der Schwerpunkt wird getragen von den Fachgebieten

  • Werkstoffe des Bauwesens und Bauchemie
  • Bauwerkserhaltung und Holzbau
  • Massivbau
  • Stahl- und Verbundbau
  • Baumechanik/Baudynamik
  • Bau und Erhaltung von Verkehrswegen


Die Arbeitsschwerpunkte

  • Neue, hochleistungsfähige Betone
  • Klebeverbindungen und Faserverbundwerkstoffe im Bauwesen
  • Erdbebensicheres Bauen und Substrukturtechnik und
  • Werkstoffmodellierung

wurden in den vergangenen Jahren durch öffentliche und private Forschungsmittel gefördert. Aktuell fügen sich als weitere, vielversprechende Arbeitsgebiete die Themen

  • Nachwachsende Rohstoffe für tragende Bauteile und
  • Wiederverwendung und Wiederverwertung von Baustoffen im Verkehrswegebau
  • Nanotechnologie für Baustoffe

hervorragend in den Schwerpunkt ein.


Grundsätzlich werden alle Einzelthemen des Schwerpunkts innerhalb des Instituts für Konstruktiven Ingenieurbau vernetzt bearbeitet. Dort wo es die Fragestellung erfordert, z.B. bei wirtschaftlichen Fragen und im Zusammenhang mit Fragen der Nachhaltigkeit, werden die Kooperationsmöglichkeiten innerhalb des Fachbereiches – etwa in enger Zusammenarbeit des IKI mit dem Institut für Bauwirtschaft, dem Institut für Wasser, Abfall und Umwelt bzw. dem Institut für Verkehrswesen  – genutzt.

Der Schwerpunkt „Neue Werkstoffe und Werkstoffverbindungen“ ermöglicht auch den Ausbau der bereits begonnenen kooperativen Zusammenarbeit in gestalterischen Fragen mit dem Fachbereich ASL, mit dem Fachbereich Maschinenbau z.B. hinsichtlich der für Bauwerke aus Hochleistungsbetonen geeigneten Herstellungs- und Fügetechniken oder zur Anwendung dieser neuen Werkstoffe für flexible, verkehrsangepasste Bauwerke der Verkehrsinfrastruktur. In die nanotechnologischen Forschungsprojekte ist auch das CINSAT unmittelbar mit eingebunden.

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