Lehre

Für den Bachelor of Science werden die Grundlagen der Informatik (die Programmierung und Datenbanktechnik) und die CAD-Grundlagen angeboten. In der Grundstudienphase bilden die beiden Lehrveranstaltungen die benötigten Kompetenzen in der Informatik für die Studierenden des Bau- und Umweltingenieurwesens. Für den Schwerpunkt Baubetrieb und Baumanagement wird die Lehrveranstaltung "modellbasierte Arbeitsweise im Baubetrieb" angeboten.

Für den Master-Studiengang werden die Lehrveranstaltungen "IT-unterstütztes Prozess- und Produktmanagement" und "Simulation", als Ergänzung der Vertiefung Baubetrieb und Baumanagement, sowie als Schlüsselqualifikation, angeboten.

Die Lehrangebote werden kontinuierlich aktualisiert und weiterentwickelt.

Grundlagen der Informatik:

Die Studierenden erwerben nicht nur Grundkenntnisse über die imperative Programmierung aber auch über die objektorientierte Programmierung in JAVA, sowie ihre Implementierung in einer integrierten Softwareentwicklungsumgebung (Eclipse). Anhand von Objekten mit Bezug zur Praxis wird der objektorientierte Ansatz erläutert. Der Studierende erhält die Fähigkeit, objektorientiert ganzheitlich zu denken, um komplexe Probleme modular zu strukturieren und verallgemeinerbare modulare Lösungen zu entwerfen.
Zusätzlich werden die Grundlagen der relationalen Datenbanken übermittelt. Die Studierenden werden am Ende der Lehrveranstaltung in der Lage sein, Datenbankschema mittels ER-Modelle zu verstehen und zu erstellen, und ein Datenbankschema und die Datenverarbeitung mittels (MS ACCESS und MySQL) umzusetzen. Die Realisierung einer Eine Schnittstelle zwischen einem Java-Programm und einer Datenbank mittels JDBC ist auch ein Bestandteil dieser Lehrveranstaltung.

Grundlagen der CAD:

Hier gewinnen die Studierenden einen Einblick in grundlegende Methoden und Möglichkeiten der rechnerunterstützten Konstruktion (die Bildung eines virtuellen Modells zwei- und drei-dimensionaler Objekte) mittels Autodesk Building Design Suite Ultimate (AutoCAD). Dies versetzt die Studierenden in die Lage, in den späteren Fachanwendungen CAD als vielfältiges Werkzeug einzusetzen.

Modellbasierte Arbeitsweise im Baubetrieb:

Die Studierenden erlangen die Fähigkeit integrierte und modellbasierte Arbeitsweisen mit praxisüblicher Software im Baubetrieb anzuwenden. Die Grundlagen dafür sind die systematische Integration aller Informationen aus den verschiedenen CAD- und Fachapplikationen im 5D-Modell und deren kontinuierliche Visualisierung. Der Startpunkt ist ein gemeinsames 3D-BIM-Modell aus einem CAD-Programm (z.B., Autodesk Revit Architecture). Eine Ablauf- und Terminplanung wird in MS-Project stellt und stellt die vierte Dimension der Planung dar. Die Kosten des Bauwerks bilden die fünfte Dimension der Planung ab. Die Kosten werden durch modellbasierte Mengenermittlung und Leistungsbeschreibungen in einer BIM-5D-Plattform (RIB iTWO), im Rahmen der Integration mit dem 3D-Modell und der Terminplänen, erstellt. Die Vorlesungen werden durch externe Vorträge, insbesondere im Bereich Building Information Modeling (BIM), aus der Baupraxis ergänzt.

IT-unterstütztes Prozess- und Produktmanagement:

Die Studierenden erlangen

  • die Geschäftsprozesse mit unterschiedlichen Modellierungstechniken zu analysieren, zu modellieren und zu optimieren;
  • die Aufbauorganisationen zu modellieren und in die Geschäftsprozessmodelle zu integrieren;
  • die Datenflüsse zu modellieren und in die Geschäftsprozessmodelle zu integrieren;
  • die grundlegenden Konzepte des Workflowmanagements zu verstehen und die Geschäftsprozessmodelle als Basis für die Workflowentwicklung zu verwenden;
  • die Geschäftsprozessmodelle für die Simulation zu verwenden;
  • die Produkte aus der Praxis zu analysieren und mit unterschiedlichen Techniken zu modellieren;
  • die integrierte Arbeitsweise für das Projekt-, Produkt- und Prozessmanagement zu verstehen und in der Praxis mit unterschiedlichen Konzepten zu implementieren;
  • anhand eines realistischen Beispiels die erworbenen Kenntnisse im Prozess- und Produktmanagement im Rahmen des Systems Engineering zu verwenden.

Simulation:

Bei der Simulation werden die Diskrete Ereignisorientierte und die Agentenbasierte Modellierung verwendet, um das untersuchte reale System bzw. seine Verhaltensweise durch ein abstraktes Modell zu beschreiben. Die Studierenden lernen dabei verschiedene Simulationsmodelle zu erstellen und selbständig Szenarien mit sehr unterschiedlichen Bedingungen, schneller und kostengünstiger, als das in einem physischen System möglich wäre, zu untersuchen.